[{"data":1,"prerenderedAt":-1},["ShallowReactive",2],{"decision-ecli-de-neuris-jure249031658":3,"decision-more-ecli-de-neuris-jure249031658":18},{"id":4,"ecli":5,"caseNumber":6,"courtId":7,"courtName":8,"courtSlug":9,"decisionDate":10,"fullText":11,"language":12,"source":13,"sourceUrl":14,"summary":15,"slug":16,"metadata":17},"72091","ECLI:DE:NEURIS:JURE249031658","2 Ni 7\u002F23 (EP)",42,"Bundespatentgericht","bundespatentgericht","2024-06-20T00:00:00.000Z","#  BPatG München, 20.06.2024, 2 Ni 7\u002F23 (EP) \n\n## Tenor\n\n**In der Patentnichtigkeitssache**\n\n…\n\n**betreffend das europäische Patent EP 2 777 269**\n\n**(DE 60 2012 010 808)**\n\nhat der 2. Senat (Nichtigkeitssenat) des Bundespatentgerichts aufgrund der mündlichen Verhandlung vom 20. Juni 2024 durch die Vorsitzende Richterin Hartlieb sowie die Richter Dipl.-Phys. Univ. Dr. Forkel, Dr.Himmelmann, Dipl.-Phys. Univ. Dr. Städele und Dr.-Ing. Harth für Recht erkannt:\n\nI. Das europäische Patent EP 2 777 269 wird mit Wirkung für das Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland für nichtig erklärt.\n\nII. Die Kosten des Rechtsstreits trägt die Beklagte.\n\nIII. Das Urteil ist gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 120 % des zu vollstreckenden Betrages vorläufig vollstreckbar.\n\n## Tatbestand\n\n1\\. Die Beklagte ist Inhaberin des auch mit Wirkung für die Bundesrepublik Deutschland in französischer Verfahrenssprache erteilten europäischen Patents EP 2 777 269 (deutsches Aktenzeichen DE 60 2012 010 808) (Streitpatent), das am 6. November 2012 angemeldet und am 16. September 2015 veröffentlichtworden ist und das die Bezeichnung „PROCÉDÉ DE CODAGE ET DÉCODAGE D’IMAGES, DISPOSITIF DE CODAGE ET DÉCODAGE ET PROGRAMMES D’ORDINATEUR CORRESPONDANTS“ („Verfahren zur Codierung und Decodierung von Bildern, Codierungs- und Decodierungsvorrichtung sowie entsprechende Computerprogramme“) trägt.Das Streitpatent geht zurück auf die am 6. November 2012 angemeldete internationale Patentanmeldung PCT\u002FFR2012\u002F052551. Die Anmeldung wurde am 16. Mai 2013 unter der internationalen Veröffentlichungs-nummer WO 2013\u002F068683 A1 veröffentlicht. Nach Eintritt in die europäische Phase wurde die Anmeldung unter der europäischen Anmeldenummer 12794437.9 als europäische Anmeldung geführt.Das Streitpatent nimmt die Priorität FR 1160114 vom 7. November 2011 in Anspruch und betrifft im Allgemeinen den Bereich der Bildverarbeitung, genauer gesagt die Codierung und Decodierung von digitalen Bildern und digitalen Bildsequenzen (Abs. [0001] Streitpatentschrift). \n\n2\\. Das in vollem Umfang angegriffene Streitpatent umfasst 6 Patentansprüche, darunter den auf ein „Verfahren zum Codieren wenigstens eines in Partitionen unterteilten Bildes“ gerichteten Patentanspruch 1 und den nebengeordneten, auf ein „Verfahren zum Decodieren eines Datensignals“ gerichteten Patentanspruch 3. Mit dem nebengeordneten Patentanspruch 2 wird eine „Vorrichtung zum Codieren wenigstens eines in Partitionen unterteilten Bildes“, mit dem nebengeordneten Patentanspruch 4 eine „Vorrichtung zum Decodieren eines Datensignals“ beansprucht. Der nebengeordnete Patentanspruch 5 betrifft ein „Rechnerprogramm, das Befehle enthält, um das Codierungsverfahren nach Anspruch 1 auszuführen“. Der nebengeordnete Patentanspruch 6 betrifft ein „Rechnerprogramm, das Befehle enthält, um das Decodierungsverfahren nach Anspruch 4 auszuführen“. \n\n3\\. Im Einzelnen lauten die sechs Patentansprüche in der französischen Fassung sowie der deutschen Übersetzung des Streitpatents wie folgt: \n\n4\\. Patentanspruch 1: \n\n5\\. \n\nAnspruch 1 Übersetzung Procédé de codage d´au moins une image découpée en partitions, Verfahren zum Codieren wenigstens eines in Partitionen unterteilten Bildes, une partition courante (Bi) à coder contenant des données wobei eine zu codierende aktuelle Partition (Bi) Daten enthält, dont au moins une donnée est affectée d´un signe, wovon wenigstens ein Datenelement mit einem Vorzeichen behaftet ist, les données étant des coefficients de transformation direct, wobei die Daten Koeffizienten einer direkten Transformation sind, ledit procédé de codage étantcaractérisé en cequ´il met en oeuvre, pour ladite partition courante, les étapes suivantes: wobei das Codierungsverfahrendadurch gekennzeichnet ist, dasses für diese aktuelle Partition die folgenden Schritte ausführt: \\- calcul (S3) de la valeur d'une fonction représentative de la parité de la somme des données de ladite partition courante à l'exclusion dudit signe soit caché, - Berechnen (S3) des Wertes einer Funktion, die die Parität der Summe der Daten der aktuellen Partition unter Ausschluss des Vorzeichens, das verdeckt ist, repräsentiert, \\- comparaison (S4) de ladite valeur calculée à la parité dudit signe, - Vergleichen (S4) des berechneten Wertes mit der Parität des Vorzeichens, \\- en fonction du résultat de ladite comparaison, modification (S5) ou non d'au moins une des données de la partition courante, - in Abhängigkeit vom Ergebnis des Vergleichens Modifizieren (S5) oder nicht Modifizieren wenigstens eines der Datenelemente der aktuellen Partition, \\- en cas de modification, codage (S20) des données de la partition comprenant ladite au moins une donnée modifiée - im Fall des Modifizierens Codieren (S20) der Daten der Partition, die das wenigstens eine modifizierte Datenelement enthält, sans le signe de ladite au moins une donnée modifiée. ohne das Vorzeichen des wenigstens einen modifizierten Datenelements.\n\n6\\. Patentanspruch 2: \n\n7\\. \n\nAnspruch 2 Übersetzung Dispositif de codage (CO) d´au moins une image découpée en partitions, Vorrichtung (CO) zum Codieren wenigstens eines in Partitionen unterteilten Bildes, une partition courante à coder contenant des données wobei eine zu codierende aktuelle Partition Daten enthält, dont au moins une donnée est affectée d´un signe, wovon wenigstens ein Datenelement mit einem Vorzeichen behaftet ist, les données étant des coefficients de transformation direct, wobei die Daten die Koeffizienten einer direkten Transformation sind, ledit dispositif étantcaractérisé en ce wobei die Vorrichtungdadurch gekennzeichnet ist, dass qu´il comprend des moyens d´traitement (MTR_CO) qui, pour ladite partition courante à coder, sont aptes à: sie Verarbeitungsmittel (MTR_CO) umfasst, die für diese zu codierende aktuelle Partition dafür ausgelegt sind: \\- calculer la valeur d'une fonction représentative de la parité de la somme des données de ladite partition courante à l'exclusion dudit signe, - den Wert einer Funktion, die die Parität der Summe der Daten der aktuellen Partition repräsentiert, unter Ausschluss des Vorzeichens zu berechnen, \\- comparer ladite valeur calculée à la parité dudit signe, - den berechneten Wert mit der Parität des Vorzeichens zu vergleichen, \\- modifier ou non au moins une des données de la partition courante en fonction du résultat de ladite comparaison, - wenigstens eines der Datenelemente der aktuellen Partition in Abhängigkeit vom Ergebnis des Vergleichens zu modifizieren oder nicht zu modifizieren, eten ce qu´il und dass comprend des moyens (CE_CO) de codage des données de la partition comprenant ladite au moins une donnée modifiée sans le signe de ladite au moins une donnée modifiée, en cas de modification par les dits moyens de traitement. sie Mittel (CE_CO) umfasst, um im Fall des Modifizierens durch die Verarbeitungsmittel Daten der Partition, die das wenigstens eine modifizierte Datenelement enthält, ohne das Vorzeichen des wenigstens einen modifizierten Datenelements zu codieren.\n\n8\\. Patentanspruch 3: \n\n9\\. \n\nAnspruch 3 Übersetzung Procédé de décodage d'un signal de données représentatif d'au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, Verfahren zum Decodieren eines Datensignals, dass wenigstens ein in Partitionen unterteiltes Bild repräsentiert, das vorher codiert worden ist, une partition courante (Bi) à décoder contenant des données wobei eine zu decodierende aktuelle Partition (Bi) Daten enthält, dont au moins une donnée est affectée d´un signe, wovon wenigstens ein Datenelement mit einem Vorzeichen behaftet ist, les données étant les coefficients de transformation direct, wobei die Daten die Koeffizienten einer direkten Transformation sind, ledit procédé de décodage étantcaractérisé en cequ´il comprend, pour ladite partition courante, les étapes suivantes : wobei das Decodierungsverfahrendadurch gekennzeichnet ist, dasses für die aktuelle Partition die folgenden Schritte umfasst: \\- décodage (SD2, SD3) des données de ladite partition courante, à l'exclusion dudit signe, - Decodieren (SD2, SD3) von Daten der aktuellen Partition unter Ausschluss des Vorzeichens, \\- calcul (SD4) de la valeur d'une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, - Berechnen (SD4) des Wertes einer Funktion, die die Parität der Summe der die codierten Daten der aktuellen Partition repräsentiert, \\- obtention, à partir de ladite valeur calculée, de la valeur dudit signe, anhand des berechneten Wertes Erhalten des Wertes des Vorzeichens, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif wobei, falls die Parität der Summe der Daten einen ersten Wert hat, das Vorzeichen positiv ist et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur le signe est négatif. und, falls die Parität der Summe der Daten einen zweiten Wert hat, das Vorzeichen negativ ist.\n\n10\\. Patentanspruch 4: \n\n11\\. \n\nAnspruch 4 Übersetzung Dispositif (DO) de décodage d´un signal de données représentatif d´au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, Vorrichtung (DO) zum Decodieren eines Datensignals, das wenigstens ein in Partitionen unterteiltes Bild repräsentiert, das im Voraus codiert worden ist, une partition courante à decoder contenant des données wobei eine zu decodierende aktuelle Partition Daten enthält, dont au moins une donnée est affectée d´un signe, wovon wenigstens ein Datenelement mit einem Vorzeichen behaftet ist, les données étant les coefficients de transformation direct, wobei die Daten die Koeffizienten einer direkten Transformation sind, ledit dispositif de décodage étantcaractérisé en ce qu´il wobei die Decodierungsvorrichtungdadurch gekennzeichnet ist, dass comprend, pour ladite partition courante à décoder, des moyens d´traitement (MTR_DO) qui sont aptes à: sie für die aktuelle zu decodierende Partition Verarbeitungsmittel (MTR DO) umfasst, die dafür ausgelegt sind: \\- décoder les données de ladite partition courante, à l'exclusion dudit signe, - die Daten der aktuellen Partition unter Ausschluss des Vorzeichens zu decodieren, \\- calculer la valeur d'une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, - den Wert einer Funktion zu berechnen, die die Parität der Summe der decodierten Daten der aktuellen Partition repräsentiert, \\- obtenir, à partir de ladite valeur calculée, la valeur dudit signe, - anhand des berechneten Wertes den Wert des Vorzeichens zu erhalten, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif wobei, falls die Parität der Summe der Daten einen ersten Wert hat, das Vorzeichen positiv ist et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur la signe est négatif. und, falls die Parität der Summe der Daten einen zweiten Wert hat, das Vorzeichen negativ ist.\n\n12\\. Patentanspruch 5: \n\n13\\. \n\nAnspruch 5 Übersetzung Programme d´ordinateur comportant des instructions pour mettre en oeuvre le procédé de codage selon la revendication 1, Rechnerprogramm, das Befehle enthält, um das Codierungsverfahren nach Anspruch 1 auszuführen, lorsque ledit procédé de codage est exécuté sur un ordinateur. wenn das Codierungsverfahren auf einem Rechner ausgeführt wird.\n\n14\\. Patentanspruch 6: \n\n15\\. \n\nAnspruch 6 Übersetzung Programme d´ordinateur comportant des instructions pour mettre en oeuvre le procédé de décodage selon la revendication 4, Rechnerprogramm, das Befehle enthält, um das Decodierungsverfahren nach Anspruch 4 auszuführen, lorsque ledit procédé de décodage est exécuté sur un ordinateur. wenn das Decodierungsverfahren auf einem Rechner ausgeführt wird.\n\n16\\. Zur Stützung ihres Vorbringens hat die Klägerin die folgenden Dokumente genannt: \n\n17\\. \n\nNK A Verletzungsklageschrift der Beklagten gegen die die Klägerin, die T… SAS und die T… Ltd. (Schriftsatz der Patent-, Rechtsanwälte E…, H…, vom 15. November 2022 an das LG M…); NK B Protokoll über die öffentliche Sitzung des 2. Senats (Nichtigkeitssenat) des Bundespatentgerichts vom 16. März 2023 in der Patentnichtigkeitssache 2 Ni 39\u002F21 (EP); NK I EP 2 777 269 B1 (Streitpatentschrift); NK I-DE EP 2 777 269, deutsche Übersetzung der Erfindungsbeschreibung; NK II DPMA, Registerauszug zum Aktenzeichen 60 2012 010 808.8, Stand am 22. März 2023; NK III Merkmalsgliederung der Verfahrensansprüche 1 und 3 des Streitpatents; NK IV WO 2013\u002F068683 A1; NK IV-DE Deutsche Maschinenübersetzung der ursprünglichen Anmeldung WO 2013\u002F068683 A1; NK 1 J.-M. Thiesse et al.: „Rate Distortion Data Hiding of Motion Vector Competition Information in Chroma and Luma Samples for Video Compression“, IEEE Transactions on Circuits and Systems for Video Technology, Vol. 21, No. 6, June 2011, S. 729-741; NK 2 J.-M. Thiesse et al.: „Data Hiding of Intra Prediction Information in Chroma Samples for Video Compression”, in: 2010 17th IEEE International Conference on Image Processing, 26.-29. Sept. 2010, S. 2861-2864; NK 3 E. Esen et al.: „Robust Video Data Hiding Using Forbidden Zone Data Hiding and Selective Embedding“, IEEE Transactions on Circuits and Systems for Video Technology, Vol. 21, No. 8, August 2011, S. 1130-1138; NK 4 J. K. Paruchuri et al.: „Joint Optimization of Data Hiding and Video Compression“, IEEE International Symposium on Circuits and Systems, 2008, S. 242-245; NK 5 F.Bossen et al.: „Video Coding Using a Simplified Block Structure and Advanced Coding Techniques”; in: IEEE Transactions on Circuits and Systems for Video Technology, Vol. 20, Nr.12, December 2010, S. 1667-1675; NK 6 R.Cohen et al.: „Low Complexity Embedding of Information in Transform Coefficients”; Document JCTVC-E428_r2, 5. Meeting des Joint Collaborative Team on Video Coding (JCT-VC), Geneva, 16. - 23. März 2011; NK 7 D.Marpe et al.: „The H.264\u002FMPEG4 Advanced Video Coding Standard and its Applications“, Standards Report, IEEE Communications Magazine, August 2006; NK 8 Y. Wang et al.: „Video Processing and Communications“, Prentice Hall, Signal Processing Series, 2002 (in Auszügen); NK 9 B. Bross et al.: „WD4: Working Draft 4 of High-Efficiency Video Coding”, Document JCTVC-F803_d5, 6. Meeting des Joint Collaborative Team on Video Coding (JCT-VC), Torino, 14\\. - 22. Juli 2011; NK 9-pub JCT-VC DOCUMENT MANAGEMENT SYSTEM, Preview document JCTVC-F803 for Torino meeting (MPEG number m21449), B. Bross, W.-J. Han, J.-R. Ohm, G. J. Sullivan, T. Wiegand (Editors); NK 10 I. Amonou et al.: „Description of video coding technology proposal by France Telecom, NTT, NTT DOCOMO, Panasonic and Technicolor“, Document JCTVC-A114, 1. Meeting des Joint Collaborative Team on Video Coding (JCT-VC), Dresden, 15. - 23. April 2010.\n\n18\\. Die Klägerin stellt den Antrag, \n\n19\\. das europäische Patent EP 2 777 269 in vollem Umfang mit Wirkung für das Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland für nichtig zu erklären. \n\n20\\. Die Beklagte stellt den Antrag, \n\n21\\. die Klage abzuweisen, \n\n22\\. hilfsweise \n\n23\\. das europäische Patent EP 2 777 269 unter Klageabweisung im Übrigen dadurch teilweise für nichtig zu erklären, dass seine Patentansprüche die Fassung der Hilfsanträge I bis XII vom 18. März 2024, in dieser Reihenfolge, erhalten. \n\n24\\. Die Beklagte tritt der Argumentation der Klägerin in allen wesentlichen Punkten entgegen. Sie vertritt die Auffassung, dass die beanspruchte Lehre auf einer erfinderischen Tätigkeit des Fachmanns beruhe, ausführbar und ursprünglich offenbart sei. Die beanspruchte Lehre sei jedenfalls in einer der Fassungen der Hilfsanträge patentfähig. \n\n25\\. Zur Stützung ihres Vorbringens hat die Beklagte die folgenden Dokumente genannt: \n\n26\\. \n\nES1 Urteil des BPatG vom 4. August 2022 in der Patentnichtigkeitssache 2 Ni 6\u002F21 (EP); ES2 Urteil des BPatG vom 16. März 2023 in der Patentnichtigkeitssache 2 Ni 39\u002F21 (EP); ES3 Merkmalsgliederungen der Patentansprüche 1 bis 4; ES4 H.S. Malvar et al., „Low-Complexity Transform and Quantization in H.264\u002FAVC“, : IEEE Transactions on Circuits and Systems for Video Technology, Vol. 13, No. 7, July 2003, S. 598-603; ES5 P. Campisi et al.,”Compressive Data Hiding: An Unconventional Approach for Improved Color Image Coding”, in: EURASIP Journal on Advances in Signal Processing, February 2003, S. 152-163.\n\n27\\. Die Beklagte hat in der mündlichen Verhandlung am 20. Juni 2024 erklärt, dass sie die Patentansprüche gemäß Hauptantrag und Hilfsanträgen als jeweils geschlossene Anspruchssätze ansehe, die jeweils insgesamt beansprucht würden. \n\n28\\. Hilfsantrag I vom 18. März 2024lautet: \n\n29\\. **Ansprüche für Hilfsantrag I**\n\n30\\. (Reinschrift) \n\n31\\. 1\\. Procédé de codage d’au moins une image découpée en partitions, une partition courante (Bi) à coder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant des coefficients de transformation direct et la donnée affectée du signe étant la première donnée non nulle de la partition courante à coder, ledit procédé de codage étant caractérisé en ce qu’il met en oeuvre, pour ladite partition courante, les étapes suivantes: \n\n32\\. \\- calcul (S3) de la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données de ladite partition courante à l’exclusion dudit signe soit caché, \n\n33\\. \\- comparaison (S4) de ladite valeur calculée à la parité dudit signe, \n\n34\\. \\- en fonction du résultat de ladite comparaison, modification (S5) ou non d’au moins une des données de la partition courante, \n\n35\\. \\- en cas de modification, codage (S20) des données de la partition comprenant ladite au moins une donnée modifiée sans le signe de ladite au moins une donnée modifiée. \n\n36\\. 2\\. Dispositif de codage (CO) d’au moins une image découpée en partitions, une partition courante à coder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct et la donnée affectée du signe étant la première donnée non nulle de la partition courante à coder, \n\n37\\. ledit dispositif étant caractérisé en ce qu’il comprend des moyens de traitement (MTR_CO) qui, pour ladite partition courante à coder, sont aptes à: \n\n38\\. \\- calculer la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données de ladite partition courante à l’exclusion dudit signe, \n\n39\\. \\- comparer ladite valeur calculée à la parité dudit signe, \n\n40\\. \\- modifier ou non au moins une des données de la partition courante en fonction du résultat de ladite comparaison, \n\n41\\. et en ce qu’il comprend des moyens (CE_CO) de codage des données de la partition comprenant ladite au moins une donnée modifiée sans le signe de ladite au moins une donnée modifiée, en cas de modification par lesdits moyens de traitement. \n\n42\\. 3\\. Procédé de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante (Bi) à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct et la donnée affectée du signe étant la première donnée non nulle de la partition courante à décoder, \n\n43\\. ledit procédé de décodage étant caractérisé en ce qu’il comprend, pour ladite partition courante, les étapes suivantes: \n\n44\\. \\- décodage (SD2, SD3) des données de ladite partition courante, à l’exclusion dudit signe, \n\n45\\. \\- calcul (SD4) de la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n46\\. \\- obtention, à partir de ladite valeur calculée, de la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur le signe est négatif. \n\n47\\. 4\\. Dispositif (DO) de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct et la donnée affectée du signe étant la première donnée non nulle de la partition courante à décoder, \n\n48\\. ledit dispositif de décodage étant caractérisé en ce qu’il comprend, pour ladite partition courante à décoder, des moyens de traitement (MTR_DO) qui sont aptes à: \n\n49\\. \\- décoder les données de ladite partition courante, à l’exclusion dudit signe, \n\n50\\. \\- calculer la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n51\\. \\- obtenir, à partir de ladite valeur calculée, la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur la signe est négatif. \n\n52\\. 5\\. Programme d’ordinateur comportant des instructions pour mettre en oeuvre le procédé de codage selon la revendication 1, lorsque ledit procédé de codage est exécuté sur un ordinateur. \n\n53\\. 6\\. Programme d’ordinateur comportant des instructions pour mettre en oeuvre le procédé de décodage selon la revendication 4, lorsque ledit procédé de décodage est exécuté sur un ordinateur. \n\n54\\. Hilfsantrag II vom 18. März 2024lautet: \n\n55\\. **Ansprüche für Hilfsantrag II**\n\n56\\. (Reinschrift) \n\n57\\. 1\\. Procédé de codage d’au moins une image découpée en partitions, une partition courante (Bi) à coder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant des coefficients de transformation direct, ledit procédé de codage étant caractérisé en ce un nombre des données de la partition courante à coder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, est comparé avec un seuil prédéterminé (TSIG), et en ce que ledit procédé met en oeuvre, pour ladite partition courante, les étapes suivantes si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n58\\. \\- calcul (S3) de la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données de ladite partition courante à l’exclusion dudit signe soit caché, \n\n59\\. \\- comparaison (S4) de ladite valeur calculée à la parité dudit signe, \n\n60\\. \\- en fonction du résultat de ladite comparaison, modification (S5) ou non d’au moins une des données de la partition courante, \n\n61\\. \\- en cas de modification, codage (S20) des données de la partition comprenant ladite au moins une donnée modifiée sans le signe de ladite au moins une donnée modifiée. \n\n62\\. 2\\. Dispositif de codage (CO) d’au moins une image découpée en partitions, une partition courante à coder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct, \n\n63\\. ledit dispositif étant caractérisé en ce qu’il comprend des moyens de traitement (MTR_CO) qui sont aptes à comparer un nombre des données de la partition courante à coder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, avec un seuil prédéterminé (TSIG), et \n\n64\\. en ce que les moyens de traitement (MTR_CO), pour ladite partition courante à coder, sont aptes à, si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n65\\. \\- calculer la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données de ladite partition courante à l’exclusion dudit signe, \n\n66\\. \\- comparer ladite valeur calculée à la parité dudit signe, \n\n67\\. \\- modifier ou non au moins une des données de la partition courante en fonction du résultat de ladite comparaison, \n\n68\\. et en ce qu’il comprend des moyens (CE_CO) de codage des données de la partition comprenant ladite au moins une donnée modifiée sans le signe de ladite au moins une donnée modifiée, en cas de modification par lesdits moyens de traitement. \n\n69\\. 3\\. Procédé de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante (Bi) à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct, \n\n70\\. ledit procédé de décodage étant caractérisé en ce qu’un nombre des données de la partition courante à décoder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, est comparé avec un seuil prédéterminé (TSIG), et ledit procédé comprend, pour ladite partition courante, les étapes suivantes si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n71\\. \\- décodage (SD2, SD3) des données de ladite partition courante, à l’exclusion dudit signe, \n\n72\\. \\- calcul (SD4) de la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n73\\. \\- obtention, à partir de ladite valeur calculée, de la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur le signe est négatif. \n\n74\\. 4\\. Dispositif (DO) de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct, \n\n75\\. ledit dispositif de décodage étant caractérisé en ce qu’il comprend, pour ladite partition courante à décoder, des moyens de traitement (MTR_DO) qui sont aptes à comparer un nombre des données de la partition courante à décoder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, avec un seuil prédéterminé (TSIG), et \n\n76\\. en ce que les moyens de traitement (MTR_DO) sont aptes à, si le nombre est supérieur au seuil: \n\n77\\. \\- décoder les données de ladite partition courante, à l’exclusion dudit signe, \n\n78\\. \\- calculer la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n79\\. \\- obtenir, à partir de ladite valeur calculée, la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur la signe est négatif. \n\n80\\. 5\\. Programme d’ordinateur comportant des instructions pour mettre en oeuvre le procédé de codage selon la revendication 1, lorsque ledit procédé de codage est exécuté sur un ordinateur. \n\n81\\. 6\\. Programme d’ordinateur comportant des instructions pour mettre en oeuvre le procédé de décodage selon la revendication 4, lorsque ledit procédé de décodage est exécuté sur un ordinateur. \n\n82\\. Hilfsantrag III vom 18. März 2024lautet: \n\n83\\. **Ansprüche für Hilfsantrag III**\n\n84\\. (Reinschrift) \n\n85\\. 1\\. Procédé de codage d’au moins une image découpée en partitions, une partition courante (Bi) à coder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant des coefficients de transformation direct et la donnée affectée du signe étant la première donnée non nulle de la partition courante à coder, ledit procédé de codage étant caractérisé en ce un nombre des données de la partition courante à coder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, est comparé avec un seuil prédéterminé (TSIG), et \n\n86\\. en ce que ledit procédé met en oeuvre, pour ladite partition courante, les étapes suivantes si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n87\\. \\- calcul (S3) de la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données de ladite partition courante à l’exclusion dudit signe soit caché, \n\n88\\. \\- comparaison (S4) de ladite valeur calculée à la parité dudit signe, \n\n89\\. \\- en fonction du résultat de ladite comparaison, modification (S5) ou non d’au moins une des données de la partition courante. \n\n90\\. \\- en cas de modification, codage (S20) des données de la partition comprenant ladite au moins une donnée modifiée sans le signe de ladite au moins une donnée modifiée. \n\n91\\. 2\\. Dispositif de codage (CO) d’au moins une image découpée en partitions, une partition courante à coder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct et la donnée affectée du signe étant la première donnée non nulle de la partition courante à coder, \n\n92\\. ledit dispositif étant caractérisé en ce qu’il comprend des moyens de traitement (MTR_CO) qui sont aptes à comparer un nombre des données de la partition courante à coder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, avec un seuil prédéterminé (TSIG), et \n\n93\\. en ce que les moyens de traitement (MTR_CO), pour ladite partition courante à coder, sont aptes à, si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n94\\. \\- calculer la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données de ladite partition courante à l’exclusion dudit signe, \n\n95\\. \\- comparer ladite valeur calculée à la parité dudit signe, \n\n96\\. \\- modifier ou non au moins une des données de la partition courante en fonction du résultat de ladite comparaison, \n\n97\\. et en ce qu’il comprend des moyens (CE_CO) de codage des données de la partition comprenant ladite au moins une donnée modifiée sans le signe de ladite au moins une donnée modifiée, en cas de modification par lesdits moyens de traitement. \n\n98\\. 3\\. Procédé de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante (Bi) à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct et la donnée affectée du signe étant la première donnée non nulle de la partition courante à décoder, \n\n99\\. ledit procédé de décodage étant caractérisé en ce qu’un nombre des données de la partition courante à décoder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, est comparé avec un seuil prédéterminé (TSIG), et ledit procédé comprend, pour ladite partition courante, les étapes suivantes si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n100\\. \\- décodage (SD2, SD3) des données de ladite partition courante, à l’exclusion du-dit signe, \n\n101\\. \\- calcul (SD4) de la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n102\\. \\- obtention, à partir de ladite valeur calculée, de la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur le signe est négatif. \n\n103\\. 4\\. Dispositif (DO) de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct et la donnée affectée du signe étant la première donnée non nulle de la partition courante à décoder, \n\n104\\. ledit dispositif de décodage étant caractérisé en ce qu’il comprend, pour ladite partition courante à décoder, des moyens de traitement (MTR_DO) qui sont aptes à comparer un nombre des données de la partition courante à décoder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, avec un seuil prédéterminé (TSIG), et \n\n105\\. en ce que les moyens de traitement (MTR_DO) sont aptes à, si le nombre est supérieur au seuil: \n\n106\\. \\- décoder les données de ladite partition courante, à l’exclusion dudit signe, \n\n107\\. \\- calculer la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n108\\. \\- obtenir, à partir de ladite valeur calculée, la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur la signe est négatif. \n\n109\\. 5\\. Programme d’ordinateur comportant des instructions pour mettre en oeuvre le procédé de codage selon la revendication 1, lorsque ledit procédé de codage est exécuté sur un ordinateur. \n\n110\\. 6\\. Programme d’ordinateur comportant des instructions pour mettre en oeuvre le procédé de décodage selon la revendication 4, lorsque ledit procédé de décodage est exécuté sur un ordinateur. \n\n111\\. Hilfsantrag IV vom 18. März 2024lautet: \n\n112\\. **Ansprüche für Hilfsantrag IV**\n\n113\\. (Reinschrift) \n\n114\\. 1\\. Procédé de codage d’au moins une image découpée en partitions, une partition courante (BI) à coder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant des coefficients de transformation direct, ledit procédé de codage étant caractérisé en ce un nombre des données de la partition courante à coder, qui sont modifiables, est comparé avec un seuil prédéterminé, les données modifiables comprenant les données de ladite partition courante à coder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, et \n\n115\\. en ce que ledit procédé met en oeuvre, pour ladite partition courante, les étapes suivantes si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n116\\. \\- calcul (S3) de la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données de ladite partition courante à l’exclusion dudit signe soit caché, \n\n117\\. \\- comparaison (S4) de ladite valeur calculée à la parité dudit signe, \n\n118\\. \\- en fonction du résultat de ladite comparaison, modification (S5) ou non d’au moins une des données modifiables de la partition courante, \n\n119\\. \\- en cas de modification, codage (S20) des données de la partition comprenant ladite au moins une donnée modifiée sans le signe de ladite au moins une donnée modifiée. \n\n120\\. 2\\. Dispositif de codage (CO) d’au moins une image découpée en partitions, une partition courante à coder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct, \n\n121\\. ledit dispositif étant caractérisé en ce qu’il comprend des moyens de traitement (MTR_CO) qui sont aptes à comparer un nombre des données de la partition courante à coder, qui sont modifiables, avec un seuil prédéterminé, les données modifiables comprenant les données de ladite partition courante à coder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, et \n\n122\\. et en ce que les moyens de traitement (MTR_CO), pour ladite partition courante à coder, sont aptes à, si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n123\\. \\- calculer la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données de ladite partition courante à l’exclusion dudit signe, \n\n124\\. \\- comparer ladite valeur calculée à la parité dudit signe, \n\n125\\. \\- modifier ou non au moins une des données modifiables de la partition courante en fonction du résultat de ladite comparaison, \n\n126\\. et en ce qu’il comprend des moyens (CE_CO) de codage des données de la partition comprenant ladite au moins une donnée modifiée sans le signe de ladite au moins une donnée modifiée, en cas de modification par lesdits moyens de traitement. \n\n127\\. 3\\. Procédé de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante (Bi) à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct, \n\n128\\. ledit procédé de décodage étant caractérisé en ce qu’un nombre des données de la partition courante (Bi) à décoder, qui sont susceptibles d’avoir été modifiés, est comparé avec un seuil prédéterminé, les données susceptibles d’avoir été modifiés comprenant les données de ladite partition courante à decoder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, et ledit procédé comprend, pour ladite partition courante, les étapes suivantes si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n129\\. \\- décodage (SD2, SD3) des données de ladite partition courante, à l’exclusion dudit signe, \n\n130\\. \\- calcul (SD4) de la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n131\\. \\- obtention, à partir de ladite valeur calculée, de la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur le signe est négatif. \n\n132\\. 4\\. Dispositif (DO) de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct, \n\n133\\. ledit dispositif de décodage étant caractérisé en ce qu’il comprend, pour ladite partition courante à décoder, des moyens de traitement (MTR_DO) qui sont aptes à comparer un nombre des données de la partition courante (Bi) à décoder, qui sont susceptibles d’avoir été modifiés, avec un seuil prédéterminé, les données susceptibles d’avoir été modifiés comprenant les données de ladite partition courante à decoder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, et \n\n134\\. en ce que les moyens de traitement (MTR_DO) sont aptes à, si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n135\\. \\- décoder les données de ladite partition courante, à l’exclusion dudit signe, \n\n136\\. \\- calculer la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n137\\. \\- obtenir, à partir de ladite valeur calculée, la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur la signe est négatif. \n\n138\\. 5\\. Programme d’ordinateur comportant des Instructions pour mettre en oeuvre le procédé de codage selon la revendication 1, lorsque ledit procédé de codage est exécuté sur un ordinateur. \n\n139\\. 6\\. Programme d’ordinateur comportant des instructions pour mettre en oeuvre le procédé de décodage selon la revendication 4, lorsque ledit procédé de décodage est exécuté sur un ordinateur. \n\n140\\. Hilfsantrag V vom 18. März 2024lautet: \n\n141\\. **Ansprüche für Hilfsantrag V**\n\n142\\. (Reinschrift) \n\n143\\. 1\\. Procédé de codage d’au moins une image découpée en partitions, une partition courante (Bi) à coder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant des coefficients de transformation direct, ledit procédé de codage étant caractérisé en ce un nombre des données de la partition courante à coder, qui sont modifiables, est comparé avec un seuil prédéterminé, les données modifiables comprenant les données de ladite partition courante à coder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, et le seuil ayant une valeur de 4, et \n\n144\\. en ce que ledit procédé met en oeuvre, pour ladite partition courante, les étapes suivantes si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n145\\. \\- calcul (S3) de la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données de ladite partition courante à l’exclusion dudit signe soit caché, \n\n146\\. \\- comparaison (S4) de ladite valeur calculée à la parité dudit signe, \n\n147\\. \\- en fonction du résultat de ladite comparaison, modification (S5) ou non d’au moins une des données modifiables de la partition courante, \n\n148\\. \\- en cas de modification, codage (S20) des données de la partition comprenant ladite au moins une donnée modifiée sans le signe de ladite au moins une donnée modifiée. \n\n149\\. 2\\. Dispositif de codage (CO) d’au moins une image découpée en partitions, une partition courante à coder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct, \n\n150\\. ledit dispositif étant caractérisé en ce qu’il comprend des moyens de traitement (MTR_CO) qui sont aptes à comparer un nombre des données de la partition courante à coder, qui sont modifiables, avec un seuil prédéterminé, les données modifiables comprenant les données de ladite partition courante à coder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non \n\n151\\. nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, et le seuil ayant une valeur de 4, et \n\n152\\. et en ce que les moyens de traitement (MTR_CO), pour ladite partition courante à coder, sont aptes à, si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n153\\. \\- calculer la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données de ladite partition courante à l’exclusion dudit signe, \n\n154\\. \\- comparer ladite valeur calculée à la parité dudit signe, \n\n155\\. \\- modifier ou non au moins une des données modifiables de la partition courante en fonction du résultat de ladite comparaison, \n\n156\\. et en ce qu’il comprend des moyens (CE_CO) de codage des données de la partition comprenant ladite au moins une donnée modifiée sans le signe de ladite au moins une donnée modifiée, en cas de modification par lesdits moyens de traitement. \n\n157\\. 3\\. Procédé de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante (Bi) à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct, \n\n158\\. ledit procédé de décodage étant caractérisé en ce qu’ un nombre des données de la partition courante (Bi) à décoder, qui sont susceptibles d'avoir été modifiés, est comparé avec un seuil prédéterminé, les données susceptibles d’avoir été modifiés comprenant les données de ladite partition courante à decoder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, et le seuil ayant une valeur de 4, et \n\n159\\. ledit procédé comprend, pour ladite partition courante, les étapes suivantes si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n160\\. \\- décodage (SD2, SD3) des données de ladite partition courante, à l’exclusion du-dit signe, \n\n161\\. \\- calcul (SD4) de la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n162\\. \\- obtention, à partir de ladite valeur calculée, de la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif \n\n163\\. et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur le signe est négatif. \n\n164\\. 4\\. Dispositif (DO) de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct, \n\n165\\. ledit dispositif de décodage étant caractérisé en ce qu’il comprend, pour ladite partition courante à décoder, des moyens de traitement (MTR_DO) qui sont aptes à comparer un nombre des données de la partition courante (Bi) à décoder, qui sont susceptibles d'avoir été modifiés, avec un seuil prédéterminé, les données susceptibles d’avoir été modifiés comprenant les données de ladite partition courante à decoder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, et le seuil ayant une valeur de 4, et \n\n166\\. en ce que les moyens de traitement (MTR_DO) sont aptes à, si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n167\\. \\- décoder les données de ladite partition courante, à l’exclusion dudit signe, \n\n168\\. \\- calculer la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n169\\. \\- obtenir, à partir de ladite valeur calculée, la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur la signe est négatif. \n\n170\\. 5\\. Programme d’ordinateur comportant des instructions pour mettre en oeuvre le procédé de codage selon la revendication 1, lorsque ledit procédé de codage est exécuté sur un ordinateur. \n\n171\\. 6\\. Programme d’ordinateur comportant des instructions pour mettre en oeuvre le procédé de décodage selon la revendication 4, lorsque ledit procédé de décodage est exécuté sur un ordinateur. \n\n172\\. Hilfsantrag VI vom 18. März 2024lautet: \n\n173\\. **Ansprüche für Hilfsantrag VI**\n\n174\\. (Reinschrift) \n\n175\\. 1\\. Procédé de codage d’au moins une image découpée en partitions, une partition courante (Bi) à coder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant des coefficients de transformation direct et la donnée affectée du signe étant la première donnée non nulle de la partition courante à coder, ledit procédé de codage étant caractérisé en ce un nombre des données de la partition courante à coder, qui sont modifiables, est comparé avec un seuil prédéterminé, les données modifiables comprenant les données de ladite partition courante à coder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, et le seuil ayant une valeur de 4, et \n\n176\\. en ce que ledit procédé met en oeuvre, pour ladite partition courante, les étapes suivantes si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n177\\. \\- calcul (S3) de la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données de ladite partition courante à l’exclusion dudit signe soit caché, \n\n178\\. \\- comparaison (S4) de ladite valeur calculée à la parité dudit signe, \n\n179\\. \\- en fonction du résultat de ladite comparaison, modification (S5) ou non d’au moins une des données modifiables de la partition courante, \n\n180\\. \\- en cas de modification, codage (S20) des données de la partition comprenant ladite au moins une donnée modifiée sans le signe de ladite au moins une donnée modifiée. \n\n181\\. 2\\. Dispositif de codage (CO) d’au moins une image découpée en partitions, une partition courante à coder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct et la donnée affectée du signe étant la première donnée non nulle de la partition courante à coder, \n\n182\\. ledit dispositif étant caractérise en ce qu’il comprend des moyens de traitement (MTR_CO) qui sont aptes à comparer un nombre des données de la partition courante à coder, qui sont modifiables, avec un seuil prédéterminé, les données modifiables comprenant les données de ladite partition courante à coder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, et le seuil ayant une valeur de 4, et \n\n183\\. et en ce que les moyens de traitement (MTR_CO), pour ladite partition courante à coder, sont aptes à, si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n184\\. \\- calculer la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données de ladite partition courante à l’exclusion dudit signe, \n\n185\\. \\- comparer ladite valeur calculée à la parité dudit signe, \n\n186\\. \\- modifier ou non au moins une des données modifiables de la partition courante en fonction du résultat de ladite comparaison, \n\n187\\. et en ce qu’il comprend des moyens (CE_CO) de codage des données de la partition comprenant ladite au moins une donnée modifiée sans le signe de ladite au moins une donnée modifiée, en cas de modification par lesdits moyens de traitement. \n\n188\\. 3\\. Procédé de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante (Bi) à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct et la donnée affectée du signe étant la première donnée non nulle de la partition courante à décoder, \n\n189\\. ledit procédé de décodage étant caractérisé en ce qu’un nombre des données de la partition courante (Bi) à décoder, qui sont susceptibles d'avoir été modifiés, est comparé avec un seuil prédéterminé, les données susceptibles d'avoir été modifiés comprenant les données de ladite partition courante à decoder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, et le seuil ayant une valeur de 4, et \n\n190\\. ledit procédé comprend, pour ladite partition courante, les étapes suivantes si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n191\\. \\- décodage (SD2, SD3) des données de ladite partition courante, a l'exclusion dudit signe, \n\n192\\. \\- calcul (SD4) de la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n193\\. \\- obtention, à partir de ladite valeur calculée, de la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur le signe est négatif. \n\n194\\. 4\\. Dispositif (DO) de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct et la donnée affectée du signe étant la première donnée non nulle de la partition courante à décoder, \n\n195\\. ledit dispositif de décodage étant caractérisé en ce qu’il comprend, pour ladite partition courante à décoder, des moyens de traitement (MTR_DO) qui sont aptes à comparer un nombre des données de la partition courante (Bi) à décoder, qui sont susceptibles d'avoir été modifiés, avec un seuil prédéterminé, les données susceptibles d'avoir été modifiés comprenant les données de ladite partition courante à decoder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, et le seuil ayant une valeur de 4, et \n\n196\\. en ce que les moyens de traitement (MTR_DO) sont aptes à, si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n197\\. \\- décoder les données de ladite partition courante, à l’exclusion dudit signe, \n\n198\\. \\- calculer la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n199\\. \\- obtenir, à partir de ladite valeur calculée, la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur la signe est négatif. \n\n200\\. 5\\. Programme d’ordinateur comportant des instructions pour mettre en oeuvre le procédé de codage selon la revendication 1, lorsque ledit procédé de codage est exécuté sur un ordinateur. \n\n201\\. 6\\. Programme d’ordinateur comportant des instructions pour mettre en oeuvre le procédé de décodage selon la revendication 4, lorsque ledit procédé de décodage est exécuté sur un ordinateur. \n\n202\\. Hilfsantrag VII vom 18. März 2024lautet: \n\n203\\. **Ansprüche für Hilfsantrag VII**\n\n204\\. (Reinschrift) \n\n205\\. 1\\. Procédé de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante (Bi) à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct et la donnée affectée du signe étant la première donnée non nulle de la partition courante à décoder, \n\n206\\. ledit procédé de décodage étant caractérisé en ce qu’il comprend, pour ladite partition courante, les étapes suivantes: \n\n207\\. \\- décodage (SD2, SD3) des données de ladite partition courante, à l’exclusion dudit signe, \n\n208\\. \\- calcul (SD4) de la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n209\\. \\- obtention, à partir de ladite valeur calculée, de la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur le signe est négatif. \n\n210\\. 2\\. Dispositif (DO) de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct et la donnée affectée au signe étant la première donnée non nulle de la partition courante à décoder, \n\n211\\. ledit dispositif de décodage étant caractérisé en ce qu’il comprend, pour ladite partition courante à décoder, des moyens de traitement (MTR_DO) qui sont aptes à: \n\n212\\. \\- décoder les données de ladite partition courante, à l’exclusion dudit signe, \n\n213\\. \\- calculer la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n214\\. \\- obtenir, à partir de ladite valeur calculée, la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur la signe est négatif. \n\n215\\. 3\\. Programme d’ordinateur comportant des Instructions pour mettre en oeuvre le procédé de décodage selon la revendication 1, lorsque ledit procédé de décodage est exécuté sur un ordinateur. \n\n216\\. Hilfsantrag VIII vom 18. März 2024lautet: \n\n217\\. **Ansprüche für Hilfsantrag VIII**\n\n218\\. (Reinschrift) \n\n219\\. 1\\. Procédé de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante (Bi) à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct, \n\n220\\. ledit procédé de décodage étant caractérisé en ce qu’un nombre des données de la partition courante à décoder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, est comparé avec un seuil prédéterminé (TSIG), et ledit procédé comprend, pour ladite partition courante, les étapes suivantes si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n221\\. \\- décodage (SD2, SD3) des données de ladite partition courante, à l’exclusion du-dit signe, \n\n222\\. \\- calcul (SD4) de la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n223\\. \\- obtention, à partir de ladite valeur calculée, de la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur le signe est négatif. \n\n224\\. 2\\. Dispositif (DO) de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct, \n\n225\\. ledit dispositif de décodage étant caractérisé en ce qu’il comprend, pour ladite partition courante à décoder, des moyens de traitement (MTR_DO) qui sont aptes à comparer un nombre des données de la partition courante à décoder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, avec un seuil prédéterminé (TSIG), et \n\n226\\. en ce que les moyens de traitement (MTR_DO) sont aptes à, si le nombre est supérieur au seuil: \n\n227\\. \\- décoder les données de ladite partition courante, à l’exclusion dudit signe, \n\n228\\. \\- calculer la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n229\\. \\- obtenir, à partir de ladite valeur calculée, la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur la signe est négatif. \n\n230\\. 3\\. Programme d’ordinateur comportant des instructions pour mettre en oeuvre le procédé de décodage selon la revendication 1, lorsque ledit procédé de décodage est exécuté sur un ordinateur. \n\n231\\. Hilfsantrag IX vom 18. März 2024lautet: \n\n232\\. **Ansprüche für Hilfsantrag IX**\n\n233\\. (Reinschrift) \n\n234\\. 1\\. Procédé de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante (Bi) à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct et la donnée affectée du signe étant la première donnée non nulle de la partition courante à décoder, \n\n235\\. ledit procédé de décodage étant caractérisé en ce qu’un nombre des données de la partition courante à décoder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, est comparé avec un seuil prédéterminé (TSIG), et ledit procédé comprend, pour ladite partition courante, les étapes suivantes si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n236\\. \\- décodage (SD2, SD3) des données de ladite partition courante, à l’exclusion dudit signe, \n\n237\\. \\- calcul (SD4) de la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n238\\. \\- obtention, à partir de ladite valeur calculée, de la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur le signe est négatif. \n\n239\\. 2\\. Dispositif (DO) de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct et la donnée affectée du signe étant la première donnée non nulle de la partition courante à décoder, \n\n240\\. ledit dispositif de décodage étant caractérisé en ce qu’il comprend, pour ladite partition courante à décoder, des moyens de traitement (MTR_DO) qui sont aptes à comparer un nombre des données de la partition courante à décoder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, avec un seuil prédéterminé (TSIG), et \n\n241\\. en ce que les moyens de traitement (MTR_DO) sont aptes à, si le nombre est supérieur au seuil: \n\n242\\. \\- décoder les données de ladite partition courante, à l’exclusion dudit signe, \n\n243\\. \\- calculer la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n244\\. \\- obtenir, à partir de ladite valeur calculée, la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur la signe est négatif. \n\n245\\. 3\\. Programme d’ordinateur comportant des instructions pour mettre en oeuvre le procédé de décodage selon la revendication 1, lorsque ledit procédé de décodage est exécuté sur un ordinateur. \n\n246\\. Hilfsantrag X vom 18. März 2024lautet: \n\n247\\. **Ansprüche für Hilfsantrag X**\n\n248\\. (Reinschrift) \n\n249\\. 1\\. Procédé de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante (Bi) à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct, \n\n250\\. ledit procédé de décodage étant caractérisé en ce qu’un nombre des données de la partition courante (Bi) à décoder, qui sont susceptibles d'avoir été modifiés, est comparé avec un seuil prédéterminé, les données susceptibles d'avoir été modifiés comprenant les données de ladite partition courante à decoder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, et ledit procédé comprend, pour ladite partition courante, les étapes suivantes si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n251\\. \\- décodage (SD2, SD3) des données de ladite partition courante, à l’exclusion dudit signe, \n\n252\\. \\- calcul (SD4) de la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n253\\. \\- obtention, à partir de ladite valeur calculée, de la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur le signe est négatif. \n\n254\\. 2\\. Dispositif (DO) de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct, \n\n255\\. ledit dispositif de décodage étant caractérisé en ce qu’il comprend, pour ladite partition courante à décoder, des moyens de traitement (MTR_DO) qui sont aptes à comparer un nombre des données de la partition courante (Bi) à décoder, qui sont susceptibles d'avoir été modifiés, avec un seuil prédéterminé, les données susceptibles d'avoir été modifiés comprenant les données de ladite partition courante à decoder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, et \n\n256\\. en ce que les moyens de traitement (MTR_DO) sont aptes à, si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n257\\. \\- décoder les données de ladite partition courante, à l’exclusion dudit signe, \n\n258\\. \\- calculer la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n259\\. \\- obtenir, à partir de ladite valeur calculée, la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur la signe est négatif. \n\n260\\. 3\\. Programme d’ordinateur comportant des instructions pour mettre en oeuvre le procédé de décodage selon la revendication 1, lorsque ledit procédé de décodage est exécuté sur un ordinateur. \n\n261\\. Hilfsantrag XI vom 18. März 2024lautet: \n\n262\\. **Ansprüche für Hilfsantrag XI**\n\n263\\. (Reinschrift) \n\n264\\. 1\\. Procédé de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante (Bi) à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct, \n\n265\\. ledit procédé de décodage étant caractérisé en ce qu’un nombre des données de la partition courante (Bi) à décoder, qui sont susceptibles d'avoir été modifiés, est comparé avec un seuil prédéterminé, les données susceptibles d'avoir été modifiés comprenant les données de ladite partition courante à decoder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, le seuil ayant une valeur de 4, et \n\n266\\. ledit procédé comprend, pour ladite partition courante, les étapes suivantes si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n267\\. \\- décodage (SD2, SD3) des données de ladite partition courante, à l’exclusion dudit signe, \n\n268\\. \\- calcul (SD4) de la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante. \n\n269\\. \\- obtention, à partir de ladite valeur calculée, de la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur le signe est négatif. \n\n270\\. 2\\. Dispositif (DO) de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct, \n\n271\\. ledit dispositif de décodage étant caractérisé en ce qu’il comprend, pour ladite partition courante à décoder, des moyens de traitement (MTR_DO) qui sont aptes à comparer un nombre des données de la partition courante (Bi) à décoder, qui sont susceptibles d'avoir été modifiés, avec un seuil prédéterminé, les données susceptibles d'avoir été modifiés comprenant les données de ladite partition courante à decoder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, le seuil ayant une valeur de 4, et \n\n272\\. en ce que les moyens de traitement (MTR_DO) sont aptes à, si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n273\\. \\- décoder les données de ladite partition courante, à l’exclusion dudit signe, \n\n274\\. \\- calculer la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n275\\. \\- obtenir, à partir de ladite valeur calculée, la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur la signe est négatif. \n\n276\\. 3\\. Programme d’ordinateur comportant des instructions pour mettre en oeuvre le procédé de décodage selon la revendication 1, lorsque ledit procédé de décodage est exécuté sur un ordinateur. \n\n277\\. Hilfsantrag XII vom 18. März 2024lautet: \n\n278\\. **Ansprüche für Hilfsantrag XII**\n\n279\\. (Reinschrift) \n\n280\\. 1\\. Procédé de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante (Bi) à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct et la donnée affectée du signe étant la première donnée non nulle de la partition courante à décoder, \n\n281\\. ledit procédé de décodage étant caractérisé en ce qu’un nombre des données de la partition courante (Bi) à décoder, qui sont susceptibles d'avoir été modifiés, est comparé avec un seuil prédéterminé, les données susceptibles d'avoir été modifiés comprenant les données de ladite partition courante à decoder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, le seuil ayant une valeur de 4, et \n\n282\\. ledit procédé comprend, pour ladite partition courante, les étapes suivantes si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n283\\. \\- décodage (SD2, SD3) des données de ladite partition courante, à l’exclusion dudit signe, \n\n284\\. \\- calcul (SD4) de la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n285\\. \\- obtention, à partir de ladite valeur calculée, de la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur le signe est négatif. \n\n286\\. 2\\. Dispositif (DO) de décodage d’un signal de données représentatif d’au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, une partition courante à décoder contenant des données dont au moins une donnée est affectée d’un signe, les données étant les coefficients de transformation direct et la donnée affectée du signe étant la première donnée non nulle de la partition courante à décoder, \n\n287\\. ledit dispositif de décodage étant caractérisé en ce qu’il comprend, pour ladite partition courante à décoder, des moyens de traitement (MTR_DO) qui sont \n\n288\\. aptes à comparer un nombre des données de la partition courante (Bi) à décoder, qui sont susceptibles d'avoir été modifiés, avec un seuil prédéterminé, les données susceptibles d'avoir été modifiés comprenant les données de ladite partition courante à decoder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, le seuil ayant une valeur de 4, et \n\n289\\. en ce que les moyens de traitement (MTR_DO) sont aptes à, si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n290\\. \\- décoder les données de ladite partition courante, à l’exclusion dudit signe, \n\n291\\. \\- calculer la valeur d’une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, \n\n292\\. \\- obtenir, à partir de ladite valeur calculée, la valeur dudit signe, si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur la signe est négatif. \n\n293\\. 3\\. Programme d’ordinateur comportant des instructions pour mettre en oeuvre le procédé de décodage selon la revendication 1, lorsque ledit procédé de décodage est exécuté sur un ordinateur. \n\n294\\. Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf den Akteninhalt verwiesen. \n\n## Entscheidungsgründe\n\n295\\. Die Klage, mit der der Nichtigkeitsgrund der fehlenden Patentfähigkeit nach Art. II § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 IntPatÜbkGi. V. m.Art. 138 Abs. 1 lit. a) EPÜ i. V. m. Art. 52 und 56 EPÜ, der Nichtigkeitsgrund der unzureichenden Offenbarung nach Art. II § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 IntPatÜbkG, Art. 138 Abs. 1 lit. b) EPÜ i. V. m. Art. 83 EPÜ und der Nichtigkeitsgrund der unzulässigen Erweiterung nach Art. II § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 IntPatÜbkG, Art. 138 Abs. 1 lit. c) EPÜ i. V. m. Art. 100 lit. c) EPÜ geltend gemacht wird, ist zulässig. \n\n296\\. Die Klage ist auch begründet. Das Streitpatent ist für nichtig zu erklären, weil es weder in der erteilten Fassung nach Hauptantrag noch in der Fassung eines der Hilfsanträge Bestand hat. \n\n**I.**\n\n297\\. **1.** Das Streitpatent betrifft die Codierung und Decodierung von digitalen Bildern (vgl. Streitpatentschrift **NK I** , Absatz [0001]). Es geht von Videocodierern aus, wie sie beispielsweise aus den Standards MPEG oder H.264 bekannt sind.Gemäß diesen Standards sind die zu codierenden Videobilder in Makroblöcke unterteilt, welche jeweils aus Blöcken bestehen, die durch Vorhersage von Intra- oder Inter-Bildern codiert werden (**NK I** , Absatz [0003]). Für jeden Block wird ein Restblock codiert, der dem ursprünglichen Block abzüglich einer Vorhersage entspricht. Die Restblöcke werden durch eine Transformation nach Art einer diskreten Kosinustransformation („DCT“) transformiert und danach quantisiert, so dass Koeffizienten erhalten werden, von denen einige positiv und andere negativ sind. Diese werden im Allgemeinen in einer Zickzack-Leseanordnung durchlaufen. Am Ende des Durchlaufs wird eine eindimensionale Liste mit Koeffizienten erhalten, die „quantisierter Rest“ genannt wird. Die Koeffizienten dieser Liste werden anschließend entropiecodiert (**NK I** , Absatz [0004]). \n\n298\\. Daneben werden auch die folgenden Informationen entropiecodiert (**NK I** , Absatz [0005]): \n\n299\\. · eine Information, die die Position des letzten von null verschiedenen Koeffizienten der Liste angibt; \n\n300\\. · für alle Koeffizienten, die vor dem letzten von null verschiedenen Koeffizientenliegen, eine Information, die angibt, ob einjeweiliger Koeffizient gleich null ist oder nicht; \n\n301\\. · für jeden von null verschiedenen Koeffizienten eine Information, die angibt, ob der Koeffizient gleich eins ist oder nicht; \n\n302\\. · für jeden von null und eins verschiedenen Koeffizienten, der vor dem letzten von null verschiedenen Koeffizienten liegt, der um zwei verminderte absolute Koeffizientenwert; \n\n303\\. · für jeden von null verschiedenen Koeffizienten dessen Vorzeichen, wobei „0“ einem positiven und „1“ einem negativen Vorzeichen entspricht. \n\n304\\. Zudem werden Informationen codiert, die für den verwendeten Codierungsmodus repräsentativ sind, z. B. der Vorhersagemodus (Inter-, Intra- oder Standardvorhersage) oder das verwendete Transformationsverfahren (wie etwa „DCT 4x4“, d. h. eine auf einem 4x4-Pixelgitter ausgeführte diskrete Kosinustransformation). Die codierten quantisierten Reste und die übrigen codierten Informationen eines Blocks bilden ein Datensignal, das an den Decodierer übertragen wird (**NK I** , Absatz [0006]). \n\n305\\. In der Streitpatentschrift wird ferner ausgeführt, dass aus dem Stand der Technik ein Verfahren zum „Verbergen von Daten“ („Data Hiding“) vorgeschlagen worden sei, bei dem die Codierung eines sogenannten „Konkurrenzindex“ -beispielsweise des Index „MVComp“, der einem im Inter-Vorhersagemodus codierten Block zugeordnet ist und den Wert 0 oder 1 haben kann-in Form eines separaten Bestandteils des Datensignals vermieden wird. Dazu wird der Wert des Konkurrenzindex in der Summe der Transformationskoeffizientendes quantisierten Rests des Blocks „verborgen“, d. h. durch die Parität dieser Summe implizit ausgedrückt. In diesem Zusammenhang meint Parität die Eigenschaft einer ganzen Zahl, gerade oder ungerade zu sein. Eine gerade Summe (gerade Parität) der Koeffizienten stellt eine 0 dar, eine ungerade Summe eine 1. Die Parität der Summe kann dem zu repräsentierenden Wert (0 oder 1) entweder entsprechen oder nicht. Im zweiten Fall ist es notwendig, mindestens einen Transformationskoeffizienten durch Addition oder Subtraktion eines ungeraden Zahlenwerts (z. B.von 1, 3 oder 5) zu modifizieren, damit eine ungerade Summe der Transformationskoeffizienten gerade wird oder umgekehrt. Der Decodierer bestimmt dann die Parität der Summe der aus dem Datensignal rekonstruierten Transformationskoeffizienten und erhält dadurch den „verborgenen“ Wert des Konkurrenzindex(**NK I** , Absätze [0010], [0011]). \n\n306\\. **2.** Das Streitpatent kritisiert, dass bei diesem bekannten Verfahren die modifizierten Koeffizienten nicht immer optimal ausgewählt werden, so dass die Modifikationen in dem Datensignal, das an den Decodierer übermittelt wird, Störungen hervorrufen und der Effizienz der Videokompression schaden. Zudem seien die Reduktion der Signalisierungskosten und die Kompressionseffizienz nicht optimal, weil der Konkurrenzindex MVComp die Werte 0 und 1 nicht mit gleicher Wahrscheinlichkeit annehme. Daher sei die eingesparte Datenmenge kleiner als ein Bit pro Index MVComp, wohingegen in der Parität des quantisierten Rests aber ein (ganzes) Bit pro Index übertragen werden könne (**NK I** , Absatz [0011]). \n\n307\\. Hiervon ausgehend macht es sich das Streitpatent zur **Aufgabe** , diese Nachteile des Standes der Technik zu beheben (**NK I** , Absatz [0012]). \n\n308\\. **3.** Erfindungsgemäß soll diese Aufgabe gelöst werden durch ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung zum Codieren wenigstens eines in Partitionen unterteilten Bildes nach Patentanspruch 1 bzw. Patentanspruch 2, ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung zum Decodieren eines Datensignals nach Patentanspruch 3 bzw. Patent-anspruch 4, sowie durch ein „Rechnerprogramm, das Befehle enthält, um das Codierungsverfahren nach Anspruch 1 auszuführen “gemäß Patentanspruch 5 und ein „Rechnerprogramm, das Befehle enthält, um das Decodierungsverfahren nach Anspruch 4 auszuführen “gemäß Patentanspruch 6. \n\n309\\. Die Merkmale der Patentansprüche 1 bis 6 können wie folgt gegliedert werden (mit angepasster Übersetzung und nach Korrektur eines grammatikalischen Fehlers in Patentanspruch 4): \n\n310\\. Patentanspruch 1: \n\n311\\. \n\nAnspruch 1 Übersetzung M1.1 Procédé de codage d´au moins une image découpée en partitions, Verfahren zum Codieren wenigstens eines in Partitionen unterteilten Bildes, M1.2 une partition courante (Bi) à coder contenant des données wobei eine zu codierende aktuelle Partition (Bi) Daten enthält, M1.2.1 dont au moins une donnée est affectée d´un signe, wovondenenwenigstens ein Datenelement mit einem Vorzeichen behaftet ist, M1.2.2 les données étant des coefficients de transformation direct, wobei die Daten Koeffizienten einer direkten Transformation sind, M1.2.3 ledit procédé de codage étantcaractérisé en cequ´il met en oeuvre, pour ladite partition courante, les étapes suivantes: wobei das Codierungsverfahrendadurch gekennzeichnet ist, dasses für diese aktuelle Partition die folgenden Schritteausführtumsetzt: M1.3 calcul (S3) de la valeur d'une fonction représentative de la parité de la somme des données de ladite partition courante Berechnen (S3) des Wertes einer Funktion, die die Parität der Summe der Daten der aktuellen Partitionrepräsentiert, M1.3.1 à l'exclusion dudit signe soit caché, unter Ausschluss des Vorzeichens, dasverdecktverborgen werden soll,ist,repräsentiert, M1.4 comparaison (S4) de ladite valeur calculée à la parité dudit signe, Vergleichen (S4) des berechneten Wertes mit der Parität des Vorzeichens, M1.5 en fonction du résultat de ladite comparaison, modification (S5) ou non d'au moins une des données de la partition courante, in Abhängigkeit vom Ergebnis des Vergleichens Modifizieren (S5) odernichtNicht-Modifizieren wenigstens eines der Datenelemente der aktuellen Partition, M1.6 en cas de modification, codage (S20) des données de la partition comprenant ladite au moins une donnée modifiée im Fall des Modifizierens Codieren (S20) der Daten der Partition, die das wenigstens eine modifizierte Datenelement enthält, M1.6.1 sans le signe de ladite au moins une donnée modifiée. ohne das Vorzeichen des wenigstens einen modifizierten Datenelements.\n\n312\\. Patentanspruch 2: \n\n313\\. \n\nAnspruch 2 Übersetzung M2.1 Dispositif de codage (CO) d´au moins une image découpée en partitions, Vorrichtung (CO) zum Codieren wenigstens eines in Partitionen unterteilten Bildes, M2.2 une partition courante à coder contenant des données wobei eine zu codierende aktuelle Partition Daten enthält, M2.2.1 dont au moins une donnée est affectée d´un signe, wovondenenwenigstens ein Datenelement mit einem Vorzeichen behaftet ist, M2.2.2 les données étant des coefficients de transformation direct, wobei die DatendieKoeffizienten einer direkten Transformation sind, ledit dispositif étantcaractérisé en ce qu´ wobei die Vorrichtungdadurch gekennzeichnet ist, dass M2.2.3 il comprend des moyens d´traitement (MTR_CO) qui, pour ladite partition courante à coder, sont aptes à: sie Verarbeitungsmittel (MTR_CO) umfasst, die für diese zu codierende aktuelle Partition dafür ausgelegt sind:, M2.3 calculer la valeur d'une fonction représentative de la parité de la somme des données de ladite partition courante den Wert einer Funktion, die die Parität der Summe der Daten der aktuellen Partition repräsentiert,unter Ausschluss des Vorzeichenszu berechnen, M2.3.1 à l'exclusion dudit signe, unter Ausschluss des Vorzeichens, M2.4 comparer ladite valeur calculée à la parité dudit signe, den berechneten Wert mit der Parität des Vorzeichens zu vergleichen, M2.5 modifier ou non au moins une des données de la partition courante en fonction du résultat de ladite comparaison, wenigstens eines der Datenelemente der aktuellen Partition in Abhängigkeit vom Ergebnis des Vergleichens zu modifizieren oder nicht zu modifizieren, en ce qu´ und dass M2.6 il comprend des moyens (CE_CO) de codage des données de la partition comprenant ladite au moins une donnée modifiée sans le signe de ladite au moins une donnée modifiée, en cas de modification par lesdits moyens de traitement. sie Mittel (CE_CO) umfasst, um im Fall des Modifizierens durch die Verarbeitungsmittel Daten der Partition, die das wenigstens eine modifizierte Datenelement enthält, ohne das Vorzeichen des wenigstens einen modifizierten Datenelements zu codieren.\n\n314\\. Patentanspruch 3: \n\n315\\. \n\nAnspruch 3 Übersetzung M3.1 Procédé de décodage d'un signal de données représentatif d'au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, Verfahren zum Decodieren eines Datensignals, dasswenigstens ein in Partitionen unterteiltes Bild repräsentiert, das vorher codiert worden ist, M3.2 une partition courante (Bi) à décoder contenant des données wobei eine zu decodierende aktuelle Partition (Bi) Daten enthält, M3.2.1 dont au moins une donnée est affectée d´un signe, wovondenenwenigstens ein Datenelement mit einem Vorzeichen behaftet ist, M3.2.2 les données étant les coefficients de transformation direct, wobei die Daten die Koeffizienten einer direkten Transformation sind, M3.2.3 ledit procédé de décodage étantcaractérisé en cequ´il comprend, pour ladite partition courante, les étapes suivantes: wobei das Decodierungsverfahrendadurch gekennzeichnet ist, dasses für die aktuelle Partition die folgenden Schritte umfasst: M3.3 décodage (SD2, SD3) des données de ladite partition courante, à l'exclusion dudit signe, Decodieren (SD2, SD3) von Daten der aktuellen Partition unter Ausschluss des Vorzeichens, M3.4 calcul (SD4) de la valeur d'une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, Berechnen (SD4) des Wertes einer Funktion, die die Parität der Summe derdiecodierten Daten der aktuellen Partition repräsentiert, M3.5 obtention, à partir de ladite valeur calculée, de la valeur dudit signe, anhand des berechneten Wertes Erhalten des Wertes des Vorzeichens, M3.5.1 si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif wobei, falls die Parität der Summe der Daten einen ersten Wert hat, das Vorzeichen positiv ist M3.5.2 et si la parité de la somme des données a une deuxième valeur le signe est négatif. und, falls die Parität der Summe der Daten einen zweiten Wert hat, das Vorzeichen negativ ist.\n\n316\\. Patentanspruch 4: \n\n317\\. \n\nAnspruch 4 Übersetzung M4.1 Dispositif (DO) de décodage d´un signal de données représentatif d´au moins une image découpée en partitions qui a été précédemment codée, Vorrichtung (DO) zum Decodieren eines Datensignals, das wenigstens ein in Partitionen unterteiltes Bild repräsentiert, das vorherim Vorauscodiert worden ist, M4.2 une partition courante à decoder contenant des données wobei eine zu decodierende aktuelle Partition Daten enthält, M4.2.1 dont au moins une donnée est affectée d´un signe, wovondenenwenigstens ein Datenelement mit einem Vorzeichen behaftet ist, M4.2.2 les données étant les coefficients de transformation direct, wobei die Daten die Koeffizienten einer direkten Transformation sind, ledit dispositif de décodage étantcaractérisé en ce qu´ wobei die Decodierungsvorrichtungdadurch gekennzeichnet ist, dass M4.2.3 il comprend, pour ladite partition courante à décoder, des moyens d´traitement (MTR_DO) qui sont aptes à: sie für die aktuelle zu decodierende Partition Verarbeitungsmittel (MTR_DO) umfasst, die dafür ausgelegt sind: M4.3 décoder les données de ladite partition courante, à l'exclusion dudit signe, die Daten der aktuellen Partition unter Ausschluss des Vorzeichens zu decodieren, M4.4 calculer la valeur d'une fonction représentative de la parité de la somme des données décodées de ladite partition courante, den Wert einer Funktion zu berechnen, die die Parität der Summe der decodierten Daten der aktuellen Partition repräsentiert, M4.5 obtenir, à partir de ladite valeur calculée, la valeur dudit signe, anhand des berechneten Wertes den Wert des Vorzeichens zu erhalten, M4.5.1 si la parité de la somme des données a une première valeur le signe est positif wobei, falls die Parität der Summe der Daten einen ersten Wert hat, das Vorzeichen positiv ist M4.5.2 et si la parité de la somme des données a une deuxième valeurlalesigne est négatif. und, falls die Parität der Summe der Daten einen zweiten Wert hat, das Vorzeichen negativ ist.\n\n318\\. Patentanspruch 5: \n\n319\\. \n\nAnspruch 5 Übersetzung M5.1 Programme d´ordinateur comportant des instructions pour mettre en oeuvre le procédé de codage selon la revendication 1, Rechnerprogramm, das Befehle enthält, um das Codierungsverfahren nach Anspruch 1 auszuführen, M5.2 lorsque ledit procédé de codage est exécuté sur un ordinateur. wenn das Codierungsverfahren auf einem Rechner ausgeführt wird.\n\n320\\. Patentanspruch 6: \n\n321\\. \n\nAnspruch 6 Übersetzung M6.1 Programme d´ordinateur comportant des instructions pour mettre en oeuvre le procédé de décodage selon la revendication 4, Rechnerprogramm, das Befehle enthält, um das Decodierungsverfahren nach Anspruch 4 auszuführen, M6.2 lorsque ledit procédé de décodage est exécuté sur un ordinateur. wenn das Decodierungsverfahren auf einem Rechner ausgeführt wird.\n\n322\\. **4.** Als zuständiger **Durchschnittsfachmann** , der vorliegend mit der Aufgabe betraut wird, die zu übertragende Datenmenge für codierte Videos zu verringern und eine effizientere Decodierung zu ermöglichen, ohne große Störungen in den decodierten Bilddaten hervorzurufen, ist ein Hochschulabsolvent aus dem Bereich der Informationstechnik, Informatik oder Elektrotechnik mit mehrjähriger Berufserfahrung auf dem Gebiet der Entwicklung von digitalen Videocodier- und -decodierverfahren anzusehen, der mit den dabei zum Einsatz kommenden Techniken und den wichtigen Standards vertraut ist und dem insbesondere die im Rahmen der Standardisierungsprozesse diskutierten Beiträge zur Weiterentwicklung bestehender Standards bekannt sind. \n\n323\\. **5.** Zur Lehre des Streitpatents \n\n324\\. Die eigentliche Leistung des Streitpatents liegt darin, mittels eines (an sich bekannten) Data-Hiding-Verfahrens Vorzeichen der zu übertragenden Transformationskoeffizienten zu verbergen (vgl. **NK I** , Absatz [0012]). Diese Vorzeichen bieten sich in besonderer Weise an, verborgen zu werden, weil bei den Transformationskoeffizienten positive und negative Vorzeichen mit gleicher Wahrscheinlichkeit auftreten, so dass beim Verbergen eines Vorzeichens jeweils ein ganzes Bit eingespart wird und daher die Signalisierungskosten erheblich reduziert werden können (vgl. **NK I** , Absatz [0013]). \n\n325\\. **5.1** Zum erteilten Patentanspruch 1 \n\n326\\. **5.1.1** Das Codierverfahren nach dem Patentanspruch 1 des Streitpatents betrifft wenigstens ein „in Partitionen unterteiltes“ (digitales) Bild (Merkmal **M1.1**). Absatz [0020] der Streitpatentschrift ist zu entnehmen, dass der Begriff „Partition“ eine Codierungseinheit bezeichnet, wie sie etwa aus dem HEVC\u002FH.265-Standard bekannt ist, d. h. einen rechteckigen Block, der aus einzelnen Pixeln zusammengesetzt ist. \n\n327\\. Gemäß den Merkmalen**M1.2** und **M1.2.2** soll eine zu codierende aktuelle Partition Koeffizienten einer „direkten“ Transformation enthalten. Unter einer derartigen Transformation versteht der Fachmann eine (Vorwärts-)Transformation in einen anderen Raum (z. B.eine herkömmliche diskrete Kosinustransformation (DCT) aus dem Ortsraum in den Frequenzraum), die durch eine entsprechende inverse Transformation rückgängig gemacht werden kann (vgl. **NK I** , Absätze [0081], [0186]; s. auch **ES4** , Seite 599, rechte Spalte, erster vollständiger Absatz sowie Seite 600, linke Spalte, letzter Absatz i. V. m. Figur 1). Ein „Koeffizient einer direkten Transformation“ ist somit ein Koeffizient, der aus einer solchen Transformation hervorgegangen ist (wie etwa ein quantisierter DCT-Koeffizient). Merkmal **M1.2.1** legt die Menge der Koeffizienten dahingehend fest, dass wenigstens einer der Koeffizienten mit einem Vorzeichen behaftet - also von null verschieden -sein soll. Dem Fachmann ist geläufig, dass das (positive oder negative) Vorzeichen eines Koeffizienten üblicherweise mittels eines separaten 1-bit-wertigen Syntaxelements codiert wird (vgl. das auf den Seiten 45 und 77 des Standardisierungsbeitrags **NK 9** angegebene Syntaxelement „coeff_sign_flag[n]“). \n\n328\\. Weiterhin soll das beanspruchte Codierverfahren für die aktuelle Partition mehrere Schritte umsetzen, die in den Merkmalen **M1.3** bis **M1.6.1** beschrieben sind (Merkmal **M1.2.3**): \n\n329\\. **5.1.2** So soll zunächst der Wert einer Funktion berechnet werden, die die Parität der Summe der Daten der aktuellen Partition repräsentiert (Merkmal **M1.3**). \n\n330\\. Die Parität dieser Summe bezeichnet die Eigenschaft der Summe, einen geraden oder ungeraden Zahlenwert zu haben.In diesem Sinne spricht das Streitpatent von einer Summe quantisierter Koeffizienten, die bei einem geraden Zahlenwert mit dem Wert „0“ des MVComp-Index und bei einem ungeraden Zahlenwert mit dem Wert „1“ des MVComp-Indexverknüpft wird (vgl. **NK I** , Absatz [0011], Spalte 3, Zeilen 9 bis 13). \n\n331\\. Parität kann auch als eine Eigenschaft des das Vorzeichen codierenden Bits oder Syntaxelements aufgefasst werden, gleich null (positives Vorzeichen) oder gleich eins (negatives Vorzeichen) zu sein (vgl. **NK I** , z. B. Absatz [0037] - „ *Dans l´exemple proposé, ladite convention est telle qu´un signe positif est associé à un bit de valeur égale à zéro, tandis qu´un signe négatif est associé à un bit de valeur égale à un* ”). \n\n332\\. Wie die Parität berechnet bzw. welche Funktion hierzu angewendet wird, legt Merkmal **M1.3** nicht fest. Ebensowenig verlangt dieses Merkmal, dass durch Auswertung der Funktion unmittelbar der Wert der Parität (also „0“ oder „1“) erhalten wird. Vielmehr kann im Ablauf des Verfahrens auch eine andere Darstellung verwendet werden, welche für die Parität steht bzw. diese repräsentiert. \n\n333\\. **5.1.3** Gemäß Merkmal **M1.3.1** erfolgt das Berechnen des in Merkmal **M1.3** genannten Funktionswertes unter der durch die Angabe „à l'exclusion dudit signe soit caché” umschriebenen Bedingung. Laut der Übersetzung des Patentanspruchs 1 in der Streitpatentschrift soll darunter ein Berechnen zu verstehen sein, welches unter Ausschluss des Vorzeichens erfolgt, das „verdeckt ist“. \n\n334\\. **a)** Es erscheint jedoch nicht sinnvoll, den Funktionswert aus Merkmal **M1.3** anhand eines Vorzeichens zu berechnen, das bereits „verdeckt“ bzw. verborgen ist. \n\n335\\. Denn der anspruchsgemäße Vorgang des Verbergens des Vorzeichens ist erst mit Merkmal **M1.5** abgeschlossen; die Berechnung des zuvor in Merkmal **M1.3** genannten Funktionswerts ist gerade eine Voraussetzung hierfür. Dies ist auch damit in Einklang, dass die Beschreibung des Streitpatents nur im Zusammenhang mit dem Schritt der Entropiecodierung davon spricht, dass ein Vorzeichen ausgeschlossen wird (vgl. **NK I** , Absätze [0038], [0039], [0047], [0048], [0061], [0064], [0100], [0101], [0111], [0112], [0128], [0131]), und dieser Entropiecodierungsschritt - bei ihm wird das verborgene Vorzeichen gerade nicht codiert - erst nach den Schritten der Berechnung des Funktionswerts und der Modifikation der Datenelemente ausgeführt wird (vgl. Figuren 1 und 3 - die Schritte S3 und S5 bzw. C8 und C10 sind kein Bestandteil der Entropiecodierung, welche erst in den Schritten S20 bzw. C20 erfolgt). \n\n336\\. **b)** Zwar könnte bei einem Vorzeichen, dessen Parität keine Modifikation der Koeffizienten zur Folge hat (weil diese Parität mit der Parität der Koeffizientensumme bereits übereinstimmt), davon gesprochen werden, dass das Vorzeichen bereits bei der Berechnung des Funktionswerts „verborgen ist“ (vgl. Merkmal **M1.3**). Gegen ein Verständnis von Merkmal **M1.3.1** , gemäß dem Merkmal **M1.3** lediglich auf den Ausschluss solcher Vorzeichen beschränkt ist, spricht allerdings deutlich, dass die Merkmale **M1.5** \u002F**M1.6** \u002F**M1.6.1** gerade den Fall des Modifizierens miteinschließen. \n\n337\\. **c)** Daherist - gerade auch im Hinblick auf den Gesamtzusammenhang der streitpatentgemäßen Lehre - eine Interpretation des Subjonctif „soit caché“ in Merkmal **M1.3.1** sinnvoll, gemäß der der Funktionswert unter Ausschluss eines Vorzeichens berechnet wird, das verborgen werden soll. Dieses Vorzeichen gehört zu einem Datenelement aus der Menge vorzeichenbehafteter Datenelemente, auf die Merkmal **M1.2.1** mit der Angabe „wenigstens ein Datenelement“ implizit Bezug nimmt. \n\n338\\. Ein derartiges Berechnen des Funktionswertes wird aus Sicht des Fachmanns z. B. dann vorgenommen, wenn die Summe der Koeffizienten modulo 2 - d. h. die Parität dieser Summe - berechnet wird und dabei nur der Betrag des verborgenen Datenelements berücksichtigt wird, nicht aber dessen Vorzeichenbit.Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn sämtliche Vorzeichenbits allervorzeichenbehafteten Datenelemente bei der Berechnung der Summe weggelassen und nur die Beträge dieser Datenelemente addiert werden. \n\n339\\. Denn dem Fachmann ist geläufig, dass die Parität einer Summe invariant gegenüber Vorzeichenänderungen bei den einzelnen Summanden ist und daher auch ohne die Werte eines oder mehrerer Vorzeichen der Summanden berechnet werden kann. So ergibt sich beispielsweise für die in Absatz [0093] der Streitpatentschrift genannte Liste SE1 = (+9, -7, 0, 0, +1, 0, -1, +2, 0, 0, +1) unabhängig davon, ob die Datenelemente der Liste unter Ausschluss ihres Vorzeichens aufsummiert werden oder nicht, für die Summe der Datenelemente jeweils ein ungerader Wert (5 bei Einbeziehen des Vorzeichens, 21 bei Ausschluss aller Vorzeichen, und beispielsweise 19 bzw. 7 bei Ausschluss des negativen Vorzeichens des zweiten bzw. siebten Koeffizienten). Entsprechendes gilt für die modifizierte Liste SEm1 = (+9, -6, 0, 0, +1, 0, -1, +2, 0, 0, +1), für die sich jeweils ein gerader Summenwert ergibt. \n\n340\\. Da nur von null verschiedene Koeffizienten ein Vorzeichen besitzen, das verborgen werden kann, muss eine Vereinbarung zwischen Codierer und Decodierer darüber bestehen, zu welchem (von null verschiedenen) Koeffizienten einer Partition ein zu verbergendes Vorzeichen gehören soll. \n\n341\\. **d)** Entsprechendes gilt auch für Ausführungsformen, bei denen mindestens zwei Vorzeichen codiert werden. \n\n342\\. Dabei ist festzuhalten, dass in der Parität einer Summe von Daten - also in einer zweiwertigen Information - streng genommen nur genau ein Vorzeichen verborgen werden kann, wenn ansonsten keine zusätzlichen Vereinbarungen getroffen werden. Dies bedeutet somit, dass für alle Ausführungsbeispiele, die die Übertragung mehrerer Vorzeichen betreffen (vgl.**NK I** , Absätze [0055] bis [0064], [0119] bis [0131]), Anpassungen vorgenommen werden müssen. Das Streitpatent schlägt in Hinblick auf das Verbergen mehrerer Vorzeichen die Verwendung der Funktion „Summe der Datenelemente modulo 2N“ („la somme modulo 2N des données“, vgl. **NK I** , Absätze [0061], [0128]) vor, deren Werte für N = 2 gemäß den Absätzen [0059] und [0060] der Streitpatentschrift insgesamt vier verschiedene Kombinationen zweier aufeinanderfolgender Vorzeichen zugeordnet sind. Weil die möglichen Werte (0, 1, 2 und 3) dieser Funktion selbst die Eigenschaft haben, in Übereinstimmung mit der zugehörigen Summenparität geradzahlig oder ungeradzahlig zu sein, steht jeder einzelne Wert zugleich für die Parität der Summe der Koeffizienten, so dass die Funktion die Parität repräsentiert. Insoweit ergibt es durchaus Sinn, den mittels der Funktion „Summe der Datenelemente modulo 2N“ ermittelten Wert bzw. die sich daraus gemäß Vereinbarung ergebenden Vorzeichenfolgen mit mehreren zu verbergenden digitalen Informationen bzw. Vorzeichen zu vergleichen und gegebenenfalls mehrere Koeffizienten zu modifizieren. Die Gesamtheit der Koeffizienten wird dann natürlich ohne die zu verbergenden digitalen Informationen codiert. \n\n343\\. **5.1.4** Merkmal **M1.4** verlangt, dass der in den Merkmalen **M1.3** \u002F**M1.3.1** berechnete Funktionswert mit der Parität des in Merkmal **M1.3.1** angesprochenen - zu verbergenden - Vorzeichens verglichen wird. Ein solcher Vergleich wird z. B. dann realisiert, wenn überprüft wird, ob der berechnete Funktionswert dem Vorzeichen eines Elements einer Liste entspricht, die digitale Informationen enthält, die einer Entropiecodierung unterzogen werden sollen (**NK I** , Figur 1 i. V. m. Absatz [0036] - *„… le module de traitement MTR_CO vérifie si la parité de la valeur du signe à cacher correspond à la parité de la somme des données de la liste D* *1* ”). \n\n344\\. **5.1.5** In Abhängigkeit vom Ergebnis dieses Vergleichs wird gemäß Merkmal **M1.5** wenigstens eines der Datenelemente der aktuellen Partition modifiziert oder nicht modifiziert. \n\n345\\. **a)** Eine Modifikation genau eines Datenelements wird in der Streitpatentschrift in den Absätzen [0040] bis [0046] am Beispiel der Liste D1 und in den Absätzen [0103] bis [0110] am Beispiel der Liste SE1=(+9, -7, 0, 0, +1, 0, -1, +2, 0, 0, +1) erläutert. Die Modifikation wird dabei in Schritt S5 bzw. C10 vorgenommen. \n\n346\\. Bei beiden Beispielen kann das modifizierte Datenelement ausgewählt werden, indem zunächst +1 oder -1 zu jedem modifizierbaren Datenelement der Liste hinzugefügt und anschließend eine dieser Modifikationen nach einem vorbestimmten Kriterium ausgewählt wird (**NK I** , Absätze [0044], [0105]). Dieses kann ein „rate-distortion“-Kriterium sein (Absätze [0106], [0107]), welches üblicherweise verwendet wird, um einen Ausgleich zwischen der Anzahl der pro Zeiteinheit an den Decodierer übertragenencodierten Bits(d. h. der Bitrate) und der aus der Modifikationresultierenden Bildverzerrung zu erzielen. \n\n347\\. Im zweiten Beispiel soll das Vorzeichen des ersten von null verschiedenen Elements der Liste SE1 verborgen werden, d. h. das (positive) Vorzeichen der Zahl +9. Da die Summe der Listenelemente den Wert 5 und damit eine ungerade Parität besitzt, das zu verbergende Vorzeichen aber positiv ist, wird das zweite von null verschiedene Listenelement -7 durch Addition von +1 abgeändert, so dass sich der modifizierte Wert -6 und eine modifizierte Liste SEm1=(+9, -6, 0, 0, +1, 0, -1, +2, 0, 0, +1) ergibt (vgl. **NK I** , Absätze [0107], [0108] - die dort angegebene Liste SEm1 enthält mit dem Wert „+6“ einen offensichtlichen Fehler). Die Summe der Listenelemente ist jetzt gleich +6 und weist somit eine gerade Parität auf, die der Parität des zu verbergenden positiven Vorzeichens entspricht. \n\n348\\. Somit wird im zweiten Beispiel nicht der Koeffizient modifiziert, dessen Vorzeichen verborgen werden soll; jedoch ergibt sich aus Absatz [0093] der Streitpatentschrift unmittelbar, dass jeder der aus elf Koeffizienten bestehenden Liste SE1 modifizierbar ist (siehe „ *la sous-liste SE* *1* *obtenue est telle que SE* *1* *= (9, -7, 0, 0, 1, 0, -1, 2, 0, 0, 1). En conséquence, onze coefficients modifiables sont obtenus […]* “), so dass eine „rate-distortion“-Optimierung auch zur Modifikation des ersten Koeffizienten der Liste - und damit des ersten von null verschiedenen Koeffizienten der zu codierenden aktuellen Partition -geführt haben könnte. \n\n349\\. **b)** Dass bei mehreren zu verbergenden Vorzeichen mehrere Koeffizienten modifiziert werden müssen, ist für den Fachmann offensichtlich und ergibt sich auch aus den Absätzen [0062] und [0129] der Streitpatentschrift (siehe „ *modification* *d'au moins une* *donnée modifiable* “, „ *modification* *d'au moins un* *coefficient modifiable* “). \n\n350\\. **5.1.6** Im Fall des Modifizierens werden die Daten der Partition codiert, die das wenigstens eine modifizierte Datenelement enthält (Merkmal **M1.6**). Bei der Codierung handelt es sich üblicherweise um eine Entropiecodierung (vgl. **NK I** , Figur 1, Schritt S20; Figur 3, Schritt C20). \n\n351\\. **5.1.7** Gemäß Merkmal **M1.6.1** soll diese Codierung ohne das Vorzeichen des wenigstens einen modifizierten Datenelements vorgenommen werden („codage […] sans le signe de ladite au moins une donnée modifiée”). Das bedeutet, dass das Datenelement, dessen Vorzeichen verborgen werden soll, mit dem Datenelement zusammenfällt, welches modifiziert wird. \n\n352\\. **a)** Dieser im Streitpatent nicht ausdrücklich angesprochene Fall wird von den in den Absätzen [0016] bis [0054] bzw. [0055] bis [0131] der **NK I** beschriebenen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung erfasst. \n\n353\\. So kann nach Absatz [0032] das Vorzeichen eines beliebigen(vorzeichenbehafteten) Datenelements verborgen werden. Ferner ist es aus fachmännischer Sicht selbstverständlich, dass die in Absatz [0044] beschriebene Prüfung unterschiedlicher Modifikationen modifizierbarer Datenelemente für bestimmte Bildinhalte bzw. Partitionen ohne Weiteres ergeben kann, dass die Modifikation desjenigen Datenelements am günstigsten ist, dessen Vorzeichen verborgen werden soll, solange die Modifikation nicht zu Decodierungsfehlern führt. Derartige Fehler können sich nach Absatz [0046] der Streitpatentschrift ergeben, wenn eine Modifikation des ersten von null verschiedenen Datenelements dazu führt, dass dieses den Wert null hat; in diesem Fall würde der Decodierer das decodierte Vorzeichen nicht dem Datenelement zuweisen, dem es codiererseitig zugeordnet ist. \n\n354\\. Entsprechendes gilt auch für die in den Absätzen [0055] bis [0131] der **NK I** beschriebene Ausführungsform. Zwar wird dort der zweite Koeffizient „-7“ modifiziert und nicht der erste Koeffizient „+9“, dessen Vorzeichen verborgen werden soll (s. o. sowie **NK I** , Absätze [0089], [0108], [0110]). Um das in Absatz [0106] angesprochene „rate-distortion“-Kriterium anzuwenden und dadurch zur Auswahl des zweiten Koeffizienten unter Berücksichtigung der mit verschiedenen Modifikationen verbundenen Bitraten und Verzerrungen zu gelangen, müssen Codiervorgänge durchgeführt werden, bei dem jeder modifizierbare Koeffizient modifiziert (vgl. Absatz [0105] - „il est procédé à l'ajout de +1 ou -1 à chaque coefficient modifiable“) und die zugehörige Partition anschließend codiert wird.Da der erste von null verschiedene Koeffizient („+9“)nach Absatz [0093] ein modifizierbarer Koeffizient ist, muss also auch dieser im Rahmen der „rate-distortion“-Optimierung modifiziert und die daraufhin erhaltene Partition codiert werden. \n\n355\\. **b)** Gemäß dem vorstehend unter a) beschriebenen Vorgehen fällt der Koeffizient, dessen Vorzeichen verborgen werden soll, nicht immer mit dem modifizierten Koeffizienten zusammen, sondern nur für bestimmte Bildinhalte bzw. Partitionen. Da Patentansprüche im Zweifel so auszulegen sind, dass sämtliche Ausführungsbeispiele zu ihrer Ausfüllung herangezogen werden können (vgl. BGH, Urteil vom 2. Juni 2015, X ZR 103\u002F13 -*Kreuzgestänge*), verbleibt für die von der Klägerin vertretene Auslegungsvariante, gemäß der Patentanspruch 1 vorgeben soll, dass das Datenelement, dessen Vorzeichen verborgen wird, für jede zu codierende aktuelle Partition - also „stets“ - modifiziert werden muss, kein Raum. Für diese Variante liefern die Beschreibung des Streitpatents wie auch die Figuren keinerlei Anhaltspunkte. \n\n356\\. **c)** Der Senat interpretiert Merkmal **M1.6.1** daher derart, dass das Datenelement, das modifiziert wird, von Fall zu Fall- also für bestimmte Partitionendes in Merkmal **M1.1** angesprochenen Bildes - mit dem vorab bestimmten Datenelement zusammenfällt, dessen Vorzeichen verborgen werden soll, aber nicht für jede beliebige Partition dieses Bildes mit diesem Datenelement identisch sein muss. \n\n357\\. Für diese Lesart spricht auch, dass der Wortlaut des erteilten Patentanspruchs 1 lediglich verlangt, dass das beanspruchte Codierverfahren zum Codieren eines in Partitionen unterteilten Bildes geeignet sein soll (vgl. Merkmal **M1.1**), und dieses Erfordernis bereits dann erfüllt ist, wenn die Verfahrensschritte der Merkmale **M1.2.3** bis **M1.6.1** für eine einzige zu codierende Partition dieses Bildes mit Erfolg ausgeführt werden können. \n\n358\\. **5.2** Zum erteilten Patentanspruch 2 \n\n359\\. Die Merkmale **M2.1** bis **M2.2.3** des auf eine Vorrichtung gerichteten erteilten Patentanspruchs 2 unterscheiden sich im Wesentlichen durch einen Kategoriewechsel von den Merkmalen **M1.1** bis **M1.2.3** des erteilten Patentanspruchs 1.Die weiteren Merkmale **M2.3** bis **M2.6** entsprechen den Merkmalen **M1.3** bis **M1.6.1** (wobei in Merkmal **M2.3.1** der in Merkmal **M1.3.1** enthaltene Zusatz „soit cache“ fehlt) und benennen Mittel, die eine Codiervorrichtung zur Realisierung des Codierverfahrens nach Patentanspruch 1 des Streitpatents besitzen muss. \n\n360\\. Die vorstehenden Ausführungen aus Abschnitt I.5.1 gelten für den Patentanspruch 2 des Streitpatentsebenfalls; insbesondere wird der Fachmann das in Merkmal **M2.3.1** angesprochene Vorzeichen als vorab bestimmtes, zu verbergendes Vorzeichen ansehen. Denn auch die Merkmale **M2.4** und **M2.6** beziehen sich auf dieses Vorzeichen und geben an, dass dieses vom Codieren ausgenommen bzw.dessen Parität mit dem berechneten Wert verglichen werden soll. \n\n361\\. **5.3** Zu den erteilten Patentansprüchen 3 und 4 \n\n362\\. **5.3.1** Der auf eine Vorrichtung zum Decodieren eines Datensignals gerichtete erteilte Patentanspruch 4 benennt Mittel, die eine Decodiervorrichtung zur Realisierung des Decodierverfahrens nach Patentanspruch 3 des Streitpatents besitzen muss. Insoweit genügt es, sich mit dem Verfahrensanspruch 3 auseinanderzusetzen; die zugehörigen Ausführungen gelten für den Vorrichtungsanspruch 4 entsprechend. \n\n363\\. **5.3.2** Das Verfahren zum Decodieren eines Datensignals nach Patentanspruch 3 soll laut den Merkmalen **M3.1** bis**M3.2.2** dadurch charakterisiert sein, dass das Datensignal wenigstens ein in Partitionen unterteiltes Bild repräsentiert, das vorher codiert worden ist, wobei eine zu decodierende aktuelle Partition Koeffizienten einer direkten Transformation - also z. B. einer diskreten Kosinustransformation (s. o., Abschnitt I.5.1.1) -enthalten soll, von denen mindestens einer von null verschieden ist. \n\n364\\. Ferner soll das Decodierverfahren dadurch gekennzeichnet sein, dass es für die aktuelle Partition die in den Merkmalen **M3.3** bis **M3.5.2** beschriebenen Schritte umfasst (Merkmal **M3.2.3**). \n\n365\\. Der erste dieser Schritte besteht darin, dass Daten(elemente)der aktuellen Partition unter Ausschluss eines der in Merkmal **M3.2.1** angesprochenenVorzeichen decodiert werden (Merkmal **M3.3**). \n\n366\\. Der Fachmann erkennt, dass dieses Vorzeichen ein verborgenes Vorzeichen sein kann, welches nicht in Form eines Syntaxelements im Bitstrom übertragen worden ist und daher in Schritt **M3.3** nicht decodiert, sondern - wie in den Merkmalen **M3.4** und **M3.5** beschrieben - anhand eines Funktionswerts erhalten werden soll, der die Parität der Summe der decodierten Daten(elemente) bzw. Koeffizienten repräsentiert. Dabei soll das Vorzeichen positiv bzw. negativ sein, falls die Parität der Summe der Daten(elemente) einen ersten bzw. zweiten Wert hat (Merkmale **M3.5.1** , **M3.5.2**). \n\n367\\. Zwar deutet die Fallunterscheidung der Merkmale **M3.5.1** und **M3.5.2** , bei der anhand der Summenparität der Daten(elemente) ein positives oder negatives Vorzeichen zugewiesen wird, darauf hin, dass mit Patentanspruch 3 die Decodierung genau eines verborgenen Vorzeichens beansprucht wird.Allerdings hat auch dann, wenn die in Merkmal **M3.4** genannte Funktion die „Summe der Koeffizienten modulo 2N“ ist, so dass sich im Fall N = 2 die Funktionswerte 0, 1, 2 und 3 ergeben (was laut Absatz [0060] der **NK I** mit den Vorzeichenkombinationen „+ +“, „+ -“, „- +“ und „- -“ korrespondiert), die Parität der Summe der Daten die Werte 0, 1, 0 und 1, welche den Funktionswerten 0, 1, 2 bzw. 3 entsprechen. Dementsprechend ist der Wert des zweiten Vorzeichens einer solchen Vorzeichenkombination bei Parität 0 positiv und bei Parität 1 negativ. Insofern beschreibt Patentanspruch 3 auch einen Bestandteil eines Verfahrens zur Rekonstruktion zumindest zweier verborgener Vorzeichen. \n\n368\\. **5.4** Zu den erteilten Patentansprüchen 5 und 6 \n\n369\\. Der erteilte Patentanspruch 5 bzw. der erteilte Patentanspruch 6 ist auf ein Rechnerprogramm gerichtet, das Befehle enthält, um das Codierungsverfahren nach Anspruch 1bzw. das Decodierungsverfahren nach Anspruch 4auszuführen. \n\n370\\. Den Verweis auf Anspruch 4 in Patentanspruch 6 wertet der Senat als offensichtlichen Fehler, denn nach der Logik der zu den Patentansprüchen 3, 4 und 6 analog aufgebauten Patentansprüche 1, 2 und 5 ist hier eindeutig der Ausdruck „nach Anspruch 3“ zu erwarten. Von diesem Verständnis des mit Patentanspruch 6 beanspruchten Gegenstands wird im Folgenden ausgegangen. \n\n**II.**\n\n371\\. Das Streitpatent hat in der erteilten Fassung keinen Bestand, weil die jeweiligen Gegenstände seiner unabhängigen Patentansprüche nicht patentfähig sind. \n\n372\\. **1.** Gemäß dem von der Klägerin genannten Stand der Technik war vor dem Prioritätszeitpunkt des Streitpatents im Rahmen der Versuche, bekannte Videocodierstandards wie H.264\u002FAVC zu verbessern, bereits vorgeschlagen worden, eine binäre Information (insbesondere ein Flag) zur Steuerung der Codierung\u002FDecodierung in den zu übertragenden Datenpaketen zu verbergen, speziell als Parität einer Summe von Daten (siehe z. B. Druckschriften **NK1** , **NK2**). Dazu musste ggf. ein Datenelement modifiziert werden, wobei versucht wurde, die dabei entstehende Verzerrung zu minimieren. Keine der von der Klägerin zitierten Druckschriften gibt jedoch explizit die Lehre, das Vorzeichen eines der zu codierenden Transformationskoeffizienten zu verbergen und in Form einer Parität einer Koeffizientensumme zu übertragen. \n\n373\\. Mit Rücksicht auf den aus den angeführten Druckschriften bekannten Stand der Technik ist der jeweilige Gegenstand der erteilten Patentansprüche 1 bis 6 sonach neu. \n\n374\\. **2.** Ausgehend von Druckschrift **NK 1** , die mit Ausnahme der Merkmale **M1.3.1** , und **M1.6.1** sowie eines **Teils** von Merkmal **M1.4** sämtliche Merkmale des erteilten Patentanspruchs 1 zeigt, beruht die Lehre des erteilten Patentanspruchs 1 jedoch nicht auf einer erfinderischen Tätigkeit. \n\n375\\. **2.1** Die Druckschrift**NK 1** geht von einem H.264\u002FAVC-Hybrid-Videocodierer aus, der Intra- und Inter-Prädiktion zur Codierung von Makroblöcken verwendet, um räumliche und zeitliche Redundanzen auszunutzen. Dabei wird eine diskrete Kosinustransformation auf Blöcke mit 4x4 oder 8x8Pixeln angewendet, die jeweils die Differenz zwischen einem Prädiktionsblock und einem aktuellen Makroblock repräsentieren. Anschließend werden die aus der Differenzbildung resultierenden Prädiktionsfehlerblöcke quantisiert und entropiecodiert. Auf diese Weise werden Blöcke quantisierter DCT-Koeffizienten („QDCT Coefficients“) erhalten, welche sowohl ein positives als auch ein negatives Vorzeichen besitzen können und denen wiederum Konkurrenzindizes und Bewegungsvektoren zugeordnet sind. Alle diese Größen werden entropiecodiert und im Bitstrom übertragen (vgl. **NK 1** , Figur 1 i. V. m.Seite 729, rechte Spalte, letzter Absatz bis Seite 730, linke Spalte, erster Absatz - „ *The choice to encode a macroblock in Intra, Inter, or Skip, is non-normative. […] for each Intra and Inter mode, the best predictor is selected and the difference between the selected predictor and the current block is transformed with a 4x4 or 8x8 discrete cosine transform (DCT), quantized and entropy coded. Luma and chroma residuals are transmitted in this way* “; Seite 730, linke Spalte, zweiter Absatz - „ *A large part of this bitstream is composed of the competition indices, the other information are the pixels and the motion vector residuals* ”; Seite 730, linke Spalte, dritter Absatz - „ *Also context adaptive encoding is performed, so that indices are efficiently encoded* ”). \n\n376\\. Damit sind die Merkmale **M1.1** , **M1.2** , **M1.2.1** und **M1.2.2** in **NK 1** offenbart. \n\n377\\. **NK 1** lehrt ferner, einen Bewegungsvektor-Index („ *MVComp index* “) als 1-bit-wertigen Parameter im Rahmen eines Data-Hiding-Verfahrens verborgen zu übertragen (Seite 730, linke Spalte, vierter Absatz - „ *we propose to use data hiding knowledge for decreasing the rate cost of these competition indices. In particular, we choose to deal with the motion information index generated by the MVComp tool [4]* “; Seite 732, rechte Spalte, Absatz IV.A, erster Satz). \n\n378\\. Im Hinblick auf eine entsprechende Modifikation der quantisierten DCT-Koeffizienten wird unter den Abschnitten IV.A und IV.B auf Seite 733 beispielhaft der *k* -te Block betrachtet. Dabei wird darauf hingewiesen, dass bei der Modifikation ausschließlich die transformierten Koeffizienten des *k* -ten Blocks ungleich null (*a* *n* ≠ *0*) berücksichtigt werden sollen (Seite 733, linke Spalte, vorletzter Absatz - „ *We consider N transform coefficients a* *n* *, a* *n* *≠0* “). Einer dieser Koeffizienten wird dann anhand eines „rate-distortion“-Kriteriums ausgewählt (Seite 733, rechte Spalte, erster Absatz - „ *The problem is to select the modification couple (a* *n* *, m* *j* *) which gives the best RD compromise* “) und entsprechend Gleichung (8) durch Addition einer ungeraden Zahl *m* *j* modifiziert. \n\n379\\. Um den MVComp-Index zu verbergen, berechnet der Codierer den Wert der Funktion *|S* *k* *|* *mod 2* aus Gleichung (5) auf Seite 732; die Größe *S* *k* ist laut Gleichung (4) die Summe über sämtliche Koeffizienten *a* *n* . Die Funktion *|S* *k* *|* *mod 2* kann die Werte 0 und 1 annehmen und repräsentiert die Parität der Summe der transformierten Koeffizienten der aktuellen Partition (s. auch Seite 732, rechte Spalte, Abschnitt IV.A - „ *In order to meet these requirements, we propose to use the parity of the coefficients sum to mark the MVComp index“)*. \n\n380\\. Somit ist Merkmal **M1.3** in Druckschrift **NK 1** offenbart. \n\n381\\. Der Codierer vergleicht anschließend den berechneten Funktionswert mit der Parität des MVComp-Index i, der ebenfalls die Werte 0 oder 1, also „gerade Parität“ oder „ungerade Parität“ annehmen kann. In Abhängigkeit vom Ergebnis des Vergleichs wird entschieden, ob einer der von null verschiedenen Koeffizienten modifiziert werden muss, um die erforderliche Parität zu erhalten. \n\n382\\. Vergleich und Modifikation gehen insbesondere aus Seite 732, rechte Spalte, Abschnitt IV.A, vorletzter Absatz (siehe Gleichung (5)) sowie aus Seite 733, linke Spalte, Abschnitt IV.B (siehe Gleichungen (7) und (8)) der Druckschrift **NK 1** hervor. \n\n383\\. Mit dem Vergleich von berechnetem Funktionswert und Parität und der davon abhängigen Entscheidung über die Modifikation ist das Merkmal **M1.5** sowie ein **Teil** von Merkmal **M1.4** verwirklicht.Es verbleibt allerdings der Unterschied, dass in Druckschrift**NK 1** die Parität des MVComp-Index verglichen werden soll, nicht aber die Parität des zu verbergenden Vorzeichens, wie es gemäß Merkmal **M1.4** der Fall sein soll. \n\n384\\. Selbstverständlich werden im weiteren Verlauf des aus der Druckschrift**NK 1** bekannten Codierverfahrens die transformierten Koeffizienten der Partition codiert, und zwar zusammen mit dem modifizierten Koeffizienten (Merkmal **M1.6**). Dies kommt auf Seite 730 i. V. m. Seite 735 der Druckschrift**NK 1** direkt zum Ausdruck, wonach die Entropiecodierung ohne den MVComp-Index erfolgt, der verborgen wird und daher nicht zur Übertragung vorgesehen ist (Seite 730, linke Spalte, erster Absatz - *„[…] the difference between the selected predictor and the current block is transformed […] quantized and* *entropy coded* “; Seite 735, linke Spalte, Abschnitt V.A., erster Absatz - „ *The 4x4 DCT transform is enabled and* *CABAC entropy coding* *method, known to provide the best results, is selected […]* “; Seite 735, rechte Spalte, Abschnitt V.B., erster Absatz - „ *Fig. 4 gives the percentage of predictor index transmitted and those which are* *not transmitted* *thanks to either the predictors equality or the* *index hiding* *. […] we can note that the percentage of non-transmitted index is higher than 30% and reaches 90% at high bitrate“*). \n\n385\\. Aus der **NK 1** gehen allerdings der **verbleibende Teil** von Merkmal **M1.4** sowie die Merkmale **M1.3.1** und **M1.6.1** nicht unmittelbar hervor. \n\n386\\. **2.2** Mit dem verbleibenden Teil des Merkmals**M1.4** -d. h.dem Umstand, dass nicht der MVComp-Index, sondern ein Vorzeichen eines Koeffizienten verborgen wird und dementsprechend in Merkmal **M1.4** der berechnete Wert mit der Parität dieses Vorzeichens verglichen wird- kann ein Vorliegen erfinderischer Tätigkeit nicht begründet werden. \n\n387\\. So weist die Druckschrift **NK 1** darauf hin, dass der Nutzen beim Verbergen der vorgeschlagenen Information eher gering und die Auswahl des MVComp-Index lediglich beispielhaft ist (Seite 731, linke Spalte, erster vollständiger Absatz -*„The most studied topic is* *to hide information* *in the nonzero DCT coefficients of a compressed video stream“* ; Seite 731, rechte Spalte, letzter Absatz *\\- „* *Hiding data* *in pixels residuals …“* ; Seite 732, linke Spalte, Abschnitt III.B, erster Absatz -*„As a consequence, the data to be hidden can be all the competition information generated for each macroblock …“* ; dritter Absatz -*„According to these values, it is already known that the overall gain of the proposed approach will remain low“*). Dementsprechend schlägt die Druckschrift **NK 1** in Abschnitt VII vor, das beschriebene Data-Hiding auch auf andere Konkurrenzindizes anzuwenden (Seite 740, rechte Spalte, siehe „ *The proposed method consequently appears as a nice and efficient way to reduce the cost of other more costly competition indices while taking care of the impact on the chroma component* “). Gleichzeitig weist die Druckschrift **NK 1** an mehreren Stellen auf die Bedeutung einer verbesserten Codierung für die transformierten Koeffizienten hin (Seite 733, linke Spalte, zweiter Absatz - *„It is important to notice that the proposed scheme has also the ability to reduce the coding cost of the coefficients […]“* ; Seite 736, linke Spalte, zweiter Absatz - *„[…] it is important to notice that the proposed scheme has potentially a double impact on the coding efficiency: first, the decrease of the coding cost due to the index non-transmission, and second, the improvement of transform coefficients coding by the removal of useless coefficients.”*)sowie darauf, dass Bildinformationen in Pixelwerten verborgen werden können, die aus einer Wavelet-Transformation hervorgegangen sind (Seite 731, linke Spalte, dritter vollständiger Absatz, siehe *„The authors proposed to exploit data hiding to improve coding efficiency by hiding the chrominance information in the wavelet domain of the luminance component […]“*). \n\n388\\. Damit gibt die Druckschrift **NK 1** eine deutliche Anregung, das Verbergen von Daten hinsichtlich verschiedener Aspekte weiter zu untersuchen, und zwar nicht nur für Konkurrenzindizes, sondern gleichermaßen für die transformierten Koeffizienten. Da der Fachmann stets bestrebt ist, die Codierkosten für die im Videodatenstrom organisierten Informationen bei gleichbleibender Übertragungsqualität möglichst gering zu halten, bot es sich für ihn an, insbesondere all diejenigen Informationen auf eine Eignung für ein Data-Hiding zu überprüfen, die nicht effizient entropiecodiert bzw. komprimiert werden können. Dass solche schlecht codierbaren Informationen in Verbindung mit den transformierten Koeffizienten zum Prioritätszeitpunkt des Streitpatents dem Fachmann bekannt waren, wird u. a. durch den Tagungsbeitrag **NK 9** belegt. \n\n389\\. Die dortigen Ausführungen zur arithmetischen Codierung bzw. CABAC-Systematik geben wieder, dass auf die jeweiligen Vorzeichen der transformierten Koeffizienten aufgrund ihrer gleichmäßigen Wahrscheinlichkeitsverteilung nur ein vereinfachtes, unvollständiges Codierverfahren („Bypass“) angewendet werden kann (vgl. **NK 9** , Seiten 195\u002F196, siehe „NOTE“; Seite 183, Tabelle 9-46, letzte Zeile; Seiten 76\u002F77, Abschnitt 7.4.10, siehe „coeff_sign_flag[n]“), was mit Lehrbuchwissen aus der Informationstheorie in Einklang steht, wonach eine willkürliche Information, deren Auftrittswahrscheinlichkeit nahezu gleichverteilt ist, nicht effizient codiert bzw. komprimiert werden kann (vgl. **NK 8** , Seite 227, erster Absatz). \n\n390\\. Weiterhin untersucht die Druckschrift **NK 1** , welchen Einfluss das Verbergen eines Konkurrenzindex auf die Bitrate hat („ *bitrate change* “). In diesem Zusammenhang wird auf Seite 732, Abschnitt IV.A der Druckschrift **NK 1** unter Punkt 1) eine Bedingung für die Anwendung des Data-Hiding formuliert, die die durch das Data-Hiding erzielte Änderung der Bitrate in Beziehung zu den Kosten der Indexsignalisierung setzt, welche wiederum ein Maß für die Entropie bzw. Gleichverteilung des betreffenden Index darstellen. Aus der Bedingung wird klar, dass das Data-Hiding insbesondere dann problemlos angewendet werden kann, wenn die Änderung der Bitrate gegenüber den Kosten der Indexsignalisierung klein bleibt, was ja bei hohen Signalisierungskosten häufig und leicht erfüllt ist. Der Fachmann wird erkennen, dass sich infolgedessen gerade Syntaxelemente mit hohen Codierkosten, wie z. B. Vorzeichen von Transformationskoeffizienten, dazu eignen, in den Transformationskoeffizienten per Data-Hiding verborgen zu werden. \n\n391\\. In Kenntnis der bekannten CABAC-Systematik lag es somit für den Fachmann auf der Hand, mit Hilfe des in Druckschrift **NK 1** beschriebenen Verfahrens anstelle eines Konkurrenzindex die 1-bit-wertige Information betreffend das Vorzeichen eines transformierten Koeffizienten zu verbergen, um auf diese Weise eine unvollständige arithmetische Codierung zu umgehen und dadurch die Codiereffizienz deutlich zu steigern. \n\n392\\. **2.3** Auch Merkmal **M1.3.1** kann eine erfinderische Tätigkeit nicht stützen. \n\n393\\. **2.3.1** So ist dieses Merkmal bei der Prüfung der Patentfähigkeit des Gegenstands des erteilten Patentanspruchs 1 außer Acht zu lassen (BGH, Urteil vom 17. Februar 2015 - X ZR 161\u002F12 – *Wundbehandlungsvorrichtung,* juris), da aus diesem nicht ursprungsoffenbarten Merkmal – das zwar lediglich zu einer Beschränkung des Schutzgegenstands und nicht zu einem Aliud führt – keine Rechte hergeleitet werden können (vgl. BGH, Beschluss vom 5. Oktober 2000 – X ZR 184\u002F98 - *Zeittelegramm* , Rn. 48 - 52, juris; BGH, Beschluss vom 21. Oktober 2010 – Xa ZB 14\u002F09 – *Winkelmesseinrichtung* , Rn. 11 – 24, juris). \n\n394\\. **a)** Das Merkmal **M1.3.1** ist der ursprünglichen Offenbarung (Anlage **NK IV**) nicht unmittelbar und eindeutig als zur Erfindung gehörend zu entnehmen. \n\n395\\. So enthält diese Druckschrift in Anspruch 1in den Zeilen 9\u002F10 zwar das Merkmal „calcul (S3) de la valeur d'une fonction représentative des données de ladite partition courante à l' exclusion dudit signe“, aber das demgemäß ausgeschlossene Datenelement ist irgendeines der in den Zeilen 5\u002F6 dieses Anspruchs 1 genannten Vorzeichen. Ferner ergibt sich aus den letzten beiden Spiegelstrichen des Anspruchs 1 nur, dass ein modifiziertes Datenelement codiert wird; dies muss nicht das Datenelement mit dem zu verbergenden Vorzeichen sein. \n\n396\\. Des Weiteren kommt die Formulierung „ *à l'exclusion du signe* “ oder „ *à l'exception du signe* “ in der Beschreibung nur in Verbindung mit dem Codieren (oder Decodieren) der aktuellen Partition vor (vgl. **NK IV** , z.B. Seite 13, Zeile 12 bis 18 sowie Seite 20, Zeile 21 bis 30). Wenn die Berechnung des Funktionswertes als Teil einer Entropiecodierung angesehen werden könnte, hätte ein Ausschluss eines Vorzeichens bei der Entropiecodierung zwangsläufig zur Folge, dass das Vorzeichen nicht bei der Berechnung des Funktionswertes verwendet werden kann. Eine derartige Interpretation steht allerdings im Widerspruch zur Beschreibung und den Figuren (vgl. **NK IV** , Seite 11, Zeile 12 bis 30 und Seite 20, Zeile 7 bis Seite 22, Zeile 17 sowie Figuren 1 und 3 - dort folgt die Entropiecodierung in Schritt S20 bzw. C20 nach der Berechnung des Funktionswertes in Schritt S3 bzw. C8). Somit kann Merkmal **M1.3.1** nicht aus denjenigen Beschreibungsstellen abgeleitet werden, die auf einen Ausschluss eines Vorzeichens beim Codieren bzw. Decodieren Bezug nehmen. \n\n397\\. Ferner geht aus dem auf Seite 21, Zeilen 11 bis 20 beschriebenen Ausführungsbeispiel gerade hervor, dass die Vorzeichen der Elemente der Liste SE1 in die Berechnung des Summenwerts 5 miteinbezogen werden (vgl. auch Seite 31, Zeilen 10 bis 13 für den Fall der decodiererseitigen Summenberechnung). \n\n398\\. Auch anderweitig geht aus **NK IV** nicht unmittelbar und eindeutig hervor, dass das zu verbergende Vorzeichen bei der Berechnung des Funktionswertes ausgeschlossen sein soll. \n\n399\\. **b)** Das Merkmal**M1.3.1** konkretisiert die mit Merkmal **M1.3** beanspruchte Berechnung des Funktionswerts dahingehend, dass dazu das Vorzeichen des zu verbergenden Datenelements ausgeschlossen werden soll; damit scheiden andere Möglichkeiten aus, bei denen das Vorzeichen in die Berechnung des Funktionswerts mit einbezogen wird. Sonach liegt eine Einschränkung des angemeldeten Gegenstands vor (vgl. BGH, *Wundbehandlungsvorrichtung* , a. a. O., Rn. 53), aus der keine Rechte hergeleitet werden können(vgl. BGH, Urteil vom 21. Juni 2011 – X ZR 43\u002F09 – *Integrationselement* , Rn. 26 – 29, juris). \n\n400\\. **c)** Die Beklagte argumentiert sinngemäß, es sei klar, dass die Summenparität auf der Decoderseite bestimmt wird, ohne das verborgene Vorzeichen zu berücksichtigen; daher sei davon auszugehen, dass auch auf der Encoderseite so vorgegangen werde. Ferner gebe Merkmal **M1.3.1** nicht an, wie die Berechnung des Funktionswerts - der ja unabhängig von dem Vorzeichen des verborgenen (oder irgendeines anderen) Koeffizienten sei - vorzunehmen sei. In jedem Fall werde nach Merkmal **M1.3.1** und der Ursprungsanmeldung die Berechnung desselben Werts verlangt. \n\n401\\. Dem folgt der Senat nicht. \n\n402\\. Denn dem Codierer liegt das verborgene Vorzeichen vor, so dass es grundsätzlich mehrere Möglichkeiten gibt, die Summenparität zu berechnen - nämlich unter Verwendung von keinem, einem einzigen, mehreren oder allen Vorzeichen der vorzeichenbehafteten Koeffizienten. Bereits aus diesem Grund kann nicht unmittelbar von der Decodiererseite auf die Codiererseite geschlossen werden. Auch das Argument, mit Merkmal **M1.3.1** und in **NK IV** werde derselbe Wert berechnet, steht dem nicht entgegen.Abgesehen davongibt das Merkmal **M1.3.1** durchausan, wie die in Merkmal **M1.3** angesprochene Berechnung vorzunehmen ist - nämlich gerade unter Ausschluss des Vorzeichens, das verborgen werden soll. \n\n403\\. **2.3.2** Selbst wenn das Merkmal **M1.3.1** bei der Prüfung der erfinderischen Tätigkeit berücksichtigt würde, könnte es eine erfinderische Tätigkeit nicht tragen. \n\n404\\. Denn für den Fachmannist es selbstverständlich, dass die Vorzeichenbits der Koeffizienten *a* *n* zur Bestimmung des Werts der Funktion *|S* *k* *|* **nicht erforderlich sind und deren Berücksichtigung nur zusätzlichen Rechenaufwand erfordert, ohne etwas am Rechenergebnis -dem Betrag der Summe der Koeffizienten *a* *n* -oder dessen Parität zu ändern. Der Fachmann wird somit die Vorzeichenbits der Koeffizienten *a* *n* bei der Berechnung der Funktion *|S* *k* *|* **nicht verwenden, um den hierfür erforderlichen Rechenaufwand gering zu halten.\n\n405\\. **2.4** Schließlich realisiert der Fachmann das verbleibende Merkmal **M1.6.1** bereits dann, wenn er die aus der Druckschrift **NK 1** bekannte Lehre - wie oben in Abschnitt II.2.2 ausgeführt -auf das Verbergen der Vorzeichen von Transformationskoeffizienten anwendet und dabei typische Videoinhalte codiert. Letzteres ist eine Selbstverständlichkeit ohne erfinderischen Gehalt. \n\n406\\. In diesem Fall muss er den Koeffizienten, dessen Vorzeichen verborgen werden soll, für jeden Block vorab festlegen. Es ist dann selbstverständlich, dass der von dem „rate distortion“-Optimierungsalgorithmus der **NK 1** zur Modifikation ausgewählte Koeffizient *a* *n* (vgl. Abschnitt IV.B - „ *The problem is to select the modification couple (a* *n* *, m* *j* *) which gives the best RD compromise“)* bei bestimmten zu codierenden Blöcken- also von Fall zu Fall - mit dem vorab festgelegten Koeffizienten zusammenfällt, dessen Vorzeichen verborgen werden soll. \n\n407\\. Dies ist insbesondere dann gegeben, wenn ein aktuell zu codierender Blockeinen DC-Koeffizienten gleich null sowie genau einen von null verschiedenen AC-Koeffizienten besitzt, der nicht zu null modifiziert wird (Modifikationen zu null sind in diesem Fall ausgeschlossen, vgl. **NK 1** , Seite 733, linke Spalte, erster Absatz - „ *For the blocks which only contain one non-null coefficient, this coefficient cannot be changed to zero in order to avoid the transmission of only zeroes coefficients which will induce decoding error […] if […] an index is hidden by the modification […] of the unique non-null transform coefficient to zero, this block will not be considered as a block with hidden index at the decoder because no transform coefficient will be available* “), oder auch dann, wenn ein Blockgenau zwei von null verschiedene Koeffizienten umfasst, da es in diesem Fall sehr häufig vorkommt, dass der von dem Optimierungsalgorithmus zur Modifikation ausgewählte Koeffizient auch derjenige ist, dessen Vorzeichen verborgen werden soll. Denn andernfalls würde der Algorithmus immer nur den anderen Koeffizienten auswählen, dessen Vorzeichen nicht verborgen werden soll, was für typische, zeitlich variable Bildinhalte äußerst unwahrscheinlich ist. Entsprechendes gilt auch für aktuelle Partitionen mit genau drei oder vier von null verschiedenen Koeffizienten. \n\n408\\. **2.5** Die Beklagte trägt vor, dass die Wahl eines Vorzeichens als zu verbergende Information nicht naheliegend sei.Ihre Ausführungen halten jedoch einer näheren Überprüfung nicht stand. Im Einzelnen: \n\n409\\. **2.5.1** Nach Auffassung der Beklagten weise die Druckschrift **NK 1** nicht auf die Bedeutung einer verbesserten Codierung für die Transformationskoeffizienten hin.Eine derartige Folgerung beruhe - ähnlich wie bei dem der BGH-Entscheidung „ *Energieversorgungssystem* “ (Urteil vom 4. August 2020, X ZR 40\u002F18) zugrundeliegenden Fall -bestenfalls auf einer analysierenden Betrachtungsweise von Textstellen, die in eine Abstraktion oder sogar in eine Umdeutung der dort angesprochenen konkreten Sachverhalte münde und funktionelle Details ausblende; vorliegend fehle insbesondere auch ein Anlass, auf grundlegende Funktionsprinzipien zurückzugreifen. Die Bedeutung der Transformationskoeffizienten ergebe sich lediglich aus der Veränderung ihres Werts und lasse sich auch nicht durch einen allgemeinen Wunsch des Fachmanns nach einer Erhöhung der Codiereffizienz rechtfertigen. Allenfalls würde der Fachmann ausgehend von der Druckschrift **NK 1** prüfen, ob es andere Konkurrenzindizes gebe, die besser als der MVComp-Index zum Verbergen geeignet seien.Auch in der vom Senat zitierten Passage auf Seite 740 gehe es nur um Konkurrenzindizes. \n\n410\\. Diese Einwände greifen nicht durch. \n\n411\\. So ist zunächst anzumerken, dass Verfahren zur Codierung von Bildinformationen, die von den gängigen Standards ausgehen, immereine effiziente und gleichzeitig möglichst verlustfreie Codierung der Bildinformationen im Blick haben. Im Verfahren der Druckschrift **NK 1** sind die zu codierenden Bildinformationen die Transformationskoeffizienten; ihre Codierung steht daher naturgemäß im Fokus des fachmännischen Interesses. Die Feststellungen, dass das von der Druckschrift **NK 1** vorgeschlagene Verfahren die zur Codierung der Koeffizienten erforderlichen Codierkosten reduziert, indem Reihen nebeneinanderliegender Nullenerzeugt werden (vgl. **NK 1** , Seite 733, linke Spalte, zweiter Absatz) und unnützen Koeffizienten der Wert null zugewiesen wird (vgl. **NK 1** , Seite 736, linke Spalte, zweiter Absatz), bringen dies klar und deutlich zum Ausdruck, in dem sie auf die Vorteile einer effizienten Codierung der Transformationskoeffizienten hinweisen und damit dem Fachmann deren Wichtigkeit vor Augen führen. \n\n412\\. Diese Erkenntnis schließt der Fachmann in seine Überlegungen zur Verbesserung der Lehre der Druckschrift **NK 1** mit ein. Dies gilt gleichermaßen für den- durchaus relevanten - Hinweis „ *The proposed method consequently appears as a nice and efficient way to reduce the cost of other more costly competition indices while taking care of the impact on the chroma component“* auf Seite 740 der Druckschrift **NK 1** *,* welcher es aufgrund der darin enthaltenen Verallgemeinerung auf das Verbergen von aufwändiger zu codierenden Konkurrenzindizes dem Fachmann nahebringt, andere, ebenfalls aufwändig zu codierende1-bit-wertige Informationen für ein Data-Hiding in Betracht zu ziehen, ohne hierbei drastische Verschlechterungen der Chroma-Komponenten in Kauf nehmen zu müssen. \n\n413\\. Im Übrigen können die Ausführungen im zweiten und dritten Absatz der rechten Spalte auf Seite 729 (siehe „ *The scheme proposed in this article is independent of the characteristics of the competition information: we use data hiding in order to transmit competition indices* “) als (weitere) Anregung angesehen werden, mit dem Data-Hiding-Verfahren der Druckschrift **NK 1** nicht nur Konkurrenzindizes zu verbergen. Denn mit diesen Ausführungen kommt klar zum Ausdruck, dass das Data-Hiding unabhängig von den Eigenschaften von Konkurrenzinformationen ist, so dass sich der Gedanke aufdrängt, ob das von **NK 1** vorgeschlagene Schema auch „derart unabhängig“ von den Konkurrenzinformationen ist, dass es zum Verbergen weiterer Informationen genutzt werden kann. Vor diesem Hintergrund lässt sich der Teilsatz „ *we use data hiding in order to transmit competition indices* “ im Sinne von „obwohl das in der vorliegenden Veröffentlichung beschriebene Verfahren eine Codierung weiterer Informationen erlaubt, wird im vorliegenden Artikel die Codierung von Konkurrenzindizes beschrieben“ verstehen. \n\n414\\. **2.5.2** Die Beklagte argumentiert, die Wahl des Vorzeichens eines Transformationskoeffizienten sei nicht die einzig sinnvolle Wahl im H.265-Standard. Wenn der Fachmann vor die Aufgabe gestellt wäre, die Lehre der Druckschrift**NK 1** auf den H.265\u002FHEVC-Standard anzuwenden, würde er einen der dort vorgesehenen Konkurrenzindizes \\- etwa den in **NK 2** als optimale Wahl für das Data-Hiding angesehenen - Most-Probable-Mode-Index („ *MPM-Index* “) - innerhalb der Transformationskoeffizienten übertragen. \n\n415\\. Dieses Argument ändert aber nichts daran, dass der Fachmann Anlass hatte, all diejenigen Informationen auf eine Eignung für ein Data-Hiding hin zu überprüfen, die nicht effizient entropiecodiert bzw. komprimiert werden können. Er hätte daher ausgehend von der Druckschrift**NK 1** gerade auch das Vorzeichen eines Koeffizienten in diesem Sinne überprüft und wäre unmittelbar zum Schluss gekommen, dass ein solches Vorzeichen nicht effizient entropiecodiert werden kann, weil positive und negative quantisierte DCT-Koeffizienten gleich wahrscheinlich sind. Dass der Fachmann möglicherweise auch den MPM-Index verborgen hätte, steht dem nicht entgegen (vgl. BGH, Urteil vom 8. Juni 2021, X ZR 69\u002F19, Rn. 35, mit Hinweis auf BGH, Urteil vom 16. Februar 2016, X ZR 5\u002F14 - *Anrufroutingverfahren* , Rn. 36 - „Kommen für den Fachmann zur Lösung eines Problems mehrere Alternativen in Betracht, können mehrere von ihnen naheliegend sein“). \n\n416\\. **2.5.3** Ferner führt die Beklagte aus, Druckschrift**NK 1** lege nicht nahe, Bildinformation in Pixeldaten zu verbergen. \n\n417\\. Dies gelte insbesondere für den Hinweis auf das Verbergen von Chrominanzinformationen durch die Autoren des von der Beklagten als **ES5** ins Verfahren eingeführten Referenzdokuments [16] (vgl. **NK 1** , Seite 731, linke Spalte, Abschnitt II.B, Punkt 2)). Auch betone der erste Absatz in Abschnitt III.B der **NK 1** , dass zwischen dem in der Druckschrift**NK 1** vorgeschlagenen Verfahren und den aus den Referenzdokumenten [16] und [17] vorbekannten Verfahren erhebliche Unterschiede bestehen und dass es beim in dem Absatz angesprochenen Verbergen von Chrominanzkomponenten in der Luminanzkomponente nicht darum gehe, eine einzelne binäre Information in einem Datenblock zu verbergen, sondern ein mehrwertiges Informationssignal. \n\n418\\. Auch diese Argumente führen zu keiner anderen Beurteilung. \n\n419\\. Nach Auffassung des Senats entnimmt der Fachmann dem ersten Absatz in Abschnitt III.B der Druckschrift **NK 1** i. V. m. dem allgemein Data-Hiding-Verfahren betreffenden Abschnitt II.B insbesondere, dass auf dem Gebiet der Videokompression grundsätzlich beliebige Daten verborgen werden können („ *data hiding for video compression* “), und zwar insbesondere Chrominanzkomponenten (d. h. Bildinformationen) in Luminanzkomponenten (d. h. in anderen Bildinformationen, siehe „ *chrominance […] components are hidden in luminance components before compression* “). Da sowohl Chrominanz- als auch Luminanzkomponenten gemäß den gängigen Videocodierstandards als vorzeichenbehaftete DCT-Koeffizienten codiert werden, liegt der Schluss nahe, dass vorzeichenbehaftete DCT-Koeffizienten in anderen DCT-Koeffizienten verborgen werden können. Die zitierten Textstellen sind somit ein weiteres Indiz dafür, auch die Vorzeichen selbst in DCT-Koeffizienten zu verbergen. Dass sich die aus den Dokumenten [16] und [17] bekannten Verfahren von dem aus der Druckschrift**NK 1** bekannten Verfahren unterscheiden, steht dieser Erkenntnis nicht entgegen. \n\n420\\. **2.5.4** Weiterhin vertritt die Beklagte die Auffassung, das Ziel des Data-Hiding liege zudem nicht darin, ein bestimmtes Datenelement möglichst effizient zu übertragen, sondern darin, die Gesamtdatenmenge bzw. -rate zu reduzieren.Daher wähle die Fachperson für das Data-Hiding grundsätzlich ein Datenelement, das einen möglichst großen Anteil am Gesamtdatenvolumen habe. Dass der gemäß Druckschrift**NK 1** verborgene MVComp-Index oftmals nur für einen Teil der codierten Partitionen bestimmt werde, spreche im Hinblick auf die Auswahl eines Datenelements für das Data-Hiding gerade für eine erfinderische Tätigkeit, da grundsätzlich jede codierte Partition ein Vorzeichen enthalte, das verborgen übertragen werden könne, dies aber gerade nicht aus dem Stand der Technik bekannt gewesen sei. Während die Druckschrift**NK 1** die Transformationskoeffizienten nur als „Trägermaterial“ betrachte, nehme das Streitpatent eine grundlegend andere Perspektive ein, indem es das Trägermaterial zum verborgenen Gegenstand mache. \n\n421\\. Auch diesem Vorbringen kann nicht zugestimmt werden. \n\n422\\. So weiß der Fachmann, dass die Vorzeichen - ebenso wie der MVComp-Index - getrennt von den Beträgen der Koeffizienten als separate zweiwertige Flags gespeichert und verarbeitet werden (vgl. **NK 9** , Abschnitt 7.4.10, siehe „coeff_sign_flag[n]“), und dass jeder Block mindestens ein Vorzeichen enthält, das gleichverteilt auftritt (s. o., Abschnitt II.2.2). Daher ist ihm klar, dass ein Vorzeichen-Flag zum Verbergen sogar besser geeignet ist als der MVComp-Index. Dies spricht nach Überzeugung des Senats ausgehend von Druckschrift**NK 1** nicht für, sondern vielmehr gegen eine erfinderische Tätigkeit. \n\n423\\. **2.5.5** Die Beklagte weist darauf hin, die Textstellen auf Seite 733 und 736 der Druckschrift**NK 1** (dort jeweils linke Spalte, zweiter Absatz) bezögen sich nur auf Vorteile, die sich ergeben würden, weil die Summenparität der Transformationskoeffizienten - zusätzlich zu einer Dateneinsparung durch das Verbergen des MVComp-Index - durch spezielle Modifikationen (Additionen von -5, - 3, -1, 1, 3 oder 5) der Koeffizienten an den Wert des zu verbergenden MVComp-Index angepasst werde, so dass insbesondere Koeffizienten zu null modifiziert würden. Eine Anregung, insoweit nach Verbesserungen bei der Übertragung der Transformationskoeffizienten zu suchen, ergebe sich nicht. Es erscheine unzutreffend, das Verfahren hinsichtlich der Codierung von Koeffizienten und der Einsparung durch die Nicht-Übertragung des verdeckten Bits unter zwei voneinander unabhängigen Aspekten zu betrachten. \n\n424\\. Dass die Dateneinsparung durch das verdeckte Übertragen des MVComp-Index gering sei, da dessen Anteil an der Gesamtübertragung mit 2% gering sei und dies ganz allgemein für Konkurrenzindizes gelte, entspreche nicht der Offenbarung der Druckschrift **NK 1** ; diese beziehe laut Seite 740, linke Spalte den Nachteil des geringen Anteils am gesamten Datenvolumen lediglich auf den MVComp-Index und schlage insoweit nur vor, stattdessen andere Konkurrenzindizes verdeckt zu übertragen, die mit höheren Codierungskosten verbunden seien. \n\n425\\. Auch diese Argumente greifen nicht durch. \n\n426\\. Der Fachmann ist nämlich stets bestrebt, die Codierkosten für die im Videodatenstrom organisierten Informationen bei gleichbleibender Übertragungsqualität möglichst gering zu halten. Vor diesem Hintergrund weisen die von der Beklagten genannten Textstellen den Fachmann darauf hin, dass der Verbesserung der Codierung der Transformationskoeffizienten eine besondere Bedeutung zukommt (s. o.). Dem Fachmann ist klar, dass diese Verbesserung beim aus der Druckschrift**NK 1** bekannten Verfahren sowohl darauf zurückzuführen ist, dass mit dem MVComp-Index eine 1-bit-wertige Information verborgen wird, als auch darauf, dass die Werte +1\u002F-1, +3\u002F-3 und +5\u002F-5 zu den Koeffizienten addiert werden. Der letztgenannte Umstand ändert aber nichts daran, dass sich durch das Verbergen von Vorzeichen anstelle des MVComp-Index noch größere Einsparungen erreichen lassen. \n\n427\\. **2.5.6** Ferner führt die Beklagte aus, das in der Druckschrift**NK 1** beschriebene Verfahren führe im Hinblick auf die Codierung der Transformationskoeffizienten bereits zu Verbesserungen, ohne dass Modifikationen des Verfahrens erforderlich wären. Die damit verbundenen Dateneinsparungen beträfen sämtliche Bestandteile der Transformationskoeffizienten, aufgrund der in der Druckschrift **NK 1** angestrebten Modifikation von Koeffizienten zu null auch einschließlich ihrer Vorzeichen. Der Umstand, dass sich das Vorzeichenbit nicht effizient entropiecodieren lasse, bestätige dem Fachmann nur die in der Druckschrift **NK 1** genannten Vorteile geeignet gewählter Modifikationen und bilde eine zusätzliche Motivation, solche Modifikationen vorzunehmen. \n\n428\\. Auch diese Ausführungen können nicht überzeugen. \n\n429\\. Denn dass im Verfahren der Druckschrift**NK 1** Koeffizienten zu null modifiziert werden können und sich dadurch Einsparungen ergeben, ändert nichts daran, dass der Fachmann ausgehend von Druckschrift**NK 1** nach weiteren Einsparmöglichkeiten Ausschau hält. Das Verbergen eines Vorzeichens eines Koeffizienten stellt gerade eine solche weitere Möglichkeit dar. \n\n430\\. **2.5.7** Außerdem spreche es nach Ansicht der Beklagten für das Vorliegen einer erfinderischen Tätigkeit, dass für das Data-Hiding eines Vorzeichens Schwierigkeiten zu überwinden seien, die beim Verbergen eines gesonderten Parameters nicht aufträten. So müsse ein Transformationskoeffizient bestimmt werden, dessen Vorzeichen verborgen werde, und es müsse verhindert werden, dass es zu einer Desynchronisierung zwischen Codierer und Decodierer komme. \n\n431\\. Diese Schwierigkeiten bestehen nach Überzeugung des Senats nicht. \n\n432\\. Selbstverständlich wird der Fachmann nur solche Datenelemente verbergen, die sonst im Bitstrom übermittelt werden müssten. Damit bieten sich die im Bitstrom zu übermittelnden Vorzeichen der von null verschiedenen Koeffizienten für ein Data-Hiding an, welche ja separat von den Koeffizienten im Bitstrom übermittelt werden (vgl. das in **NK 9** angesprochene „coeff_sign_flag[n]“). \n\n433\\. Zudem war dem Fachmann eine Desynchronisation als mögliche Fehlerquelle im Zusammenhang mit dem Verbergen eines Konkurrenzindex selbstverständlich bekannt, genauso wie die Vermeidung bestimmter Modifikationen zu ihrer Behebung. Denn auch die Druckschrift **NK1** lehrt Regeln, die Änderungen an den Transformationskoeffizienten zu beschränken. So wird darauf hingewiesen, dass ein Koeffizient nicht zu null geändert werden kann, wenn der Block nur diesen einen von null verschiedenen Koeffizienten enthält (vgl. **NK1** , Seite 733, linke Spalte, erster Absatz - „ *For the blocks which only contain one non-null coefficient, this coefficient cannot be changed to zero in order to avoid the transmission of only zeroes coefficients which will induce decoding error: […] As a result, a wrong parsing will be performed to read the index.”).* Für den Fachmann war es selbstverständlich, ausgehend von der Druckschrift **NK1** die dort offenbarten Regeln zur Vermeidung von Desynchronisation auf das Verbergen eines Vorzeichens eines Koeffizienten zu übertragen und zu gewährleisten, dass der Codierer nur solche Partitionen ausgibt, aus denen der Decodierer ein verborgenes Vorzeichen fehlerfrei rekonstruieren kann. \n\n434\\. **2.6** Nach allem beruht der Gegenstand des erteilten Patentanspruchs 1 nicht auf einer erfinderischen Tätigkeit. \n\n435\\. **3.** Der erteilte Patentanspruch 2 kann nicht günstiger beurteilt werden. Er betrifft eine Vorrichtung, die ausschließlich durch Mittel charakterisiert wird, die zwangsläufig verwendet werden müssen, um das Codierverfahren nach dem erteilten Patentanspruch 1 zu realisieren. \n\n436\\. Für den erteilten Patentanspruch 2 gilt daher die Argumentation zum erteilten Patentanspruch 1 in gleicher Weise, so dass der Gegenstand des erteilten Patentanspruchs 2 ebenfalls nicht auf erfinderischer Tätigkeit beruht. \n\n437\\. Entsprechendes gilt für den Gegenstand des erteilten Patentanspruchs 5. Dieser betrifft ein Rechnerprogramm, das Befehle enthält, um das Codierverfahren nach dem erteilten Patentanspruch 1 bei Ausführung auf einem Rechner auszuführen. Dass ein derartiges Rechnerprogramm erforderlich ist, um mit dem aus Druckschrift **NK 1** bekannten Verfahren Vorzeichen von Transformationskoeffizienten zu verbergen, ist selbstverständlich und geht auch aus dieser Druckschrift hervor (vgl. **NK 1** , Seite 735, linke Spalte, Abschnitt V.A., erster Satz). \n\n438\\. **4.** Auch der Gegenstand des auf ein Decodierverfahren gerichteten erteilten Patentanspruchs 3 beruht nicht auf erfinderischer Tätigkeit. \n\n439\\. Dieser Patentanspruch korrespondiert in seinem Oberbegriff (Merkmale **M3.1** bis **M3.2.2**) mit den Merkmalen **M1.1** bis**M1.2.2**. Zur Vermeidung von Wiederholungen sei an dieser Stelle zunächst auf die diesbezüglichen Ausführungen in Abschnitt II.2.1 hingewiesen. \n\n440\\. Darüber hinaus lehrt die Druckschrift **NK 1** , dass der Wert des MVComp-Index, d. h. der Wert der verborgenen Information, für jede Makroblock-Partition aus der Parität der Summe der decodierten transformierten Koeffizienten wiederhergestellt wird (vgl. Seite 735, linke Spalte, erster vollständiger Absatz - „ *The decoding only needs to compute the coefficients sum and its modulo for each macroblock partition with non-null transform coefficients* “ i. V. m. Gleichung (6) auf Seite 733). Dieser rekonstruierte Wert kann entweder 0 oder 1 sein. Damit sind die Merkmale**M3.2.3** (für sich genommen) und **M3.4** aus der Druckschrift **NK 1** bekannt, und zudem geht aus ihr auch das Erhalten der beiden möglichen Werte des MVComp-Index anhand zweier Werte der Koeffizientensumme hervor. Diese Maßnahme betrifft zwar nicht die Rekonstruktion der beiden möglichen Werte eines verborgenen Vorzeichens, stimmt jedoch in ihrer algorithmischen Struktur mit den Merkmalen**M3.5** , **M3.5.1** und **M3.5.2** exakt überein. \n\n441\\. Zudem ist es selbstverständlich, dass die Beträge der Transformationskoeffizienten und ggf. weitere nicht verborgene Vorzeichen an den Decodierer übertragen und dort unter Ausschluss des verborgenen Vorzeichens entropiedecodiert werden (Merkmal **M3.3**). \n\n442\\. Von der Lehre der Druckschrift **NK 1** unterscheidet sich die Lehre des erteilten Patentanspruchs 3 somit nur dadurch, dass anstelle eines Konkurrenzindex das Vorzeichen eines transformierten Koeffizienten rekonstruiert wird (vgl. Merkmale **M3.5** , **M3.5.1** , **M3.5.2**). Dass dies nahegelegen hat, ergibt sich aber aus den Ausführungen zu Merkmal **M1.4** aus Abschnitt II.2. \n\n443\\. **5.** Der erteilte Patentanspruch 4 betrifft eine Vorrichtung, die ausschließlich durch Mittel charakterisiert wird, die zwangsläufig verwendet werden müssen, um das Decodierverfahren nach dem erteilten Patentanspruch 3 zu realisieren. \n\n444\\. Für den erteilten Patentanspruch 4 gilt daher die Argumentation zum erteilten Patentanspruch 3 entsprechend, so dass der Gegenstand des erteilten Patentanspruchs 4 ebenfalls nicht auf erfinderischer Tätigkeit beruht. \n\n445\\. **6.** Der erteilte Patentanspruch 6 kann nicht günstiger beurteilt werden. \n\n446\\. Nach Auffassung des Senats ist dieser auf ein Rechnerprogramm gerichtet, das Befehle enthält, um das Decodierverfahren nach dem erteilten Patentanspruch 3 bei Ausführung auf einem Rechner auszuführen (s. o., Abschnitt I.5.4). \n\n447\\. Es ist aber selbstverständlich, dass der Fachmann ein derartiges Rechnerprogramm zur Decodierung einsetzt, wenn er ausgehend von dem aus der Druckschrift**NK 1** bekannten Codier- und Decodierverfahren Vorzeichen von Transformationskoeffizienten verbirgt.Gegenüber dem erteilten Patentanspruch 3 enthält der erteilte Patentanspruchs 6 somit nichts Zusätzliches, das ein Vorliegen von erfinderischer Tätigkeit rechtfertigen könnte. \n\n448\\. **7.** Nach allem haben sämtliche Patentansprüche 1bis 6 des Streitpatents keinen Bestand. \n\n**III.**\n\n449\\. Auch die Hilfsanträge bleiben ohne Erfolg. \n\n450\\. Der Nichtigkeitsgrund der mangelnden Patentfähigkeit besteht in den Fassungen der Hilfsanträge I bis XII unverändert fort. \n\n451\\. Angesichts dessen kann die Frage der Zulässigkeit der darin vorgenommenen Änderungen dahinstehen. Diesbezüglich ist aber festzuhalten, dass der Umstand, dass die Hilfsanträge I bis VI das im erteilten Patentanspruch 1 ursprünglich nicht offenbarte Merkmal **M1.3.1** erneut aufweisen, nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs deren Zulässigkeit nicht entgegensteht (vgl. BGH - *Wundbehandlungsvorrichtung* , a. a. O., Rn. 55; s. auch BPatG, Urteil vom 22. August 2018, 4 Ni 10\u002F17, Abschnitt V.1.2 der Entscheidungsgründe). \n\n452\\. **1.** **Hilfsantrag I** kann keinen Erfolg haben, da das neu in Patentanspruch 1 aufgenommene Merkmal eine Patentfähigkeit nicht begründen kann. \n\n453\\. **1.1** Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag I ergibt sich aus dem erteilten Patentanspruch 1 durch Einfügen des Merkmals \n\n454\\. **M1.2.4** **Hi I** et la donnée affectée du signe étant la première donnée non nulle de la partition courante à coder, \n\n455\\. bzw. auf Deutsch \n\n456\\. **M1.2.4** **Hi I** und es sich bei dem mit dem Vorzeichen behafteten Datenelement um das erste von null verschiedene Datenelement der zu codierenden aktuellen Partition handelt, \n\n457\\. zwischen den Merkmalen **M1.2.2** und**M1.2.3.**\n\n458\\. **1.1.1** Das auf Merkmal **M1.2.1** rückbezogene Merkmal **M1.2.4** **Hi I** verlangt, dass es sich bei „dem“ mit dem Vorzeichen behafteten Datenelement um das erste Datenelement aus der in Merkmal **M1.2.1** angesprochenen, aus „wenigstens einem“- d. h.einem oder mehreren -Datenelement(en) bestehenden Menge der von null verschiedenen Datenelemente einer zu codierenden aktuellen Partition handelt. \n\n459\\. **1.1.2** Auf den ersten Blick beschreibt Merkmal **M1.2.4** **Hi I** genau den in Absatz [0033] der Streitpatentschrift ausdrücklich angesprochenen Fall, dass das erste von null verschiedene Datenelement mit dem vorab bestimmten Datenelement zusammenfallen soll, dessen Vorzeichen verborgen wird. \n\n460\\. Dies hat jedoch in den anspruchsgemäßen Anweisungen keinen Niederschlag gefunden. Denn falls eine zu codierende aktuelle Partition mehrere von null verschiedene Datenelemente enthält, muss das in Merkmal **M1.2.4** **Hi I** angesprochene erste von null verschiedene Datenelement nicht unbedingt mit dem vorab bestimmten Datenelement zusammenfallen, dessen Vorzeichen verborgen werden soll bzw. verborgen wird. Denn Merkmal **M1.3.1** verlangt in Verbindung mit den Merkmalen **M1.4** bis **M1.6.1** lediglich, dass das Vorzeichen eines beliebigen vorab bestimmten Datenelements aus der Menge der in Merkmal **M1.2.1** genannten Datenelemente verborgen werden soll (s. o., Abschnitt I.5.1.3); dieses vorab bestimmte Datenelement muss nicht dasjenige Datenelement sein, auf das Merkmal **M1.2.4** **Hi I** Bezug nimmt. \n\n461\\. **1.1.3** Mithin versteht der Senat Merkmal **M1.2.4** **Hi I** derart, dass das vorab bestimmte Datenelement, dessen Vorzeichen anspruchsgemäß verborgen wird, von Fall zu Fall mit dem ersten von null verschiedenen Datenelement der zu codierenden aktuellen Partition zusammenfällt, aber nicht für jede Partition mit diesem Datenelement identisch sein muss. \n\n462\\. **1.2** Der Gegenstand des Patentanspruchs 1 nach Hilfsantrag I beruht mit Rücksicht auf den aus der Druckschrift **NK 1** bekannten Stand der Technik nicht auf erfinderischer Tätigkeit. \n\n463\\. **1.2.1** Dass der streitpatentgemäße Decodierer das Datenelement überhaupt ermitteln kann, dessen Vorzeichen zu rekonstruieren ist, macht es naturgemäß erforderlich, dass es zwischen Codierer und Decodierer eine Vereinbarung darüber gibt, zu welchem Transformationskoeffizienten das zu verbergende Vorzeichen gehören soll. Demnach kann die Festlegung auf ein spezielles Datenelement nicht über die Merkmale des Hauptantrags hinaus zur erfinderischen Tätigkeit von Hilfsantrag I beitragen. \n\n464\\. Nichts Anderes gilt, wenn die Lehre der Druckschrift **NK1** auf das Verbergen eines Vorzeichens übertragen wird. Es muss dann zwangsläufig derjenige Koeffizient festgelegt werden, dessen Vorzeichen verborgen wird, damit Codierer und Decodierer synchronisiert sind. Trivialerweise kommt dafür auch nur ein Koeffizient ungleich null in Frage, weil Null-Koeffizienten kein Vorzeichen haben. Die Vorzeichenbits für einen Codierblock sind dabei als Gruppe von Bits codiert (vgl. **NK 9**), wobei die Festlegung auf einen ganz bestimmten Koeffizienten für das zu versteckende Vorzeichen, z. B. den ersten, zweiten oder dritten Koeffizienten, im vorliegenden Fall eine Patentfähigkeit nicht begründen kann. Vielmehr ist das Festlegen auf das Vorzeichen des ersten von null verschiedenen Datenelements als eine letztlich „beliebige“ Maßnahme zu verstehen, die im Hinblick auf das aus Druckschrift **NK 1** bekannte Codierverfahren keine erkennbaren Vor- oder Nachteile hat, sondern eher ohne bestimmten Grund getroffen worden ist. Dem Streitpatent ist keine Begründung oder Erläuterung zu dieser Maßnahme (wie etwa eine Angabe besonderer Vorteile) entnehmbar, so dass diese entsprechend der BGH-Entscheidung „ *Blasenfreie Gummibahn I* “ (Urteil vom 24. September 2003, X ZR 7\u002F00, GRUR 2004, 47) zu beurteilen ist: „Eine von einem bestimmten Zweck oder Ergebnis losgelöste, letztlich nach Belieben getroffene Auswahl ist für sich grundsätzlich nicht geeignet, eine erfinderische Tätigkeit zu begründen“ (vgl. auch BGH, Urteil vom 22. Mai 2007, X ZR 56\u002F03, GRUR 2008, 56 -*injizierbarer Mikroschaum*). \n\n465\\. Selbst wenn davon ausgegangen würde, dass der erste und letzte Koeffizient ungleich null für ein Verbergen des Vorzeichens deshalb in besonderer Weise geeignet sind, weil sie trivialerweise stets zur Verfügung stehen (zumindest gilt dies für eine Partition mit wenigstens zwei Koeffizienten ungleich null), so würde die Festlegung auf einen dieser beiden Koeffizienten vor dem Hintergrund der in der Druckschrift **NK 1** beschriebenen Lehre auf Zweckmäßigkeitserwägungen beruhen und letztendlich auch ins Belieben des Fachmanns gestellt sein, was wiederum eine erfinderische Tätigkeit nicht begründen könnte. \n\n466\\. Darüber hinaus ist generell auch nicht erkennbar, dass die Wahl des Koeffizienten, dessen Vorzeichen verborgen werden soll, in irgendeiner Weise auf „technische“ Überlegungen zurückgeht oder irgendeinen Beitrag zur Lösung eines technischen Problems leistet. Außer Frage steht, dass es eine Vereinbarung zwischen Codierer und Decodierer darüber geben muss, welches der Vorzeichen verborgen werden soll; ob man hierfür aber aus einer Menge an sich gleichwertiger Koeffizienten den ersten oder irgendeinen anderen Koeffizienten heranzieht, bedarf keiner „technischen“ Überlegungen, sondern ist im Grunde ins Belieben des Fachmanns gestellt. Weil aufgrund der Streitpatentschrift kein technischer Bezug hergestellt werden kann, ist dieser Aspekt des Merkmals **M1.2.4** **Hi I** bei der Prüfung auf erfinderischer Tätigkeit nicht zu berücksichtigen (entspr. BGH, Urteil vom 26. Oktober 2010, X ZR 47\u002F07, GRUR 2011, 125 -*Wiedergabe topografischer Informationen* ; BGH, Urteil vom 18. Dezember 2012, X ZR 3\u002F12, GRUR 2013, 275 -*Routenplanung*). \n\n467\\. **1.2.2** Das von der Beklagten vorgebrachte Argument, Merkmal **M1.2.4** **Hi I** begründe eine erfinderische Tätigkeit, weil es gegenüber der Festlegung, dass das Vorzeichen eines Datenelements an einer bestimmten festen Position innerhalb der Partition verborgen wird, sicherstelle, dass immer ein Vorzeichen verborgen werden könne, vermag nicht zu überzeugen. \n\n468\\. Denn der Fachmann wird zum Verbergen von Vorzeichen trivialerweise ausschließlich Transformationskoeffizienten in Betracht ziehen, die von null verschieden sind, da nur diese ein Vorzeichen haben, das verborgen werden kann. Aus seiner Sicht ist es abwegig, gedanklich einen Schritt zurückzugehen und das Vorzeichen auf Basis einer festen absoluten Position innerhalb einer Partition(z. B. der zweiten, fünften oder elften Position der Partition) auszuwählen, weil an einer solchen festen Position bei vielen Partitionen überhaupt kein von null verschiedener Transformationskoeffizient vorhanden ist, dessen Vorzeichen verborgen werden könnte. \n\n469\\. Selbst wenn der Beklagten dahingehend gefolgt würde, dass der Fachmann in Betracht ziehen würde, den Koeffizienten, dessen Vorzeichen verborgen werden soll, anhand einer festen Position innerhalb einer Partition auszuwählen, würde er damit allenfalls den Nachteil in Kauf nehmen, bei vielen Partitionen gar kein Vorzeichen verbergen zu können, obwohl diese Partitionen vorzeichenbehaftete Koeffizienten enthalten.Ein mit einem solchen Vorgehen verbundener Vorteil ist aber weder in der Streitpatentschrift offenbart noch anderweitigerkennbar (vgl. BGH, Urteil vom 24. April 2018, X ZR 50\u002F16 -*Gurtstraffer* ; BGH, Urteil vom 13. Juni 2023, X ZR 51\u002F21 -*Schlossgehäuse*). \n\n470\\. **1.3** Unter Berücksichtigung der Ausführungen zum Hauptantrag ist der Gegenstand des Patentanspruchs 1 gemäß Hilfsantrag I nicht patentfähig. Mit dem Patentanspruch 1 fallen auch alle übrigen Patentansprüche des Hilfsantrags I. \n\n471\\. **2.** **Hilfsantrag II** kann nicht günstiger beurteilt werden. \n\n472\\. **2.1** Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag II ergibt sich aus dem erteilten Patentanspruch 1, indem das Merkmal **M1.2.3** durch das Merkmal \n\n473\\. **M1.2.3** **Hi II** ledit procédé de codage étantcaractérisé en ce un nombre des données de la partition courante à coder à l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, est comparé avec un seuil prédéterminé (TSIG), et en ce que ledit procédé ´il met en oeuvre, pour ladite partition courante, les étapes suivantes si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n474\\. bzw. auf Deutsch \n\n475\\. **M1.2.3** **Hi II** wobei das Codierungsverfahren dadurch gekennzeichnet ist, dass eine Anzahl der Datenelemente der zu codierenden aktuellen Partition mit Ausnahme der Datenelemente gleich null, die vor dem ersten von null verschiedenen Datenelement liegen und die nach dem letzten von null verschiedenen Datenelement liegen, mit einem zuvor bestimmten Schwellenwert (TSIG) verglichen wird, und es das Verfahren für diese aktuelle Partition die folgenden Schritte umsetzt, falls die Anzahl größer als der Schwellenwert (TSIG) ist: \n\n476\\. ersetzt wird (Merkmalsbestandteile, die im Rahmen des Hilfsantrags II neu in den Anspruch aufgenommen worden sind, sind unterstrichen wiedergegeben). \n\n477\\. **2.1.1** Das neue Merkmal **M1.2.3** **Hi II** verlangt, dass „eine Anzahl“ von Datenelementen - eine numerische Größe - der zu codierenden aktuellen Partition mit einem zuvor bestimmten Schwellenwert verglichen wird. Diese Anzahl soll die Datenelemente gleich null, die vor dem ersten oder nach dem letzten von null verschiedenen Koeffizienten angeordnet sind, nicht beinhalten. \n\n478\\. Aus fachmännischer Sicht wird der Schwellenwertvergleich durchgeführt, um zu garantieren, dass der modifizierte Koeffizient aus einer hinreichend großen Grundmenge modifizierbarer Koeffizienten ausgewählt wird. In diesem Fall ergibt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit ein akzeptabler Kompromiss zwischen der durch die Modifikation des ausgewählten Koeffizienten verursachten Verzerrung der codierten Bildinhalte und der zur Übermittlung dieser Bildinhalte erforderlichen Bitrate. \n\n479\\. **2.1.2** Dem Streitpatent ist diesbezüglich zu entnehmen, dass die in dem neuen Merkmal genannte Anzahl von Datenelementen, die mit dem Schwellenwert verglichen wird, „die“(Gesamt-)Anzahl modifizierbarer Koeffizienten sein kann (vgl. **NK I** , Absatz [0094]i. V. m.den Absätzen [0084] und [0093]). Dass sich die beanspruchte „eine Anzahl“ auf modifizierbare Koeffizienten beziehen und\u002Foder die Anzahl sämtlicher modifizierbarer Koeffizienten einer Partition sein muss, verlangt der Anspruchswortlaut allerdings nicht. \n\n480\\. Gemäß dem Streitpatent sind Koeffizienten dann modifizierbar, wenn deren Modifikation keine Desynchronisation hervorruft. Aus diesem Grund sind die vor dem ersten von null verschiedenen Koeffizienten liegenden Koeffizienten nicht modifizierbar. Daneben können auch die nach dem letzten von null verschiedenen Koeffizienten angeordneten Koeffizienten aus Gründen der Berechnungs-komplexität nicht modifiziert werden (**NK I** , Absätze [0042], [0092]); letzteres ist für den Fachmann dadurch motiviert, dass am Ende einer Partition oftmals lange lückenlose Reihen von Null-Koeffizienten liegen, die als Ganzes sehr effizient entropiecodiert werden können. Koeffizienten mit Wert null, die zwischen dem ersten und letzten von null verschiedenen Koeffizienten liegen, sind nach der streitpatentgemäßen Lehreebenfalls modifizierbar (vgl. das in Absatz [0093] der **NK I** genannte Beispiel, bei dem die Teilliste SE1 elf modifizierbare Koeffizienten hat, unter denen sich Nullen befinden). \n\n481\\. **2.2** Die Maßnahmen des Merkmals**M1.2.3** **Hi II** sind aus dem Stand der Technik nahegelegt. \n\n482\\. So beschreibt die Druckschrift **NK 1** an mehreren Textstellen, dass sich die Anzahl zur Verfügung stehender Transformationskoeffizienten auf das Data-Hiding auswirkt und insbesondere das Verbergen in den Transformationskoeffizienten ineffizienter wird, wenn weniger Transformationskoeffizienten zum Modifizieren zur Verfügung stehen. \n\n483\\. Diese Textpassagen betreffen Seite 734, rechte Spalte, Abschnitt C, erster Absatz: *„[…] a key feature of the proposed scheme is to have enough transform coefficients to easily balance between rate and distortion modification”* ; Seite 736, linke Spalte, zweiter Absatz: „ *Indeed, due to the decrease of the transform coefficients available for hiding, the efficiency of the scheme decreases for lower bitrates and becomes quasi-negligible for very low bitrates […]* ” sowie \n\n484\\. Seite 736, linke Spalte, dritter Absatz: „ *The efficiency of the proposed scheme is related to the number of transform coefficients available* ”. \n\n485\\. Angesichts der angeführten Textstellen wird der Fachmann durch die Druckschrift **NK 1** unmittelbar veranlasst, die aus der Druckschrift **NK 1** bekannte Lehre derart zu modifizieren, dass das Durchführen des Data-Hiding-Verfahrens von der Anzahl der verfügbaren (d. h. modifizierbaren) Transformationskoeffizienten abhängt. Entgegen der Auffassung der Beklagten hat in diesem Zusammenhang die Einführung eines Schwellenwerts, mit dem die jeweilige Anzahl modifizierbarer Koeffizienten eines Blocks verglichen wird, so dass das Data-Hiding-Verfahren nur bei einer hinreichend hohen Anzahl modifizierbarer Koeffizienten durchgeführt wird, für den Fachmann zumindest nahegelegen. \n\n486\\. Gemäß Druckschrift**NK 1** sind nur die von null verschiedenen Koeffizienten eines Blocks modifizierbar (vgl. Seite 733, linke Spalte, Satz nach Gleichung (7) sowie drittletzter Satz - „ *The transform coefficients equal to zero are not considered to avoid breaking the zero series* “). Da der Schwellenwertvergleichausschließlich modifizierbare Koeffizienten betrifft, ermittelt der Fachmann somit die Anzahl der von null verschiedenen - modifizierbaren \\- Koeffizienten eines Blocks und vergleicht diese mit dem Schwellenwert. Diese Anzahl beinhaltet diejenigen Koeffizienten nicht, die vor dem ersten oder nach dem letzten von null verschiedenen Koeffizienten angeordnet sind und den Wert null haben. \n\n487\\. Auf diese Weise gelangt der Fachmann zu Merkmal**M1.2.3** **Hi II** , ohne erfinderisch tätig zu werden. \n\n488\\. **2.3** Die Beklagte begründet ihre gegenteilige Auffassung sinngemäß wie folgt: \n\n489\\. **2.3.1** Die Druckschrift**NK 1** scheine zwar grundsätzlich auf das Problem hinzuweisen, die die zusätzlichen Merkmale der Ansprüche gemäß Hilfsantrag II lösten, gebe jedoch keinen Hinweis auf die streitpatentgemäße Lösung. Vielmehr schlage diese Druckschrift(statt eines Schwellenwertvergleichs)vor, Luma- und Chromakomponenten für das Data-Hiding zusammenzufassen und den MVComp-Index in diesen zusammengefassten Blöcken zu verbergen, sowie in Fällen, in denen der MVComp-Index für aufeinanderfolgende Blöcke gleichbleibe, beide Blöcke zusammenzufassen und den Index anhand der Parität der Summe aller Transformationskoeffizienten beider Blöcke zu übertragen. \n\n490\\. Diese Einwände überzeugen nicht. \n\n491\\. So ändert der Umstand, dass gemäß Druckschrift**NK 1** ein Verbergen des MVComp-Index in zusammengefassten Chroma- und Luma-Blöcken durch eine zu geringe Anzahl von Chroma-Koeffizienten motiviert ist, nichts daran, dass auch derart zusammengefasste Blöcke in vielen Fällen eine sehr geringe Anzahl von Nicht-Null-Koeffizienten enthalten können, deren Modifikation verhältnismäßig große Verzerrungen verursacht. Entsprechendes gilt für den Fall der in Druckschrift**NK 1** vorgeschlagenen Zusammenfassung aufeinanderfolgender Blöcke.Dieser Fall betrifft zudem nur spezielle Blockkombinationen, nämlichaufeinanderfolgende Blöcke mit gleichen Prädiktoren (vgl. **NK 1** , Abschnitt IV.C, zweiter Absatz; zum Begriff „Prädiktor“ vgl. **NK 9** , Seite 6, Definition 3.77). \n\n492\\. Das grundsätzliche Problem, dass es Blöcke geben kann, bei denen die zur Verfügung stehende Anzahl modifizierbarer Koeffizienten so gering ist, dass deren Modifikation eine inakzeptable Verzerrung verursacht, wird daher durch die zusätzliche Berücksichtigung weiterer Koeffizienten nicht abschließend gelöst. Der Fachmann wird daher durchaus andere Ansätze in Betracht ziehen, diesem Problem zu begegnen. Solche Ansätze basieren entweder auf einer weiteren Erhöhung der Anzahl modifizierbarer Koeffizienten pro zu verbergendem Vorzeichen, oder aber darauf, Blöcke oder Blockkombinationen mit zu wenigen modifizierbaren Koeffizienten von einem Data-Hiding auszunehmen, um große Verzerrungen zu vermeiden. Um derartige Blöcke oder Blockkombinationen zu identifizieren, ist es platt selbstverständlich, einen Vergleich der Anzahl der vorhandenen modifizierbaren Koeffizienten mit einem Schwellenwert durchzuführen, dessen Überschreitung eine hinreichend große Anzahl modifizierbarer Koeffizienten anzeigt. \n\n493\\. **2.3.2** Nach Auffassung der Beklagten seien zudem laut Druckschrift**NK 1** lediglich von null verschiedene Transformationskoeffizienten modifizierbar, wohingegen dies gemäß den Anspruchsmerkmalen auch für Datenelemente mit Werten gleich null gelte, die zwischen dem ersten und letzten von null verschiedenen Datenelement angeordnet seien. Die Druckschrift**NK 1** lege weder einen derartigen Satz modifizierbarer Datenelemente noch einen entsprechenden Schwellenwertvergleich nahe. \n\n494\\. Auch diesem Argument kann nicht gefolgt werden. \n\n495\\. Denn der Wortlaut des Patentanspruchs 1 nach Hilfsantrag II verlangt nicht, dass Nullen in den Schwellenwertvergleich miteinbezogen werden, sondern nur, dass eine bestimmte Anzahl von Datenelementen, zu denen die Null-Koeffizienten vor dem ersten und nach dem letzten von null verschiedenen Koeffizienten nicht gehören, mit einem Schwellenwert verglichen wird. Genau dies ist der Fall, wenn ausgehend von dem aus Druckschrift**NK 1** bekannten Data-Hiding-Verfahren die Anzahl der modifizierbaren (d. h.der von null verschiedenen) Koeffizienten mit einem Schwellenwert verglichen wird. \n\n496\\. **2.3.3** Ferner argumentiert die Beklagte, da laut Patentbeschreibung die modifizierbaren Transformationskoeffizienten stets den ersten und den letzten von null verschiedenen Koeffizienten sowie sämtliche dazwischenliegenden Koeffizienten umfassen würden, seien die im Rahmen des Hilfsantrags II hinzugefügten Merkmale dahingehend zu verstehen, dass generell -also unabhängig von den spezifischen Werten der Transformationskoeffizienten einer Partition - die Anzahl der Datenelemente der Partition mit Ausnahme der Datenelemente gleich null, die vor dem ersten und nach dem letzten von null verschiedenen Datenelement liegen, mit einem Schwellenwert verglichen werden soll. \n\n497\\. Diesem Argument kann bereits nicht gefolgt werden, weil es auf einer einschränkenden Auslegung des Gegenstands von Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag II basiert. So betrifft Merkmal **M1.2.3** **Hi II** lediglich „eine“ nicht näher spezifizierte Anzahl von modifizierbaren Datenelementen, die auch kleiner sein kann als „die“ (Gesamt-)Anzahl der modifizierbaren Datenelemente. \n\n498\\. Zudem wird mit Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag II lediglich ein Verfahren beansprucht, das zum Codieren eines in Partitionen unterteilten Bildes geeignet ist, wobei hierfür die Schritte der Merkmale **M1.2.3** **Hi II** bis **M1.6.1** zumindest einmal ausgeführt werden (vgl. Merkmale **M1.1** und**M1.2.3** **Hi II** ). Der Ablauf dieses Verfahrenskann also bereits dann verwirklicht sein, wenn ein einziger Block anspruchsgemäß verarbeitet wird.Damit ist Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag II nicht zwangsläufig auf einen Gegenstand gerichtet, bei dem mehrere Blöcke verarbeitet werden, für die der Schwellenwertvergleich „generell“ wie beansprucht durchgeführt wird. \n\n499\\. **2.4** Mit Rücksicht auf die Ausführungen zum Hauptantrag ist der Gegenstand des Patentanspruchs 1 gemäß Hilfsantrag II somit nicht patentfähig. Mit dem Patentanspruch 1 fallen auch alle übrigen Patentansprüche des Hilfsantrags II. \n\n500\\. **3.** Entsprechendes gilt für den **Hilfsantrag III**. \n\n501\\. Die Merkmale des Patentanspruchs 1 nach Hilfsantrag III ergeben sich aus einer Kombination der Änderungen, die zu Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag I bzw. II führen, d. h. durch Aufnahme des Merkmals **M1.2.4** **Hi I** in den erteilten Patentanspruch 1 und Ersetzung von Merkmal **M1.2.3** durch Merkmal **M1.2.3** **Hi II** . \n\n502\\. Für den Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag III gelten die Ausführungen zu den Hilfsanträgen I und II (s. o., Abschnitte III.1, III.2). Im Hinblick auf die Frage der Patentfähigkeit ist zudem nicht erkennbar, dass sich aus der Kombination der neuen Anspruchsmerkmale ein besonderer Synergieeffekt ergibt. \n\n503\\. Unter Berücksichtigung der Ausführungen zu den Hilfsanträgen I und II ist auch der Gegenstand des Patentanspruchs 1 gemäß Hilfsantrag III somit nicht patentfähig. Mit seinem Patentanspruch 1 fallen auch alle übrigen Patentansprüche des Hilfsantrags III. \n\n504\\. **4.** **Hilfsantrag IV** ist nicht günstiger zu beurteilen. \n\n505\\. **4.1** Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag IV unterscheidet sich von dem erteilten Patentanspruch 1 dadurch, dass Merkmal **1.2.3** durch das Merkmal \n\n506\\. **M1.2.3** **Hi IV** ledit procédé de codage étantcaractérisé en ce \n\n507\\. un nombre des données de la partition courante à coder, \n\n508\\. qui sont modifiables, \n\n509\\. est comparé avec un seuil prédéterminé (TSIG) \n\n510\\. les données modifiables comprenant les données de ladite partition courante à coderà l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, \n\n511\\. et en ce que ledit procédémet en oeuvre, pour ladite partition \n\n512\\. courante, les étapes suivantes \n\n513\\. si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n514\\. bzw. auf Deutsch \n\n515\\. **M1.2.3** **Hi IV** wobei das Codierungsverfahren dadurch gekennzeichnet ist, dass \n\n516\\. eine Anzahl der Datenelemente der zu codierenden aktuellen Partition, \n\n517\\. die modifizierbar sind, \n\n518\\. mit einem zuvor bestimmten Schwellenwert (TSIG) verglichen wird, \n\n519\\. wobei die modifizierbaren Datenelemente die Datenelemente der zu codierenden aktuellen Partition \n\n520\\. mit Ausnahme der Datenelemente gleich null, die vor dem ersten von null verschiedenen Datenelement liegen und die nach dem letzten von null verschiedenen Datenelement liegen, \n\n521\\. umfassen, \n\n522\\. und das Verfahren für diese aktuelle Partition die folgenden Schritte umsetzt, \n\n523\\. falls die Anzahl größer als der Schwellenwert (TSIG)ist: \n\n524\\. und Merkmal **M1.5** durch das Merkmal \n\n525\\. **M1.5** **Hi IV** en fonction du résultat de ladite comparaison, modification (S5) ou non d'au moins une des données modifiables de la partition courante \n\n526\\. bzw. auf Deutsch \n\n527\\. **M1.5** **Hi IV** in Abhängigkeit vom Ergebnis des Vergleichens Modifizieren (S5) oder Nicht-Modifizieren wenigstens eines der modifizierbaren Datenelemente der aktuellen Partition, \n\n528\\. ersetzt worden ist (Merkmalsbestandteile, die im Rahmen des Hilfsantrags IV neu aufgenommen worden sind, sind unterstrichen wiedergegeben). \n\n529\\. **4.1.1** Die zu Merkmal **M1.5** **Hi IV** führende Änderung bringt zum Ausdruck, dass wenigstens eines der modifizierbaren Datenelemente in Abhängigkeit vom Ergebnis des in Merkmal **M1.5** angesprochenen Vergleichs modifiziert oder nicht modifiziert werden soll. \n\n530\\. **4.1.2** Im Vergleich mit **M1.2.3** **Hi II** verlangt Merkmal **M1.2.3** **Hi IV** nun ausdrücklich, dass „eine Anzahl“ von modifizierbaren Datenelementen in den Schwellenwertvergleich eingeht.Diese Anzahl kann dem Merkmalswortlaut nach „die“ (Gesamt-)Anzahl modifizierbarer Koeffizienten sein, oder aber auch „eine“ geringere Anzahl von modifizierbaren Datenelementen. \n\n531\\. Die Anweisung „wobei die modifizierbaren Datenelemente die Datenelemente der zu codierenden aktuellen Partition mit Ausnahme […] umfassen“ in Merkmal **M1.2.3** **Hi IV** definiert entweder - gemäß einer ersten Auslegungsalternative -ausschließlich die in den Schwellenwertvergleich eingehende „eine Anzahl“ von modifizierbaren Datenelementen (weil sich der Ausdruck „ *les données modifiables* “ unmittelbar auf die vorher angesprochene „ *un nombre des données […], qui sont modifiables* “ beziehen kann), oder legt - gemäß einer zweiten Auslegungsalternative - allgemeinerfest, wodurch modifizierbare Datenelementegenerell charakterisiert sein sollen. \n\n532\\. Für beide Auslegungsalternativen legt Merkmal **M1.2.3** **Hi IV** fest, dass die modifizierbaren Datenelemente die Datenelemente zwischen dem ersten und letzten Datenelement der zu codierenden aktuellen Partition (einschließlich dieser beiden Datenelemente) umfassen sollen.Eine Modifikation der vor dem ersten von null verschiedenen Koeffizienten angeordneten Null-Koeffizienten scheidet dabei prinzipiell aus, weil sie zu Fehlern bei der Decodierung führt (s. o., Abschnitt III.2.1.2). \n\n533\\. **4.2** Die Maßnahmen der Merkmale **M1.2.3** **Hi IV** und**M1.5** **Hi IV** können eine erfinderische Tätigkeit nicht stützen. \n\n534\\. **4.2.1** So ist Merkmal**M1.5** **Hi IV** aus Druckschrift**NK 1** bekannt. \n\n535\\. Denn in dem dort beschriebenen Data-Hiding-Verfahren kann grundsätzlich jeder von null verschiedene Koeffizient in Abhängigkeit des Vergleichs von berechnetem Funktionswert und Parität entweder modifiziert (und ist daher modifizierbar) oder nicht modifiziert werden (s. o., Abschnitt II.2.1). \n\n536\\. **4.2.2** Ferner kann auch Merkmal **M1.2.3** **Hi IV** eine erfinderische Tätigkeit nicht tragen. \n\n537\\. Dies lässt sich auf zwei Weisen begründen: \n\n538\\. **a)** So ist das Merkmal **M1.2.3** **Hi IV** bereits dann verwirklicht, wenn der Fachmann das in Druckschrift**NK 1** beschriebene Data-Hiding in der in AbschnittIII.2.3 beschriebenen Weise zum Verbergen von Vorzeichen von Transformationskoeffizienten verwendet, d. h. die Anzahl der von null verschiedenen Koeffizienten mit einem Schwellenwert vergleicht. \n\n539\\. Denn bei der Codierung typischer Bildinhalte kommt es oftmals vor, dass in einem Block quantisierter Transformationskoeffizienten zwischen dem ersten und letzten von null verschiedenen Koeffizienten keine Koeffizienten liegen, die den Wert null haben. In diesem Fall besteht die Menge der in den Schwellenwertvergleich eingehenden modifizierbaren Koeffizienten des Blocks aus dem ersten und letzten von null verschiedenen Koeffizienten sowie ggf. aus allen (Nicht-Null-)Koeffizienten, die zwischen diesen angeordnet sind.Diese Menge beinhaltet die Null-Koeffizienten vor dem ersten und nach dem letzten von null verschiedenen Koeffizienten nicht und enthält ausschließlich modifizierbare Koeffizienten. \n\n540\\. Damit liegt Merkmal **M1.2.3** **Hi IV** gemäß der ersten Auslegungsalternative vor. \n\n541\\. Im Übrigen wird der Fachmann dabei selbstverständlich gewährleisten, dass der erste von null verschiedene Koeffizient nicht zu null modifiziert wird. Denn ansonsten kann der Decodierer den Koeffizienten, dessen Vorzeichen verborgen worden ist, nicht korrekt ermitteln. Dies liegt daran, dass bei einer Modifikation des ersten von null verschiedenen Koeffizienten zu null der erste (zweite, dritte, …) von null verschiedene Koeffizient der codierten Partition, die von dem Decodierer empfangen wird, der zweite (dritte, vierte ...) von null verschiedene Koeffizient des vom Codierer codierten aktuellen Blocks ist. \n\n542\\. **b)** Zudem schließt der Fachmann aus den Ausführungen der Druckschrift**NK 1** , dass bereits Testrechnungen durchgeführt worden sind, bei denen auch Koeffizienten modifiziert werden, die den Wert null haben (vgl. Seite 733, linke Spalte, Satz nach Gleichung (7) sowie letzter Absatz -„ *The* *transform coefficients equal to zero* *are not considered to avoid breaking the zero series. Indeed,* *such modifications* *systematically provide a rate R* *n* *wj* *increase and, in most cases, there also increase the distortion D* *n* *wj* “). Denn nur so können die Autoren der Druckschrift **NK 1** zum Schluss gelangt sein, dass Modifikationen von Nullen zu einer Ratenerhöhung und in den meisten Fällen auch zu einer Erhöhung der Verzerrung führen.Ähnliche Testrechnungen, bei denen auch DCT-Koeffizienten mit Wert null modifiziert werden, weil generell wenige Koeffizienten ungleich null zur Verfügung stehen, sind ihm auch aus Druckschrift **NK 4** bekannt(vgl. erste Seite, rechte Spalte, erster vollständiger Absatz sowie zweite Seite, Abschnitt II.A). \n\n543\\. Der Fachmann wird diese Testrechnungen nacharbeiten und dazu auf seinem Rechner implementieren. Denn auf diese Weisekann er beurteilen, wie sich eine Modifikation von Nullen quantitativ auf die Bitraten und Verzerrungen auswirkt, die sich bei der Codierung seiner eigenen Bildinhalte (z. B.von Testvideos) ergeben, und damit selbst ein „Gefühl“ für den Einfluss einer Modifikation von Nullen beim Verbergen von Datenelementen bekommen. \n\n544\\. In Zuge dessen wird er selbstverständlich Modifikationen der vor dem ersten von null verschiedenen Koeffizienten angeordneten Null-Koeffizienten ausschließen, weil der Decodierer in diesem Fall den Nicht-Null-Koeffizienten, dessen Vorzeichen vom Codierer modifiziert worden ist, nicht mehr korrekt ermittelt. Hätte der Codierer beispielsweise das Vorzeichen des ersten von null verschiedenen Koeffizienten eines uncodierten Blocks verborgen und diesen Koeffizienten anschließend zu null modifiziert, würde der Decodierer feststellen, dass der erste von null verschiedene Koeffizient des modifizierten Blocks an einer anderen Position angeordnet ist und dieser Position fälschlicherweise das verborgene Vorzeichen zuordnen. Entsprechendes gilt, wenn z. B. das Vorzeichen des zweiten oder dritten von null verschiedenen Koeffizienten verborgen wird. \n\n545\\. Somit kommt der Fachmann auf Basis fachüblicher Überlegungen unmittelbar zu einer Lehre, bei der neben den Nicht-Null-Koeffizienten auch die nach dem ersten Nicht-Null-Koeffizienten angeordneten Koeffizienten mit Wert null modifizierbar sind. Die Menge von Koeffizienten, die generell modifiziert werden können, umfasst damit alle Koeffizienten, die zwischen dem ersten und letzten von Null verschiedenen Koeffizienten des zu codierenden Blocks liegen (diese beiden Koeffizienten eingeschlossen). Dies entspricht der zweiten Auslegungsalternative des Merkmals **M1.2.3** **Hi IV** . \n\n546\\. Da es ferner für den Fachmann naheliegt, den Schwellenwertvergleich mit den jeweils zur Verfügung stehenden modifizierbaren Koeffizienten durchzuführen (s. o., Abschnitt III.2.2), gelangt der Fachmann zu Merkmal **M1.2.3** **Hi IV** gemäß der zweiten Auslegungsalternative, ohne erfinderisch tätig zu werden. \n\n547\\. **4.3** Die Beklagte ist der Auffassung, Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag IV verlange, dass die Anzahl der Datenelemente einer Partition mit Ausnahme der Datenelemente vor dem ersten und nach dem letzten von null verschiedenen Datenelement mit einem Schwellenwert verglichen wird. Ausgehend von der Druckschrift**NK 1** würde der Fachmann hierfür nicht die im Allgemeinen hiervon verschiedene Anzahl der von null verschiedenen Koeffizienten heranziehen. \n\n548\\. **4.3.1** Dem ist entgegenzuhalten, dass der Anspruchswortlaut einen Schwellenwertvergleich betrifft, in den lediglich „eine” nicht näher definierte Anzahl modifizierbarer Koeffizienten eingeht. Diese Anzahl muss nicht mit der Anzahl von Koeffizienten zwischen dem ersten und letzten von null verschiedenen (diese beiden Koeffizienten eingeschlossen) übereinstimmen. \n\n549\\. **4.3.2** Abgesehen davonläge es nahe, lückenlose Nullreihen, die am Ende einer zu codierenden aktuellen Partition(nach dem letzten von Null verschiedenen Koeffizienten) angeordnet sind, von einer Modifikation auszuschließen, weil diese sehr effizient entropiecodiert werden können.Auch ein solches Vorgehen ist fachüblich.In diesem Fall würde die Menge der modifizierbaren Koeffizienten - diese wird mit dem Schwellenwert verglichen - ausschließlich den ersten und letzten Nicht-Null-Koeffizienten sowie die dazwischenliegenden modifizierbaren Koeffizienten beinhalten. Dies gilt sowohl im Hinblick auf die Ausführungen unter den Abschnitten II.2 und III.4.2.2 a)als auch unter Abschnitt III.4.2.2 b).Das bedeutet, dass sämtliche Koeffizienten, die vor dem ersten und nach dem letzten Nicht-Null-Koeffizienten angeordnet sind, nicht in den Schwellenwertvergleich eingehen. \n\n550\\. **4.4** Unter Berücksichtigung der Ausführungen zum Hilfsantrag II ist der Gegenstand des Patentanspruchs 1 gemäß Hilfsantrag IV somit nicht patentfähig. Mit seinem Patentanspruch 1 fällt der gesamte Hilfsantrag IV. \n\n551\\. **5.** Auch **Hilfsantrag V** hat keinen Erfolg. \n\n552\\. **5.1** Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag V unterscheidet sich von Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag IV durch die weitere Anweisung, dass der in Merkmal **1.2.3** **Hi IV** angesprochene Schwellenwert den Wert 4 besitzen soll („et le seuil ayant une valeur de 4”). \n\n553\\. **5.2** Auch dieser Gegenstand ergibt sich in naheliegender Weise aus dem aufgezeigten Stand der Technik. \n\n554\\. So wird im Streitpatent an genau zwei Textstellen darauf hingewiesen, dass der Schwellenwert gleich 4 ist. Bei diesen Textstellen handelt es sich um die Absätze [0094] und [0177] der Streitpatentschrift. Die Ausführungen des Streitpatents in Hinblick auf gerade diesen Wert gehen nicht über die bloße Zahlenangabe hinaus. Ausführungen zu etwaigen mit diesem Wert verbundenen technischen Besonderheiten sind dem Streitpatent nicht zu entnehmen. Aus Sicht des Senats handelt es sich bei dem Schwellenwert gleich 4 um eine willkürliche Festlegung, die im Belieben des Fachmanns liegt und keinen technischen Beitrag liefern kann. \n\n555\\. **5.3** Mit Rücksicht auf die Ausführungen zum Hilfsantrag IV ist der Gegenstand des Patentanspruchs 1 gemäß Hilfsantrag V somit nicht patentfähig. Mit dem Patentanspruch 1 fallen auch alle übrigen Patentansprüche des Hilfsantrags V. \n\n556\\. **6.** **Hilfsantrag VI** kann nicht günstiger beurteilt werden. \n\n557\\. Die Merkmale des Patentanspruchs 1 nach **Hilfsantrag VI** ergeben sich aus einer Kombination der Änderungen, die zu Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag I bzw. V führen. \n\n558\\. **6.1** Für den Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag VI gelten die Ausführungen zu Patentanspruch 1in den Fassungen des Hauptantrags sowie der Hilfsanträge I und V (s. o., Abschnitte II.2, III.1, III.5). \n\n559\\. Im Hinblick auf die Beurteilung der Patentfähigkeit des Gegenstands von Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag VI ist ferner noch anzumerken, dass sich Merkmal **M1.2.4** **Hi I** zwangsläufig aus fachüblichen Überlegungen ergibt, wenn der Fachmann ausgehend von der Lehre der Druckschrift **NK 1** zusätzlich eine Modifikation von Null-Koeffizienten erwägt, die auf den ersten von null verschiedenen Koeffizienten folgen (s. o., Abschnitt III.4.2.2 b)). \n\n560\\. In diesem Fall ist es nämlich zweckmäßig, das Vorzeichen des ersten von null verschiedenen Koeffizienten zu verbergen (vgl. Merkmal **M1.2.4** **Hi I** ), um Decodierungsfehler zu vermeiden. Denn falls das Vorzeichen eines anderen Nicht-Null-Koeffizienten verborgen wird, kann der Fall eintreten, dass ein möglicherweise vor diesem Koeffizienten angeordneter Null-Koeffizient modifiziert wird. In diesem Fall würde der Decodierer das verborgene Vorzeichen nicht dem anderen Nicht-Null-Koeffizienten zuordnen.Wennz. B.der quantisierte Rest einer aktuellen zu codierenden Partition die Form (0 0 2 0 32 4 0) hat und das Vorzeichen des zweiten von Null verschiedenen Koeffizienten „3“ verborgen werden soll, erhält der Decodierer bei einer Addition von +1 zu dem unmittelbar vor der „3“ angeordneten Null-Koeffizienteneinenzu decodierenden quantisierten Rest der Form (0 0 2 1 3 2 4 0). Aus diesem wird er - inkorrekterweise - ableiten, dass das zu verbergende Vorzeichen zum Koeffizienten „1“ gehört, da dieser der zweite von null verschiedene ist. Entsprechendes gilt, wenn das Vorzeichen des dritten oder vierten von null verschiedenen Koeffizienten verborgen wird. \n\n561\\. **6.2** Mit Rücksicht auf die Ausführungen zu den Hilfsanträgen I und V ist der Gegenstand des Patentanspruchs 1 gemäß Hilfsantrag VI somit nicht patentfähig. Mit dem Patentanspruch 1 fallen auch alle übrigen Patentansprüche des Hilfsantrags VI. \n\n562\\. **7.** **Hilfsantrag VII** hat keinen Erfolg, weil der Gegenstand seines Patentanspruchs 1 ausgehend von Druckschrift **NK 1** nahegelegt ist. \n\n563\\. **7.1** Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag VII ergibt sich aus dem erteilten Patentanspruch 3- dieser betrifft ein Verfahren zum Decodieren eines Datensignals-, indem nach Merkmal **M3.2.2** das Merkmal \n\n564\\. **M3.2.4** **Hi I** et la donnée affectée du signe étant la première donnée non nulle de la partition courante à décoder, \n\n565\\. bzw. auf Deutsch \n\n566\\. **M3.2.4** **Hi I** und es sich bei dem mit dem Vorzeichen behafteten Datenelement um das erste von null verschiedene Datenelement der zu decodierenden aktuellen Partition handelt, \n\n567\\. eingeschoben wird. \n\n568\\. Laut Merkmal **M3.2.4** **Hi I** soll es sich bei dem Datenelement, dessen Vorzeichen als Ergebnis des beanspruchten Decodierverfahrensvorliegen soll, um das erste von null verschiedene Datenelement der zu decodierenden aktuellen Partition handeln. \n\n569\\. **7.2** Mit dem Merkmal **M3.2.4** **Hi I** kann ein Vorliegen von erfinderischer Tätigkeit nicht begründet werden. \n\n570\\. So wurde in den Abschnitten III.1 und III.6 ausgeführt, dass das Verbergen des Vorzeichens des ersten von null verschiedenen Koeffizientenausgehend von dem in Druckschrift**NK 1** beschriebenen Codierverfahren eine erfinderische Tätigkeit nicht begründen kann. \n\n571\\. Da es in diesem Fall zwischen Codierer und Decodierer eine Vereinbarung darüber geben muss, dass das Vorzeichen des ersten von null verschiedenen Koeffizienten verborgen wird (s. o., Abschnitt III.1.2), realisiert der Fachmann ein Decodierverfahren gemäß Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag VII, wenn er das in Druckschrift**NK 1** beschriebene Decodierverfahren zur Rekonstruktion des Vorzeichens des ersten von null verschiedenen Koeffizienten unter Verwendung der Parität der Summe der decodierten Transformationskoeffizienten einsetzt. Der Fachmann wird dabei selbstverständlich sicherstellen, dass der erste von null verschiedene Koeffizient des zu codierenden ursprünglichen Blocks nicht zu null modifiziert wird, da der Decodierer ansonsten das verborgene Vorzeichen in fehlerhafter Weise einem anderen Koeffizienten zuordnen würde. \n\n572\\. **7.3** Mit Rücksicht auf die Ausführungen zum erteilten Patentanspruch 3 beruht die Lehre des Patentanspruchs 1 gemäß Hilfsantrag VII somit nicht auf einer erfinderischen Tätigkeit und ist daher nicht patentfähig. Mit seinem Patentanspruch 1 fällt der gesamte Hilfsantrag VII. \n\n573\\. **8.** Auch die Beurteilung der **Hilfsanträge VIII bis XII** führt zu keinem anderen Ergebnis. Denn der jeweilige Gegenstand ihres Patentanspruchs 1 ist jeweils ausgehend von Druckschrift **NK 1** nahegelegt. \n\n574\\. **8.1** Patentanspruch 1 nach **Hilfsantrag XII** beruht auf Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag VII, wobei Merkmal **M3.2.3** durch das Merkmal \n\n575\\. **M3.2.3** **Hi V** ledit procédé de décodage étantcaractérisé en ce qu’ \n\n576\\. un nombre des données de la partition courante (Bi) à décoder, \n\n577\\. qui sont susceptibles d’avoir été modifies, \n\n578\\. est compare avec un seuil predetermine, \n\n579\\. les données susceptibles d’avoir été modifiés comprenant les données de ladite partition courante à décoderà l’exception des données nulles situés avant la première donnée non nulle et des données nulles situés après la dernière donnée non nulle, \n\n580\\. et le seuil ayant une valeur de 4, \n\n581\\. et ledit procédé comprend, pour ladite partition courante, les étapes suivantes \n\n582\\. si le nombre est supérieur au seuil (TSIG): \n\n583\\. bzw. auf Deutsch \n\n584\\. **M3.2.3** **Hi V** wobei das Decodierungsverfahren dadurch gekennzeichnet ist, dass \n\n585\\. eine Anzahl von Datenelementen der zu decodierenden aktuellen Partition, \n\n586\\. die modifiziert worden sein können, \n\n587\\. mit einem zuvor bestimmten Schwellenwert verglichen wird, \n\n588\\. wobei die Datenelemente, die modifiziert worden sein können, die Datenelemente der zu decodierenden aktuellen Partition \n\n589\\. mit Ausnahme der Datenelemente gleich null, die vor dem ersten von null verschiedenen Datenelement liegen und die nach dem letzten von null verschiedenen Datenelement liegen, \n\n590\\. umfassen, \n\n591\\. und wobei der Schwellenwert den Wert 4 hat, \n\n592\\. und das Verfahren für diese aktuelle Partition die folgenden Schritte umsetzt, \n\n593\\. falls die Anzahl größer als der Schwellenwert (TSIG) ist: \n\n594\\. ersetzt wird. \n\n595\\. Dieses neue Merkmal korrespondiert zu dem Merkmal **M1.2.3** **Hi V** der mit Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag V und VI beanspruchten Codierverfahren und beschreibt einen Vergleich „einer Anzahl“ von Datenelementen einer zu decodierenden aktuellen Partition mit einem zuvor bestimmten Schwellenwert von 4. Demnach werden die Merkmale **M3.3** bis **M3.5.2** , die die Rekonstruktion eines verborgenen Vorzeichens betreffen, nur dann ausgeführt, wenn „eine Anzahl“ von Datenelementen, die modifiziert worden sein können, größer als 4 ist. \n\n596\\. Im Unterschied zu den genannten Codierverfahren betrifft das mit Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag XII beanspruchte Decodierverfahren eine Anzahl von Datenelementen, die modifiziert worden sein können, da es keine Informationen über die Identität der tatsächlich modifizierten Datenelemente benötigt. \n\n597\\. Ähnlich wie das Merkmal **M1.2.3** **Hi IV** erlaubt das Merkmal **M3.2.3** **Hi V** zwei Auslegungsalternativen. So definiert die Anweisung „wobei die Datenelemente, die modifiziert worden sein können, die Datenelemente der zu decodierenden aktuellen Partition mit Ausnahme […] umfassen“ entweder ausschließlich die in den Schwellenwertvergleich eingehende „eine Anzahl“ von Datenelementen, die modifiziert worden sein können (erste Auslegungsalternative), oder legt allgemeiner fest, wodurch Datenelemente, die modifiziert worden sein können, charakterisiert sein sollen (zweite Auslegungsalternative). \n\n598\\. Merkmal **M3.2.3** **Hi V** verlangt, dass die Menge dieser Datenelemente die Datenelemente zwischen dem ersten und letzten von null verschiedenen Datenelementen (einschließlich dieser beiden Datenelemente) umfasst. \n\n599\\. **8.2** Mit dem Merkmal **M3.2.3** **Hi V** kann eine erfinderische Tätigkeit nicht begründet werden. \n\n600\\. So ist es eine Selbstverständlichkeit, Decodierverfahren „symmetrisch“ zu Codierverfahren auszugestalten. Das bedeutet im vorliegenden Fall, dass der beim Codierverfahren ausgeführte Schwellenwertvergleich mit Schwellenwert 4 auch im Rahmen des zugehörigen Decodierverfahrens implementiert wird, so dass der Decodierer feststellen kann, ob in einer codierten Partition das Vorzeichen eines vorab bestimmten - z. B.des ersten von null verschiedenen \\- Koeffizienten verborgen worden ist oder nicht. \n\n601\\. Wird der Schwellenwertvergleich des Decodierverfahrens „symmetrisch“ zum Schwellenwertvergleich des Codierverfahrens ausgeführt, gehen all diejenigen Koeffizienten eines codierten Blocks in den Schwellenwertvergleich des Decodierverfahrensein, die vor dem Codieren modifizierbar sind und beim Codierenmodifiziert worden sein können.Aus welchen Koeffizienten die Menge dieser Koeffizienten zusammengesetzt ist, muss auch dem Decodierer bekannt sein. \n\n602\\. **8.2.1** Merkmal**M3.2.3** **Hi V** ist bereits dann verwirklicht, wenn der Fachmann typische Bildinhalte wie in Abschnitt III.4.2.2 a) beschrieben codiert und anschließend dazu „symmetrisch“ decodiert. \n\n603\\. So werden bei dem aus Druckschrift**NK 1** bekannten Codierverfahren ausschließlich die Nicht-Null-Koeffizienten modifiziert.All diese sind aus Sicht des Decodierers Koeffizienten, die modifiziert worden sein können. \n\n604\\. In dem häufig vorkommenden Fall, dass in einem zu codierenden aktuellen Block quantisierter Transformationskoeffizienten zwischen dem ersten und letzten von null verschiedenen Koeffizienten keine Koeffizienten angeordnet sind, die den Wert null haben (s. o., Abschnitt III.4.2.2 a)), beinhaltet ein derartiger Block genau eine lückenlose Reihe von mindestens zwei Nicht-Null-Koeffizienten. \n\n605\\. Insbesondere dann, wenn kein Nicht-Null-Koeffizient dieser Reihe von dem Codierer modifiziert worden ist(weil die Parität der Summe dieser Koeffizienten der Parität des verborgenen Vorzeichens bereits entspricht) oder durch eine Modifikation den Wert null erhalten hat, gehen alle Koeffizienten dieser lückenlosen Reihe in den „symmetrischen“ Schwellenwertvergleich des Decodierverfahrens ein.Aus Sicht des Decodierers kann jeder dieserNicht-Null-Koeffizienten modifiziert worden sein. \n\n606\\. In diesem Fall verwirklicht der Decodierer also Merkmal **M3.2.3** **Hi V** gemäß der ersten Auslegungsvariante. \n\n607\\. Dem steht nicht entgegen, dass genau einer der Nicht-Null-Koeffizienten der lückenlosen Reihe von Nicht-Null-Koeffizienten durch eine Modifikation den Wert null erhalten haben kann.In diesem Fall ist die vom Decodierer ermittelte Anzahl von Koeffizienten, die modifiziert worden sein können, zwar um 1 kleiner als die Anzahl von Koeffizienten, die in den Schwellenwertvergleich des Codierers eingeht. Dadurch wird der im Rahmen des Decodierverfahrens durchgeführte Vergleich mit einem Schwellenwert N(z. B. dem Wert N = 4)jedoch nur in dem Spezialfall inkorrekt, wenn ein zu codierender Block eine lückenlose Reihe von N + 1 (z. B. von 5) Nicht-Null-Koeffizientenenthält.Der Fachmann wird auch in diesem Fall selbstverständlich sicherstellen, dass das aus Druckschrift**NK 1** bekannte Decodierverfahren zu keinen Decodierfehlern führt (z. B.dadurch, dass er bei der Codierung keine Modifikationen von Koeffizienten zu null zulässt). \n\n608\\. **8.2.2** Außerdem wird Merkmal **M3.2.3** **Hi V** auch dann verwirklicht, wenn der Fachmann ein Codier- und Decodierverfahren realisiert, bei dem Null-Koeffizienten modifiziert werden können. \n\n609\\. **a)** Zieht der Fachmann nämlich ausgehend von dem in Druckschrift**NK 1** beschriebenen Verfahren auch eine Modifikation von Null-Koeffizienten in Betracht, bilden der erste von null verschiedene Koeffizient und alle darauffolgenden Koeffizienten eines zu codierenden aktuellen Blocks eine Menge modifizierbarer Koeffizienten, deren Anzahl in naheliegender Weise in den Schwellenwertvergleich des Codierverfahrens eingeht (s. o., Abschnitt III.4.2.2 b)). \n\n610\\. Da dem „symmetrisch“ zum Codierer arbeitenden Decodierer bekannt sein muss, dass die Koeffizienten dieser Menge modifiziert worden sein können (s. o.), geht dieselbe Anzahl von Koeffizienten in den „symmetrischen“ Schwellenwertvergleich des Decodierverfahrens ein wie in den Schwellenwertvergleich des Codierverfahrens. Die Menge dieser Koeffizientenumfasst den ersten und letzten von null verschiedenen Koeffizienten des zu decodierenden Blocks sowie ggf. dazwischenliegende Koeffizienten, wie von Merkmal **M3.2.3** **Hi V** verlangt. \n\n611\\. **b)** Im Übrigen wäre es auch naheliegend, lückenlose Nullreihen am Ende einer Partition von einer Modifikation auszunehmen (s. o., Abschnitt III.4.3.2). In diesem Fall bestünde die Menge der Koeffizienten, die modifiziert worden sein können, ausschließlich aus dem ersten und letzten von null verschiedenen Koeffizienten des zu decodierenden Blocks sowie ggf. dazwischenliegenden modifizierbaren Koeffizienten, so dass lückenlose Reihen von Null-Koeffizienten am Anfang und am Ende einer Partition für den Schwellenwertvergleich nicht herangezogen werden. \n\n612\\. **8.3** Mit Rücksicht auf die Ausführungen zum erteilten Patentanspruch 3 sowie zu Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag VII beruht die Lehre des Patentanspruchs 1 gemäß Hilfsantrag XII somit nicht auf einer erfinderischen Tätigkeit und ist daher nicht patentfähig. Mit seinem Patentanspruch 1 fällt der gesamte Hilfsantrag XII. \n\n613\\. **8.4** Der jeweilige Gegenstand von Patentanspruch 1 in den Fassungen der **Hilfsanträge VIII bis XI** geht inhaltlich nicht über den Gegenstand von Patentanspruch 1 nach Hilfsantrag XII hinaus. Mit Rücksicht auf die Ausführungen zu diesem Patentanspruch beruht der jeweilige Gegenstand des Patentanspruchs 1 in der Fassung eines der Hilfsanträge VIII bis XI daher nicht auf einer erfinderischen Tätigkeit und ist somit ebenfalls nicht patentfähig. Mit ihrem jeweiligen Patentanspruch 1 fallen auch die Hilfsanträge VIII bis XI jeweils als Ganzes. \n\n**IV.**\n\n614\\. Nachdem das Streitpatent aus den vorstehend ausgeführten Gründen in keiner seiner durch die Beklagte verteidigten Fassungen Rechtsbestand haben kann, war es somit für nichtig zu erklären. \n\n**V.**\n\n615\\. Die Kostenentscheidung beruht auf § 84 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2 Halbsatz 1 PatG i. V. m. § 91Abs. 1 ZPO. \n\n616\\. Die Entscheidung über die vorläufige Vollstreckbarkeit beruht auf § 99 Abs. 1 PatG i. V. m. § 709 Satz 1 und 2 ZPO.","de","jurionline_de","","BPatG München, 20.06.2024, 2 Ni 7\u002F23 (EP)","ecli-de-neuris-jure249031658",null,[19,34,44,54,64],{"id":20,"ecli":21,"caseNumber":14,"courtId":22,"courtName":14,"decisionDate":23,"fullText":24,"language":25,"source":26,"sourceUrl":27,"summary":14,"slug":28,"metadata":29},"410","ECLI:NL:RBLIM:2026:6423",66,"2026-07-08T00:00:00.000Z","RECHTBANK limburg\n\nZittingsplaats Roermond\n\nBestuursrecht\n\nzaaknummer: ROE 25 \u002F 2565\n\nuitspraak van de meervoudige kamer van 8 juli 2026 in de zaak tussen\n\n [belanghebbende] , gevestigd te [plaats], belanghebbende\n\n(gemachtigde: M.O.E. Uyen)\n\nen\n\nde heffingsambtenaar van de Belastingsamenwerking Gemeenten en Waterschappen, de heffingsambtenaar (gemachtigde: A. van den Dool).\n\nProcesverloop\n\nDe heffingsambtenaar heeft op grond van de Wet waardering onroerende zaken (Wet woz) de waarde van de onroerende zaken van belanghebbende voor het belastingjaar 2025 vastgesteld (het primaire besluit).\n\nBelanghebbende heeft tegen het primaire besluit bezwaar gemaakt.\n\nDe heffingsambtenaar heeft het bezwaar van belanghebbende gegrond verklaard (het bestreden besluit). Aan belanghebbende is een proceskostenvergoeding van in totaal € 161,74 toegekend.\n\nBelanghebbende heeft tegen het bestreden besluit beroep ingesteld.\n\nDe heffingsambtenaar heeft verweer gevoerd.\n\nOp 4 mei 2026, aangevuld op 11 mei 2026, zijn van belanghebbende nadere gronden en stukken ontvangen.\n\nHet onderzoek ter zitting heeft vervolgens plaatsgevonden op 15 mei 2026. Belanghebbende heeft zich laten vertegenwoordigen door mr. L.H.G.M. Driessen, kantoorgenote van haar gemachtigde bij Previcus B.V. te Boxmeer. De heffingsambtenaar heeft zich laten vertegenwoordigen door zijn gemachtigde.\n\nOverwegingen\n\n1. De rechtbank stelt vast dat de woz-waarde tussen partijen niet meer in geschil is. Het beroep van belanghebbende richt zich enkel tegen de toegekende proceskostenvergoeding en spitst zich toe op de vraag of de heffingsambtenaar bij de vaststelling van de proceskostenvergoeding in bezwaar toepassing heeft mogen geven aan de vermenigvuldigingsfactor 0,125 van artikel 30a, eerste lid, van de Wet woz, zoals dit artikellid luidt met ingang van 1 januari 2025.\n\n2. De heffingsambtenaar heeft in het bestreden besluit de proceskostenvergoeding van € 161,74 als volgt gespecificeerd:\n\n- indienen bezwaarschrift: 1 punt x waarde per punt € 647,- x factor 0,125 = € 80,87 +\n\n- bijwonen hoorzitting: 1 punt x waarde per punt € 647,- x factor 0,125 = € 80,87 = € 161,74.\n\n3. Belanghebbende vindt dat de heffingsambtenaar een te lage proceskostenvergoeding heeft toegekend. Zij verzoekt de rechtbank om artikel 30a van de Wet woz buiten toepassing te laten, omdat haar gemachtigde een bijzonder geval is als bedoeld in het zogenoemde 30a-arrest van de Hoge Raad van 17 januari 2025 (ECLI:NL:HR:2025:46).\n\n4. In het 30a-arrest heeft de Hoge Raad geoordeeld dat bijzondere gevallen zich onderscheiden doordat zij niet voldoen aan de volgende kenmerken: dat aan de belanghebbende rechtsbijstand wordt verleend door een beroepsmatig optredende gemachtigde, dan wel een kantoor, waarvan het bedrijfsmodel eruit bestaat dat\n\n( i) wordt opgetreden op basis van no cure no pay,\n\n(ii) daarbij zodanige afspraken met de cliënten worden gemaakt dat het bedrag van eventuele proceskostenvergoedingen aan de gemachtigde of aan het kantoor wordt afgedragen, en\n\n(iii) de procedures op een zodanige wijze worden gevoerd dat de daarin toegekende proceskostenvergoedingen de in redelijkheid gemaakte kosten ver overtreffen.\n\n5. De daarbij te hanteren regels zijn nader uitgewerkt in de arresten van de Hoge Raad van 25 april 2025 (ECLI:NL:HR:2025:670) en 18 juli 2025 (ECLI:NL:HR:2025:1175).\n\n5.1.. Volgens de Hoge Raad rusten op de belanghebbende de stelplicht en bewijslast van feiten die meebrengen dat buiten redelijke twijfel komt vast te staan dat, beoordeelt naar de situatie op het moment waarop het desbetreffende rechtsmiddel is aangewend, het bedrijfsmodel van de betreffende gemachtigde of diens kantoor kennelijk niet allehiervoor bedoelde drie kenmerken heeft en dat aldus sprake is van een bijzonder geval. Er is dus (al) sprake van een bijzonder geval als één van de drie kenmerken niet van toepassing is.\n\n5.2.. Bij de beoordeling van het bedrijfsmodel gaat het niet specifiek om de werkzaamheden die de gemachtigde heeft verricht in de procedure waarop de proceskostenvergoeding ziet. Met het bedrijfsmodel is namelijk meer in het algemeen de wijze bedoeld waarop de gemachtigde zijn inkomsten verwerft met het beroepsmatig verlenen van rechtsbijstand.\n\n5.3.. Indien het bedrijfsmodel van een gemachtigde of een kantoor inhoudt dat wordt opgetreden op basis van no cure no pay (i), of op een grondslag die daarmee in wezen overeenkomt en daarmee dus op één lijn kan worden gesteld, en dat daarbij afspraken met de cliënten worden gemaakt als hiervoor onder (ii) bedoeld, zal aldus moeten worden beoordeeld of dit bedrijfsmodel voldoet aan het hiervoor onder (iii) vermelde kenmerk van vergaande overdekking. Daartoe moet een vergelijking worden gemaakt tussen enerzijds het totale bedrag aan proceskostenvergoedingen dat aan de gemachtigde of aan het kantoor wordt afgedragen, en anderzijds het totale bedrag van de kosten van de gemachtigde of van het kantoor die kunnen worden toegerekend aan het voeren van de procedures waarop die proceskostenvergoedingen betrekking hebben. Het komt dus erop aan of het totale bedrag van de afgedragen proceskostenvergoedingen het totale bedrag van de zojuist bedoelde kosten verre overtreft. De omstandigheid dat vaak geheel of ten dele gebruik wordt gemaakt van gestandaardiseerde tekstblokken die niet zijn toegespitst op de desbetreffende zaak, vormt een aanwijzing dat het bedrijfsmodel wel het derde kenmerk van vergaande overdekking heeft, en zal daarom in het algemeen volstaan om aan te nemen dat de belanghebbende niet in dit door hem te leveren bewijs is geslaagd.\n\n6. In het arrest van 26 september 2025 (ECLI:NL:HR:2025:1375) heeft de Hoge Raad nader uitgewerkt wanneer sprake is van een bedrijfsmodel dat eruit bestaat dat wordt opgetreden op basis van no cure no pay (i). Bij optreden op basis van no cure no pay moet worden uitgegaan van afspraken tussen de belanghebbende en de rechtsbijstandverlener op grond waarvan de belanghebbende geen financieel risico loopt bij inschakeling van de rechtsbijstandverlener, omdat geen instapvergoeding verschuldigd is noch een percentage van de bespaarde belasting als vergoeding moet worden afgestaan (zie Kamerstukken II 2023\u002F24, 36 427, nr. 3, blz. 2). Bij de beoordeling van de vraag of het bedrijfsmodel van een beroepsmatig optredende gemachtigde, dan wel een kantoor, eruit bestaat dat wordt opgetreden op basis van no cure no pay, komt het dus erop aan of die gemachtigde dan wel diens kantoor afspraken maakt met klanten op grond waarvan zij geen financieel risico lopen bij het verstrekken van de opdracht tot het verlenen van rechtsbijstand in een belastingprocedure. De verschuldigdheid van een instapvergoeding staat niet in alle gevallen eraan in de weg dat afspraken met een rechtsbijstandsverlener worden aangemerkt als afspraken op basis van no cure no pay. Onder het beroepsmatig verlenen van rechtsbijstand op basis van no cure no pay wordt namelijk ook begrepen het beroepsmatig verlenen van rechtsbijstand op een grondslag die daarmee in wezen overeenkomt en daarmee dus op één lijn kan worden gesteld. Dan moet worden gedacht aan de betaling van een zodanig laag bedrag dat die betaling als een pro forma of symbolische bijdrage moet worden beschouwd.\n\n7. De rechtbank stelt vast dat de gemachtigde van belanghebbende in deze zaak niet heeft bestreden dat haar bedrijfsmodel de hiervoor onder (ii) en (iii) vermelde kenmerken heeft.\n\n8. Belanghebbende bestrijdt dat het bedrijfsmodel van haar gemachtigde ten tijde van het instellen van bezwaar (en beroep) eruit bestaat dat wordt opgetreden op basis van no cure no pay (i). Hiertoe heeft de gemachtigde verwezen naar een beschrijving van haar per 1 januari 2025 gewijzigde bedrijfsmodel (“Bijzonder geval: bedrijfsmodel Previcus en artikel 30a Wet WOZ”).\n\n8.1.. Volgens die beschrijving is de werkwijze met ingang van 1 januari 2025 fundamenteel gewijzigd. Het aantal dossiers is vanaf 2025 aanzienlijk afgenomen van 128.000 zaken naar circa 1.291 zaken. De zaken worden (vrijwel) niet meer op basis van no cure no pay uitgevoerd, maar volgens een regulier model waarin een cliënt, ongeacht de uitkomst van de zaak, een vaste startvergoeding betaalt (doorgaans gebaseerd op het aantal aanslagbiljetten) en\u002Fof een deel van de gerealiseerde besparing afdraagt (in bijna alle gevallen 40% van de besparing). De vóór 2025 aangebrachte zaken worden nog op basis van no cure no pay uitgevoerd. Bovendien worden vanaf 2025 alle aanslagbiljetten op voorhand gescreend en worden enkel de zaken doorgezet waarbij op voorhand onvoldoende duidelijk is dat er geen fouten zijn gemaakt. Er is, aldus de beschrijving, geen sprake meer van een grote massa waar de wetswijziging (Wet herwaardering proceskostenvergoeding WOZ en Bpm) op zag. De gemachtigde richt zich voortaan op de zakelijke markt, waarbij vrijwel altijd ook prijsafspraken met belanghebbenden worden gemaakt die losstaan van eventueel toegekende proceskostenvergoedingen.\n\n8.2.. De gemachtigde heeft de prijsafspraken over 2025 als volgt in een overzicht opgenomen.\n\n8.3.. De vermelding in de volmacht dat de vergoeding voor de werkzaamheden uitsluitend het totaal van de proceskostenvergoedingen bedraagt, klopt, aldus de beschrijving, niet meer. De onderliggende overeenkomsten bepalen dat cliënten zelf vergoedingen verschuldigd zijn. De proceskostenvergoeding speelt daarin nog slechts een kleine aanvullende rol.\n\n9. Op 4 mei 2026 heeft de gemachtigde van belanghebbende de facturen en betaalbewijzen in een groot aantal zaken, waarin zij als gemachtigde optreedt, ingezonden. Op 11 mei 2026 is daarvan een overzicht overgelegd. Die stukken bevestigen het beeld dat de beschrijving van het bedrijfsmodel geeft. Uit de facturen en betaalbewijzen blijkt namelijk dat de gemachtigde van een groot deel van haar cliënten een “besparingsfee” van minimaal 30% van de eventuele belastingbesparing vraagt, zij die “besparingsfee” aan haar cliënten factureert en die “besparingsfee” vervolgens ook door de cliënten wordt betaald.\n\n10. Daarnaast komt uit de facturen en betaalbewijzen naar voren dat de meeste cliënten (bovenop de “besparingsfee”) tevens een (in hoogte variërende) “startfee” zijn verschuldigd. Op zitting heeft de gemachtigde toegelicht dat, indien overeengekomen, de “startfee” altijd wordt gefactureerd en betaald. Dat dit niet in alle gevallen gebeurt blijkt uit de overgelegde facturen en betaalbewijzen, en komt, aldus de gemachtigde, doordat de “startfee”, die ongeacht de uitkomst is verschuldigd, in die gevallen eerder is gefactureerd en betaald. Dat is anders bij de “besparingsfee”, die niet eerder dan na het nemen van het bestreden besluit in rekening kan worden gebracht, omdat dan pas de (hoogte van de) besparing duidelijk is.\n\n11. De heffingsambtenaar heeft zich ter zitting op het standpunt gesteld dat het pas op 4 mei 2026 door de gemachtigde van belanghebbende indienen van facturen en betaalbewijzen (die op 6 mei 2026 door de rechtbank zijn vrijgegeven), die al in 2025 beschikbaar waren, in strijd is met een goede procesorde. De rechtbank overweegt dat partijen in beginsel vrij zijn om gedurende de procedure hun standpunten aan te vullen. Die vrijheid wordt echter begrensd door de beginselen van de goede procesorde. Hoewel de late indiening van reeds voorhanden zijnde stukken niet de schoonheidsprijs verdient, ziet de rechtbank hierin geen grond om die stukken vanwege strijd met een goede procesorde buiten beschouwing te laten. Hiertoe acht de rechtbank van belang dat de stukken een onderbouwing vormen van een eerder door de gemachtigde ingenomen standpunt, een reactie zijn op het verweerschrift en dat de aard en de omvang van de stukken niet zodanig zijn dat van de heffingsambtenaar om adequaat hierop te kunnen reageren een nader diepgaand (feiten)onderzoek wordt gevergd. De inhoudelijke reactie van de heffingsambtenaar op de stukken in de pleitnota bevestigen dit oordeel.\n\n12. De rechtbank stelt voorop dat voor haar de facturen en de betaalbewijzen leidend zijn voor de beoordeling van de vraag of kenmerk (i) op de gemachtigde van belanghebbende van toepassing is. Naar het oordeel van de rechtbank zijn (alleen) die stukken, en niet (ook) de overeenkomst, de website en de algemene voorwaarden van de gemachtigde (op 9 februari 2025), waarvan gesteld is dat die op dat moment nog niet in overeenstemming met het gewijzigde bedrijfsmodel waren gebracht, relevant voor de vraag of sprake is van een bedrijfsmodel op basis van no cure no pay. Omdat het bedrijfsmodel van de gemachtigde (en niet de vergoedingen in de aan de rechtbank voorliggende zaken) moet worden beoordeeld, blijft die beoordeling, anders dan de heffingsambtenaar stelt, niet beperkt tot de gemeenten binnen het ambtsgebied van de heffingsambtenaar. Daaruit volgt ook dat op grond van het (incidenteel) ontbreken van facturen en betaalbewijzen in aan de rechtbank voorliggende zaken niet zonder meer kan worden geconcludeerd dat kenmerk (i) op het bedrijfsmodel van de gemachtigde van toepassing is.\n\n13. De rechtbank is van oordeel dat met voldoende gegevens is onderbouwd dat de gemachtigde in 2025 voor een groot deel van de procedures een “besparingsfee” in rekening heeft gebracht. Door het betalen van een “besparingsfee” loopt een belanghebbende bij de inschakeling een gemachtigde voor het voeren van een procedure een financieel risico (zie hiervoor het arrest van de Hoge Raad van 26 september 2025). Deze door de gemachtigde gevraagde vergoeding (van 30-40%) acht de rechtbank, nog daargelaten dat de Hoge Raad dat enkel ten aanzien van “instapvergoedingen” heeft geoordeeld, ook niet dusdanig laag dat kan worden gesproken van rechtsbijstandverlening op een grondslag die in wezen overeenkomt met rechtsbijstandverlening op basis van no cure no pay. Op grond van het vorenstaande heeft belanghebbende, naar het oordeel van de rechtbank, buiten redelijke twijfel bewezen dat het bedrijfsmodel van de gemachtigde ten tijde van het instellen van bezwaar niet het kenmerk van optreden op basis van no cure no pay heeft (i). Daaraan doet niet af dat een belanghebbende vooraf ermee heeft ingestemd dat een eventuele vergoeding van proceskosten aan de gemachtigde toekomt. Dat geldt ook voor het ontbreken van facturen en betaalbewijzen van op een eerder moment in rekening gebrachte “startfees” en de door de heffingsambtenaar gestelde inconsistenties in de hoogte hiervan.\n\n14. Uit het vorenstaande volgt dat sprake is van een bijzonder geval en de heffingsambtenaar ten onrechte toepassing heeft gegeven aan artikel 30a, eerste lid, van de Wet woz.\n\n15. Dit betekent dat het beroep van belanghebbende gegrond is. De rechtbank vernietigt het bestreden besluit voor zover dat ziet op de toegekende proceskostenvergoeding en bepaalt met toepassing van artikel 8:72, derde lid, aanhef en onder b, van de Algemene wet bestuursrecht de proceskostenvergoeding voor de bezwaarfase op € 1.332,- (2 x € 666,-).\n\n16. Aan het standpunt van belanghebbende dat aan het bestreden besluit een motiveringsgebrek kleeft, wordt niet toegekomen.\n\n17. Omdat het beroep gegrond is, moet de heffingsambtenaar het griffierecht aan belanghebbende vergoeden.\n\n18. De rechtbank acht termen aanwezig om de heffingsambtenaar te veroordelen in de proceskosten die belanghebbende redelijkerwijs heeft moeten maken in verband met de behandeling van het beroep, een en ander eveneens overeenkomstig de normen van het Besluit proceskosten bestuursrecht. Aan belanghebbende is door een derde beroepsmatig rechtsbijstand verleend. Voor de in aanmerking te nemen proceshandelingen worden 2 punten (1 punt voor het indienen van het beroepschrift en 1 punt voor het verschijnen op zitting met een waarde van € 934,- per punt) toegekend. De rechtbank bepaalt in overeenstemming met het Richtsnoer proceskostenvergoeding belastingkamers gerechtshoven 2024 (neergelegd in de uitspraak van het gerechtshof ’s-Hertogenbosch van 7 augustus 2024, ECLI:NL:GHSHE:2024:2524) de wegingsfactor op 0,5. Gelet hierop bedraagt het vanwege de in deze zaak verleende rechtsbijstand te vergoeden bedrag in totaal € 934,-.\n\nBeslissing\n\nDe rechtbank:\n\n- verklaart het beroep gegrond;\n\n- vernietigt het bestreden besluit voor zover dat ziet op de toegekende proceskostenvergoeding, stelt de proceskostenvergoeding voor de bezwaarfase vast op € 1.332,- en bepaalt dat deze uitspraak in de plaats treedt van het vernietigde besluit;\n\n- draagt de heffingsambtenaar op het betaalde griffierecht van € 385,- aan belanghebbende te vergoeden;\n\n- veroordeelt de heffingsambtenaar in de proceskosten van belanghebbende wegens verleende rechtsbijstand in beroep tot een bedrag van € 934,-.\n\nDeze uitspraak is gedaan door mr. B.F.A. van Huijgevoort, voorzitter, en mrs. E.P.J. Rutten en J.H. van Hoof leden, in aanwezigheid van mr. D.D.R.H. Lechanteur, griffier.De beslissing is in het openbaar uitgesproken op 8 juli 2026.\n\ngriffier rechter\n\nAfschrift verzonden aan partijen op: 8 juli 2026.\n\nRechtsmiddel\n\nTegen deze uitspraak kunnen partijen binnen zes weken na de verzenddatum hoger beroep instellen bij het gerechtshof ’s-Hertogenbosch (belastingkamer).\n\nU kunt digitaal beroep instellen via www.rechtspraak.nl. Daar klikt u op “Formulieren en inloggen”. Hoger beroep instellen kan eventueel ook nog steeds door verzending van een brief aan het gerechtshof ’s-Hertogenbosch (belastingkamer).\n\nBij het instellen van het hoger beroep dient het volgende in acht te worden genomen:\n\n1. bij het hogerberoepschrift wordt een afschrift van deze uitspraak overgelegd;\n\n2 - het hogerberoepschrift moet, indien het op papier wordt ingediend, ondertekend zijn. Verder moet het ten minste het volgende vermelden:\n\na. de naam en het adres van de indiener;\n\nb. de datum van verzending;\n\nc. een omschrijving van de uitspraak waartegen het hoger beroep is ingesteld;\n\nd. de redenen waarom u het niet eens bent met de uitspraak (de gronden van het hoger beroep).","nl","rechtspraak_nl","https:\u002F\u002Fdeeplink.rechtspraak.nl\u002Fuitspraak?id=ECLI:NL:RBLIM:2026:6423","ecli-nl-rblim-2026-6423",{"courtName":30,"legalDomain":31,"decisionType":32,"procedureType":33},"Roermond","Bestuursrecht; Belastingrecht","uitspraak","Uitspraak",{"id":35,"ecli":36,"caseNumber":37,"courtId":38,"courtName":14,"decisionDate":23,"fullText":39,"language":40,"source":41,"sourceUrl":14,"summary":42,"slug":43,"metadata":17},"85","ECLI:RO:2026:JudecatoriaSECTORUL5BUCURESTI:17050-302-2025-a1","17050\u002F302\u002F2025\u002Fa1",97,"Admite cererea de îndreptare a erorii materiale din cuprinsul sentin?ei civile nr. 2484\u002F06.03.2026, pronunţată de Judecătoria Sectorului 5 Bucure?ti în dosar nr. 17050\u002F302\u002F2025, formulată din oficiu.       \nDispune îndreptarea erorii materiale strecurată în cuprinsul sentin?ei civile nr. 2484\u002F06.03.2026 pronun?ată în cadrul dosarului nr. 17050\u002F302\u002F2025, în sensul re?inerii că pârâtul Vasile Constantin are codul numeric personal ............, iar nu ............., astfel cum în mod eronat s-a consemnat.   \nPrezenta încheiere face parte integrantă din cuprinsul sentin?ei civile nr. 2484\u002F06.03.2026 pronun?ată în cadrul dosarului nr. 17050\u002F302\u002F2025.   \nÎndreptarea se va efectua în toate exemplarele sentin?ei.\n\tCu drept de apel în 30 de zile de la comunicare. Cererea de apel se va depune la Judecătoria Sectorului 5 Bucure?ti.   \n\tPronun?ată prin punerea solu?iei la dispozi?ia păr?ilor prin intermediul grefei instan?ei, astăzi, 08.07.2026.\n","ro","portalquery_ro","Admite cererea","ecli-ro-2026-judecatoriasectorul5bucuresti-17050-302-2025-a1",{"id":45,"ecli":46,"caseNumber":14,"courtId":47,"courtName":14,"decisionDate":23,"fullText":48,"language":25,"source":26,"sourceUrl":49,"summary":14,"slug":50,"metadata":51},"296","ECLI:NL:GHDHA:2026:2250",58,"Rolnummer: 22-001978-23\n\nParketnummer: 10-066729-23\n\nDatum uitspraak: 8 juli 2026\n\nTEGENSPRAAK\n\nArrestvan de meervoudige kamer voor strafzaken van het gerechtshof Den Haag gewezen op het hoger beroep tegen het vonnis van de rechtbank Rotterdam van 28 juni 2023 in de strafzaak tegen de verdachte:\n\n [verdachte],\n\ngeboren te [geboorteplaats] op [geboortedatum] 2002,\n\nBRP-adres: [BRP-adres] , [woonplaats] .\n\nOnderzoek van de zaak\n\nDit arrest is gewezen naar aanleiding van het onderzoek ter terechtzitting in eerste aanleg en het onderzoek ter terechtzitting in hoger beroep van dit hof.\n\nHet hof heeft kennisgenomen van de vordering van de advocaat-generaal en van hetgeen door en namens de verdachte naar voren is gebracht.\n\nProcesgang\n\nIn eerste aanleg is de verdachte van het onder 1 tenlastegelegde vrijgesproken en ter zake van het onder 2 en 3 tenlastegelegde veroordeeld tot een gevangenisstraf voor de duur van 120 dagen, met aftrek van voorarrest, waarvan 73 dagen voorwaardelijk, met een proeftijd van 2 jaren. Voorts is beslist op de vorderingen van de benadeelde partijen, zoals nader omschreven in het vonnis waarvan beroep.\n\nNamens de verdachte is tegen het vonnis hoger beroep ingesteld.\n\nOmvang van het hoger beroep\n\nDe verdachte is door de rechtbank Rotterdam vrijgesproken van hetgeen aan hem onder 1 is tenlastegelegd. Het hoger beroep is door de verdachte onbeperkt ingesteld en is derhalve mede gericht tegen de in eerste aanleg gegeven beslissing tot vrijspraak. Gelet op hetgeen is bepaald in artikel 404, vijfde lid, van het Wetboek van Strafvordering staat voor de verdachte tegen deze beslissing geen hoger beroep open. Het hof zal de verdachte mitsdien niet-ontvankelijk verklaren in het ingestelde hoger beroep, voor zover dat is gericht tegen de in het vonnis waarvan beroep gegeven vrijspraak.\n\nWaar hierna wordt gesproken van \"de zaak\" of \"het vonnis\", wordt daarmee bedoeld de zaak of het vonnis voor zover op grond van het vorenstaande aan het oordeel van dit hof onderworpen.\n\nTenlastelegging\n\nAan de verdachte is – voor zover aan het oordeel van het hof onderworpen – tenlastegelegd dat:\n\n2. hij op of omstreeks 01 januari 2023 te 's-Gravendeel, gemeente Hoeksche Waard, openlijk, te weten, op of aan de Smidsweg en\u002Fof de Langestraat, in elk geval op of aan (een) openbare weg(en), in vereniging geweld heeft gepleegd tegen een of meer verbalisanten van de politie Eenheid Rotterdam, te weten [hoofdagent] (hoofdagent) en\u002Fof [aspirant] (aspirant) en\u002Fof één of meer verbalisanten, zijnde groepsleden van de Mobiele Eenheid van politie Eenheid Rotterdam, te weten [verbalisant 1] en\u002Fof [verbalisant 2] en\u002Fof [verbalisant 3] en\u002Fof [verbalisant 4] en\u002Fof [verbalisant 5] en\u002Fof [verbalisant 6] en\u002Fof [verbalisant 7] en\u002Fof [verbalisant 8] en\u002Fof [verbalisant 9] en\u002Fof [verbalisant 10] en\u002Fof [verbalisant 11] en\u002Fof [verbalisant 12] en\u002Fof [verbalisant 13] en\u002Fof [verbalisant 14] en\u002Fof [verbalisant 15] en\u002Fof [verbalisant 16] en\u002Fof [verbalisant 17] en\u002Fof [verbalisant 18] en\u002Fof [verbalisant 19] en\u002Fof [verbalisant 20] , althans een of meer (andere) verbalisanten door\n\n- één of meer stuks zwaar (illegaal) vuurwerk (betreffende onder meer: cobra's \u002F nitraten \u002F shells) en\u002Fof vuurwerkbommen op\u002Ftegen, althans in de richting van\u002Fnaar voornoemde verbalisanten af te schieten en\u002Fof te gooien, waarbij voornoemd(e) vuurwerk\u002Fvuurwerkbommen vlakbij\u002Fnaast het\u002Fde lichamen en\u002Fof het\u002Fde hoofden\u002Fgezichten van voornoemde verbalisanten tot ontploffing is\u002Fzijn gekomen en\u002Fof\n\n- ( met kracht) één of meer stenen en\u002Fof glaswerk op\u002Ftegen, althans in de richting van voornoemde verbalisanten te gooien en\u002Fof\n\n- ( dreigend) zich op te dringen aan voornoemde ambtenaren en\u002Fof\n\n- ( daarbij) (dreigend) een of meerdere ploertendoders, althans slagvoorwerpen, aan voornoemde ambtenaren te tonen\u002Fvoor te houden en\u002Fof\n\n- ( daarbij) aan die [aspirant] en\u002Fof [hoofdagent] en\u002Fof een of meer (andere) verbalisanten de weg te versperren, althans de doorgang te beletten en\u002Fof (daarbij) te verhinderen dat die [aspirant] en\u002Fof [hoofdagent] en\u002Fof anderen met\u002Fin een (politie)voertuig weg konden rijden en\u002Fof\n\n- naar\u002Fin de richting van voornoemde ambtenaren te schelden, met de woorden: \"Kankerlijers\", \"Kanker op joh\" en\u002Fof \"Kankerpolitie\" en\u002Fof\n\n- ( met kracht) op\u002Ftegen het (politie)schild van die [verbalisant 2] te trappen\u002Fschoppen;\n\n3. hij op of omstreeks 31 december 2022 te 's-Gravendeel, gemeente Hoeksche Waard opzettelijk en wederrechtelijk een vuilnisbak\u002Fprullenbak, in elk geval enig goed, dat\u002Fdie geheel of ten dele aan Gemeente Hoeksche Waard, in elk geval aan een ander dan aan verdachte toebehoorde(n) heeft vernield, beschadigd, onbruikbaar gemaakt.\n\nVordering van de advocaat-generaal\n\nDe advocaat-generaal heeft gevorderd dat het vonnis waarvan beroep ten aanzien van de bewezenverklaring zal worden bevestigd en dat de verdachte ter zake van het onder 2 en 3 tenlastegelegde zal worden veroordeeld tot een gevangenisstraf voor de duur van 107 dagen, met aftrek van voorarrest, waarvan 60 dagen voorwaardelijk en met een proeftijd van 2 jaren.\n\nHet vonnis waarvan beroep\n\nHet vonnis waarvan beroep kan niet in stand blijven omdat het hof zich daarmee niet verenigt.\n\nVrijspraak\n\nDe advocaat-generaal heeft zich op het standpunt gesteld dat het onder 2 tenlastegelegde wettig en overtuigend kan worden bewezenverklaard, nu de verdachte met zijn handelen een bijdrage van voldoende gewicht heeft geleverd aan het openlijk geweld tegen de desbetreffende verbalisanten. Zo heeft de verdachte voorafgaand aan de jaarwisseling deel genomen aan een WhatsApp-groep waarin werd gesproken over het voornemen onrust te veroorzaken ten tijde van de jaarwisseling. Voorts heeft de verdachte in de nacht van de jaarwisseling – nadat hij door leden van de Mobiele Eenheid (ME) was ingesloten –op zijn telefoon een video-opname gemaakt waarin er samen met medeverdachte [medeverdachte] (hierna: [medeverdachte] ) wordt gepraat over het doodschoppen van een ME’er. Vijftien minuten nadat hij deze video had opgenomen, is [medeverdachte] aangehouden voor het schoppen tegen het schild van een ME’er.\n\nHet hof overweegt als volgt.\n\nHet hof stelt voorop dat van het \"in vereniging\" plegen van geweld sprake is, indien de betrokkene een voldoende significante of wezenlijke bijdrage levert aan het geweld, zij het dat deze bijdrage zelf niet van gewelddadige aard hoeft te zijn. De enkele omstandigheid dat iemand aanwezig is in een groep die openlijk geweld pleegt is niet zonder meer voldoende om hem te kunnen aanmerken als iemand die \"in vereniging\" geweld pleegt. Beoordeeld zal moeten worden of de door de verdachte geleverde – intellectuele en\u002Fof materiële – bijdrage aan het delict van voldoende gewicht is.\n\nMet de advocaat-generaal en de verdediging is het hof van oordeel dat op grond van het verhandelde ter terechtzitting niet kan worden bewezen dat de verdachte omstreeks de jaarwisseling geweld heeft gebruikt jegens de verbalisanten, zoals het gooien met stenen of vuurwerk. Het hof is voorts van oordeel dat evenmin bewezen kan worden dat de verdachte op enige wijze geweldshandelingen die door andere personen zijn gepleegd heeft ondersteund of anderszins heeft bijgedragen aan het ontstaan of het voortduren van het geweld jegens de verbalisanten. Het hof neemt hierbij in aanmerking dat [medeverdachte] bij de raadsheer-commissaris als getuige is gehoord en heeft verklaard dat hetgeen de verdachte in de video-opname heeft gezegd, los stond van zijn handelen daarna en dat de verdachte niet in de buurt was toen [medeverdachte] tegen het schild van verbalisant [verbalisant 2] aan schopte. De enkele aanwezigheid in de groep die door de politie\u002FME was ingesloten en het feit dat de verdachte deel uit maakte van een WhatsApp-groep acht het hof evenmin een bijdrage van voldoende gewicht. Gelet op het voorgaande is niet vast komen te staan dat de verdachte een voldoende significante of wezenlijke bijdrage heeft geleverd aan het tenlastegelegde geweld tegen de desbetreffende verbalisanten, zodat het ten laste gelegde niet kan worden bewezen en de verdachte daarvan zal worden vrijgesproken.\n\nBewezenverklaring\n\nHet hof acht wettig en overtuigend bewezen dat de verdachte het onder 3 tenlastegelegde heeft begaan, met dien verstande dat:\n\n3. hij op of omstreeks31 december 2022 te 's-Gravendeel, gemeente Hoeksche Waard opzettelijk en wederrechtelijk eenvuilnisbak\u002Fprullenbak, in elk geval enig goed,dat\u002Fdiegeheel of ten deleaan Gemeente Hoeksche Waard, in elk geval aan een ander dan aan verdachtetoebehoorde(n)heeft vernield, beschadigd, onbruikbaar gemaakt;.\n\nHetgeen meer of anders is tenlastegelegd, is niet bewezen. De verdachte moet daarvan worden vrijgesproken.\n\nBewijsvoering\n\nHet hof grondt zijn overtuiging dat de verdachte het bewezenverklaarde heeft begaan op de feiten en omstandigheden die in de bewijsmiddelen zijn vervat en die reden geven tot de bewezenverklaring.\n\nIn die gevallen waarin de wet aanvulling van het arrest vereist met de bewijsmiddelen dan wel, voor zover artikel 359, derde lid, tweede volzin, van het Wetboek van Strafvordering wordt toegepast, met een opgave daarvan, zal zulks plaatsvinden in een aanvulling die als bijlage aan dit arrest zal worden gehecht.\n\nStrafbaarheid van het bewezenverklaarde\n\nHet onder 3 bewezenverklaarde levert op\n\nopzettelijk en wederrechtelijk enig goed dat geheel of ten dele aan een ander toebehoort, vernielen.\n\nStrafbaarheid van de verdachte\n\nEr is geen omstandigheid aannemelijk geworden die de strafbaarheid van de verdachte uitsluit. De verdachte is dus strafbaar.\n\nStrafmotivering\n\nHet hof heeft de op te leggen straf bepaald op grond van de ernst van het feit en de omstandigheden waaronder dit is begaan en op grond van de persoon en de persoonlijke omstandigheden van de verdachte, zoals daarvan is gebleken uit het onderzoek ter terechtzitting.\n\nDaarbij heeft het hof in het bijzonder het volgende in aanmerking genomen.\n\nDe verdachte heeft zich op oudejaarsavond schuldig gemaakt aan vernieling van een prullenbak door hierop zwaar vuurwerk tot ontploffing te brengen. Een dergelijk feit is gevaarzettend en geschikt om gevoelens van angst en onveiligheid in de maatschappij teweeg te brengen. De verdachte heeft met zijn handelen de gemeente en daarmee de gemeenschap financiële schade berokkend en hij heeft hiermee overlast veroorzaakt.\n\nHet hof heeft acht geslagen op een de verdachte betreffend uittreksel Justitiële Documentatie van 1 juni 2026, waaruit blijkt dat de verdachte niet eerder voor een vergelijkbaar feit is veroordeeld.\n\nTen aanzien van de redelijke termijn als bedoeld in artikel 6, eerste lid, van het Europees Verdrag tot bescherming van de rechten van de mens en de fundamentele vrijheden (EVRM) overweegt het hof dat deze is aangevangen op 6 maart 2023. In eerste aanleg is de redelijke termijn niet overschreden. Het hof stelt vast dat de behandeling van de zaak in hoger beroep niet heeft plaatsgevonden binnen de daartoe gestelde redelijke termijn,. Namens de verdachte is immers op 4 juli 2023 hoger beroep ingesteld en het hof wijst op 8 juli 2026 eindarrest. De redelijke termijn van de berechting in hoger beroep is derhalve met meer dan één jaar overschreden. Het hof ziet, ook gelet op de duur van de procedure als geheel, aanleiding te volstaan met de constatering van dit verzuim, gelet op de gekozen strafmodaliteit en de hoogte van de op te leggen straf.\n\nHet hof is – alles afwegende – van oordeel dat een onvoorwaardelijke taakstraf van na te melden duur een passende en geboden reactie vormt. Anders dan de verdediging heeft bepleit acht het hof een geldboete, gelet op de context waarin en de wijze waarop de vernieling plaatsvond – tijdens de jaarwisseling en met (illegaal) vuurwerk – niet passend. Evenmin zal om die reden toepassing worden gegeven aan het bepaalde in artikel 9a van het Wetboek van Strafrecht.\n\nVorderingen tot schadevergoeding\n\nIn het onderhavige strafproces hebben tweeëntwintig verbalisanten zich als benadeelde partij gevoegd ter zake van het onder 2 ten laste gelegde. De benadeelde partijen [verbalisant 17] , [verbalisant 12] , [verbalisant 8] , [verbalisant 9] , [verbalisant 19] , [verbalisant 20] , [verbalisant 18] , [verbalisant 15] , [verbalisant 10] , [verbalisant 4] , [verbalisant 1] , [verbalisant 16] , [verbalisant 3] , [aspirant] , [verbalisant 7] , [hoofdagent] , [verbalisant 14] , [verbalisant 5] en [verbalisant 6] vorderen per persoon een vergoeding van € 350,00 aan immateriële schade. De benadeelde partijen [verbalisant 13] en [verbalisant 11] vorderen per persoon een vergoeding van € 400,00 aan immateriële schade en de benadeelde partij [verbalisant 2] vordert een vergoeding van € 750,00 aan immateriële schade.\n\nNu de verdachte ter zake van het onder 2 tenlastegelegde wordt vrijgesproken, zullen de benadeelde partijen niet-ontvankelijk worden verklaard in hun vordering.\n\nGelet daarop zullen de benadeelde partijen worden veroordeeld in de kosten die de verdachte tot aan deze uitspraak in verband met de verdediging tegen die vorderingen heeft moeten maken, welke kosten het hof vooralsnog begroot op nihil.\n\nToepasselijke wettelijke voorschriften\n\nHet hof heeft gelet op de artikelen 9, 22c, 22d en 350 van het Wetboek van Strafrecht, zoals zij rechtens gelden dan wel golden.\n\nBESLISSING\n\nHet hof:\n\nVerklaart de verdachte niet-ontvankelijk in het hoger beroep, voor zover gericht tegen de beslissing ter zake van het onder 1 tenlastegelegde.\n\nVernietigt het vonnis waarvan beroep voor zover thans aan het oordeel van het hof onderworpen en doet in zoverre opnieuw recht:\n\nVerklaart niet bewezen dat de verdachte het onder 2 tenlastegelegde heeft begaan en spreekt de verdachte daarvan vrij.\n\nVerklaart, zoals hiervoor overwogen, bewezen dat de verdachte het onder 3 tenlastegelegde heeft begaan.\n\nVerklaart niet bewezen hetgeen de verdachte meer of anders is tenlastegelegd dan hierboven is bewezenverklaard en spreekt de verdachte daarvan vrij.\n\nVerklaart het onder 3 bewezenverklaarde strafbaar, kwalificeert dit als hiervoor vermeld en verklaart de verdachte strafbaar.\n\nVeroordeelt de verdachte tot een taakstrafvoor de duur van60 (zestig) uren, indien niet naar behoren verricht te vervangen door30 (dertig) dagen hechtenis.\n\nBeveelt dat de tijd die door de verdachte vóór de tenuitvoerlegging van deze uitspraak in enige in artikel 27, eerste lid, van het Wetboek van Strafrecht bedoelde vorm van voorarrest is doorgebracht, bij de uitvoering van de opgelegde taakstraf in mindering zal worden gebracht, volgens de maatstaf van 2 uren taakstraf per in voorarrest doorgebrachte dag, voor zover die tijd niet reeds op een andere straf in mindering is gebracht.\n\nVordering van de benadeelde partijen:\n\n- [verbalisant 17] ,\n\n- [verbalisant 12] ,\n\n- [verbalisant 13] ,\n\n- [verbalisant 8] ,\n\n- [verbalisant 9] ,\n\n- [verbalisant 19] ,\n\n- [verbalisant 20] ,\n\n- [verbalisant 11]\n\n- [verbalisant 18] ,\n\n- [verbalisant 15] ,\n\n- [verbalisant 10] ,\n\n- [verbalisant 4] ,\n\n- [verbalisant 1] ,\n\n- [verbalisant 16] ,\n\n- [verbalisant 3] ,\n\n- [verbalisant 2]\n\n- [aspirant] ,\n\n- [verbalisant 7] ,\n\n- [hoofdagent] ,\n\n- [verbalisant 14] ,\n\n- [verbalisant 5] , en\n\n- [verbalisant 6]\n\nVerklaart de hiervoor genoemde benadeelde partijen telkens niet-ontvankelijk in hun vordering tot schadevergoeding.\n\nVeroordeelt de hiervoor genoemde benadeelde partijen telkens in de door verdachte gemaakte kosten en begroot deze telkens op nihil.\n\nDit arrest is gewezen door mr. F.W. Pieters, als voorzitter, mr. E.C. van Veen en mr. M.C. Bruining, leden, in bijzijn van de griffier mr. V.V. de Lange.\n\nHet is uitgesproken op de openbare terechtzitting van het hof van 8 juli 2026.","https:\u002F\u002Fdeeplink.rechtspraak.nl\u002Fuitspraak?id=ECLI:NL:GHDHA:2026:2250","ecli-nl-ghdha-2026-2250",{"courtName":52,"legalDomain":53,"decisionType":32,"procedureType":33},"Den Haag","Strafrecht",{"id":55,"ecli":56,"caseNumber":14,"courtId":57,"courtName":14,"decisionDate":23,"fullText":58,"language":25,"source":26,"sourceUrl":59,"summary":14,"slug":60,"metadata":61},"348","ECLI:NL:RBDHA:2026:18721",65,"RECHTBANK DEN HAAG\n\nZittingsplaats Groningen\n\nBestuursrecht\n\nzaaknummer: NL26.20806\n uitspraak van de enkelvoudige kamer in de zaak tussen\n \n [naam], eiseres,\n\nV-nummer: [v-nummer:],\n\n(gemachtigde: mr. I.M. Zuidhoek),\n\nen\n\nde minister van Asiel en Migratie, de minister.\n\nInleiding\n\n1. In deze uitspraak beoordeelt de rechtbank het beroep van eiseres tegen het niet in behandeling nemen van de aanvraag tot het verlenen van een verblijfsvergunning asiel voor bepaalde tijd. De minister heeft de aanvraag met het bestreden besluit van 7 april 2026 niet in behandeling genomen omdat daarvoor Frankrijk verantwoordelijk is.\n\n1.1.. De rechtbank doet op grond van artikel 8:54 van de Algemene wet bestuursrecht (Awb) uitspraak zonder zitting.\n\nBeoordeling door de rechtbank\n\n2. De rechtbank beoordeelt het niet in behandeling nemen van de asielaanvraag van eiseres. Zij doet dat mede aan de hand van de argumenten die eiseres heeft aangevoerd, de beroepsgronden.\n\n3. De rechtbank verklaart het beroep ongegrond. Dat betekent dat eiseres ongelijk krijgt en het bestreden besluit in stand blijft. Hierna legt de rechtbank uit hoe zij tot dit oordeel komt en welke gevolgen dit oordeel heeft.\n\nToepasselijk recht\n\n4. Op deze zaak is het recht van toepassing dat gold vóór 12 juni 2026.\n\nTotstandkoming van het besluit\n\n5. De Europese Unie heeft gezamenlijke regelgeving over het in behandeling nemen van asielaanvragen. Die staat in de Dublinverordening.Op grond van de Dublinverordening neemt de minister een asielaanvraag niet in behandeling als is vastgesteld dat een andere lidstaat verantwoordelijk is voor de behandeling daarvan.In dit geval heeft Nederland bij Frankrijk een verzoek om terugname gedaan. Frankrijk heeft dit verzoek aanvaard.\n\nMag de minister ten opzichte van Frankrijk uitgaan van het interstatelijk vertrouwensbeginsel?\n\n6. Eiseres stelt zich op het standpunt dat er in Frankrijk voor haar een onveilige situatie zal optreden. Dit is het gevolg van de aanwezigheid van veel Libanezen in Frankrijk, waaronder ook de familie van haar moeder die haar eerder al bedreigde. Bovendien heeft eiseres in Nederland een community gevonden waar zij zich veilig bij voelt en in Frankrijk heeft zij niemand, dit is voor haar een angstaanjagend vooruitzicht. Dit terwijl in Nederland er een sterke en diverse LHBT-gemeenschap is waar zij zich veilig voelt. Volgens eiseres is er in Frankrijk bovendien nog steeds een groot probleem met betrekking tot de opvang van asielzoekers. Ze verwijst naar het AIDA-rapport over Frankrijk, update 2024.Er is een tekort aan opvangplekken en eiseres loopt bij terugkeer een reëel risico om in een situatie van materiële deprivatie terecht te komen. Volgens eiseres is het bestreden besluit niet zorgvuldig voorbereid en berust het evenmin op een deugdelijke motivering.\n\n6.1.. De beroepsgrond slaagt niet. Naar het oordeel van de rechtbank mag de minister ten aanzien van Frankrijk uitgaan van het interstatelijk vertrouwensbeginsel. De Afdelingheeft meermaals bevestigd dat ten aanzien van Frankrijk in algemene zin kan worden uitgegaan van het interstatelijk vertrouwensbeginsel. Hierbij is ook het AIDA rapport, update 2024, betrokken. De rechtbank overweegt ambtshalve dat ook het recente AIDA rapport, update 2025, geen wezenlijk ander beeld geeft van de opvangvoorzieningen in Frankrijk dan de informatie die is betrokken door de Afdeling in eerdere uitspraken.\n\n6.2.. Uit de AIDA rapporten blijkt niet dat sprake is van structurele tekortkomingen in de opvang of asielprocedure, ook niet ten aanzien van de LHTBI-gemeenschap. Eiseres heeft bovendien niet aannemelijk gemaakt dat zij bij overdracht aan Frankrijk persoonlijk geen opvang, rechtsbescherming of toegang tot de procedure zal krijgen. Eiseres heeft niet eerder een asielaanvraag in Frankrijk ingediend waardoor zij geen persoonlijke ervaring heeft met de kwaliteit van de asielprocedure en de opvangvoorzieningen in Frankrijk.\n\n6.3.. Naar het oordeel van de rechtbank heeft de minister zich niet ten onrechte op het standpunt gesteld dat eiseres niet aannemelijk heeft gemaakt dat sprake is van bijzondere, individuele omstandigheden op basis waarvan de minister de aanvraag toch zou moeten behandelen.\n\nConclusie en gevolgen\n\n7. Het beroep is kennelijk ongegrond. Dat betekent dat het bestreden besluit in stand blijft en eiseres overgedragen kan worden aan Frankrijk. Eiseres krijgt geen vergoeding van haar proceskosten.\n\nBeslissing\n\nDe rechtbank verklaart het beroep ongegrond.\n\nDeze uitspraak is gedaan door mr. A. Sibma, rechter, in aanwezigheid van mr. S. Strating, griffier, en openbaar gemaakt door middel van gepseudonimiseerde publicatie op rechtspraak.nl.\n\nDe uitspraak is openbaar gemaakt en bekendgemaakt op:\n\nInformatie over verzet\n\nAls partijen het niet eens zijn met deze uitspraak, kunnen zij een verzetschrift sturen naar de rechtbank waarin zij uitleggen waarom zij het niet eens zijn met deze uitspraak. Het verzetschrift moet worden ingediend binnen zes weken na de dag waarop deze uitspraak is verzonden. Als partijen graag een zitting willen om het verzetschrift toe te lichten, moeten zij dit in het verzetschrift vermelden.\n\n Zie artikel 84 van de Asiel- en migratiebeheerverordening inzake het overgangsrecht.\n\n Verordening (EU) nr. 604\u002F2013.\n\n Dit staat ook in artikel 30, eerste lid, van de Vreemdelingenwet 2000.\n\n Update 2024 van juni 2025.\n\n Afdeling bestuursrechtspraak van de Raad van State.\n\n Update 2025 van mei 2026.\n\n Zie ook de uitspraak van deze rechtbank, zittingsplaats Arnhem, van 3 juli 2026. (ECLI:NL:RBDHA:2026:18469, r.o. 7.1) en de uitspraak van deze rechtbank, zittingsplaats Middelburg, van 25 juni 2026 (ECLI:NL:RBDHA:2026:17711).","https:\u002F\u002Fdeeplink.rechtspraak.nl\u002Fuitspraak?id=ECLI:NL:RBDHA:2026:18721","ecli-nl-rbdha-2026-18721",{"courtName":62,"legalDomain":63,"decisionType":32,"procedureType":33},"Groningen","Bestuursrecht; Vreemdelingenrecht",{"id":65,"ecli":66,"caseNumber":14,"courtId":67,"courtName":14,"decisionDate":23,"fullText":68,"language":25,"source":26,"sourceUrl":69,"summary":14,"slug":70,"metadata":71},"418","ECLI:NL:RBDHA:2026:18726",61,"RECHTBANK DEN HAAG\n\nZittingsplaats Rotterdam\n\nBestuursrecht\n\nzaaknummer: NL26.36068uitspraak van de enkelvoudige kamer in de zaak tussen\n\n [naam eiser] , eiser\n\nV-nummer: [V-nummer]\n\n(gemachtigde: mr. J.S. Dobosz),\n\nen\n\nde minister van Asiel en Migratie, verweerder\n\n(gemachtigde: mr. C. van der Zijde).\n\nSamenvatting\n\n1. Deze uitspraak gaat over de maatregel van vreemdelingenbewaring die aan eiser is opgelegd. Deze maatregel is opgelegd op grond van artikel 59, eerste lid, aanhef en onder a, van de Vreemdelingenwet 2000. Eiser is het niet eens met die maatregel. Hij voert daartegen een beroepsgrond aan. Onder meer aan de hand van deze beroepsgrond beoordeelt de rechtbank de rechtmatigheid van die maatregel en de vraag of aan eiser een schadevergoeding moet worden toegekend.\n\n1.1.. De rechtbank komt in deze uitspraak tot het oordeel dat het beroep gegrond is. Het opleggen van de maatregel van vreemdelingenbewaring is onrechtmatig. De rechtbank kent daarom een schadevergoeding toe. Hieronder legt de rechtbank uit hoe zij tot dit oordeel komt en welke gevolgen dit heeft.\n\n1.2.. In deze uitspraak gebruikt de rechtbank de volgende afkortingen voor de wet- en regelgeving:\n\nAwb: Algemene wet bestuursrecht\n\nVw: Vreemdelingenwet 2000\n\nVb: Vreemdelingenbesluit 2000\n\nProcesverloop\n\n2. Met het bestreden besluit van 29 juni 2026 heeft verweerder aan eiser de maatregel van vreemdelingenbewaring opgelegd en de rechtbank daarvan in kennis gesteld.\n\n2.1.. Deze kennisgeving wordt gelijkgesteld met een door eiser ingesteld beroep. Het beroep wordt ook aangemerkt als een verzoek om schadevergoeding.\n\n2.2.. De rechtbank heeft het beroep op 7 juli 2026 op zitting behandeld. Hieraan hebben deelgenomen: eiser, de gemachtigde van eiser, K.A. Ozdzinska als tolk en de gemachtigde van verweerder.\n\nBeoordeling door de rechtbank\n\nToetsingskader\n\n3. Verweerder kan als het belang van de openbare orde of de nationale veiligheid dat vordert, de vreemdeling die geen rechtmatig verblijf heeft in vreemdelingenbewaring stellen.Verweerder stelt een vreemdeling slechts in vreemdelingenbewaring, voor zover geen minder dwingende maatregelen doeltreffend kunnen worden toegepast en de vreemdelingenbewaring blijft achterwege of wordt beëindigd, indien deze niet langer noodzakelijk is met het oog op het doel van de vreemdelingenbewaring.Deze vreemdeling kan in vreemdelingenbewaring worden gesteld op grond dat het belang van de openbare orde of nationale veiligheid zulks vordert, indien a) een onderduikrisico bestaat, of b) de vreemdeling de voorbereiding van het vertrek of de uitzettingsprocedure ontwijkt of belemmert.De maatregel kan alleen worden opgelegd wegens het bestaan van een onderduikrisico, indien ten minste twee van de gronden, genoemd in artikel 5.6, tweede lid, van het Vb zich voordoen.\n\nGronden\n\n4. Eiser heeft de gronden die aan de maatregel ten grondslag zijn gelegd niet bestreden. De gronden, die de ambtshalve toetsing van de rechtbank doorstaan, zijn tezamen voldoende om de maatregel van bewaring te kunnen dragen.\n\nRechtmatig verblijf\n\n5. Eiser heeft aangevoerd dat er sprake is van een rechtmatig verblijf van eiser in Nederland op grond van artikel 7 van de Richtlijn 2004\u002F38\u002FEG. Eiser is een maand voorafgaand aan de onderhavige zaak opgehouden op 3 juni 2026. Hij heeft ter onderbouwing het proces-verbaal van ophouding overgelegd. Op deze dag is onderzoek gedaan naar de arbeidssituatie van eiser. Gebleken is dat eiser arbeid verricht voor een Nederlands uitzendbureau en beschikte over een arbeidscontract. Eiser is vervolgens heengezonden wegens bestendig verblijf. Verweerder kon ten aanzien van de onderhavige maatregel van bewaring op 29 juni 2026 niet zonder meer terugvallen op het standpunt dat sprake is van voortgezet onrechtmatig verblijf. Dit is onverenigbaar met de bevinding op 3 juni 2026. De maatregel van bewaring is dan ook onvoldoende zorgvuldig voorbereid en onvoldoende gemotiveerd.\n\n5.1.. Verweerder heeft aan de maatregel ten grondslag gelegd dat eiser geen rechtmatig verblijf in Nederland heeft, nu zijn verblijfsrecht als Unieburger bij beschikking van 6 maart 2025 is beëindigd. De rechtbank stelt voorop dat de enkele omstandigheid dat het verblijfsrecht van een Unieburger eerder is beëindigd, niet zonder meer meebrengt dat deze op een later moment geen rechten meer aan het Unierecht kan ontlenen. Indien sprake is van gewijzigde feiten en omstandigheden dient verweerder de verblijfsrechtelijke positie van de betrokkene opnieuw te beoordelen alvorens tot het oordeel te komen dat hij geen rechtmatig verblijf heeft.\n\n5.2.. De rechtbank oordeelt als volgt. In de maatregel van bewaring is vermeld dat eiser heeft verklaard werkzaam te zijn voor een Nederlands uitzendbureau en dit ook heeft aangetoond, dat eiser werkzaam is in België waar hij ook wordt voorzien van woonruimte door de werkgever en dat hij in België mag verblijven. Naar het oordeel van de rechtbank vormen deze omstandigheden concrete aanwijzingen dat de feitelijke situatie van eiser sinds de beschikking van 6 maart 2025 is gewijzigd. Van verweerder mocht daarom worden verwacht dat hij kenbaar zou onderzoeken welke betekenis deze gewijzigde omstandigheden hebben voor de actuele verblijfsrechtelijke positie van eiser. Uit de maatregel van bewaring, het gehoor voorafgaand aan deze maatregel en de overige stukken in het dossier is niet gebleken dat een dergelijk onderzoek heeft plaatsgevonden. Daarbij betrekt de rechtbank dat uit het proces-verbaal van ophouding van eiser op 3 juni 2026 blijkt dat eiser is heengezonden, omdat sprake was van ‘mogelijk bestendig verblijf’. Uit het proces-verbaal van verhoor op die dag blijkt dat het werken voor een Nederlands uitzendbureau hier ook aan de orde is geweest. Vervolgens wordt nog geen maand later in de onderhavige maatregel van bewaring zonder kenbare motivering aangenomen dat eiser geen rechtmatig verblijf heeft. Niet valt in te zien waarom verweerder er zonder nader onderzoek van uit heeft kunnen gaan dat eiser geen aan het Unierecht ontleend verblijfsrecht had. De motivering dat eiser geen rechtmatig verblijf heeft, is onder deze omstandigheden onvoldoende draagkrachtig. Gelet hierop is de maatregel in strijd met artikel 3:2 en 3:46 van de Awb tot stand gekomen en is dan ook onrechtmatig. Deze beroepsgrond slaagt.\n\nConclusie en gevolgen\n\n6. Het beroep tegen de maatregel van vreemdelingenbewaring is gegrond. Deze maatregel is vanaf het moment van het opleggen daarvan onrechtmatig. De rechtbank beveelt de opheffing van deze maatregel met ingang van vandaag.\n\n6.1.. Op grond van artikel 106 van de Vw kan de rechtbank indien zij de opheffing van de maatregel van vreemdelingenbewaring beveelt aan eiser een schadevergoeding ten laste van de Staat toekennen. De rechtbank acht gronden aanwezig om een schadevergoeding toe te kennen voor 10 dagen onrechtmatige (tenuitvoerlegging van de) vreemdelingenbewaring ten bedrage van 0 x € 160,- (verblijf politiecel) en 10 x € 120,- (verblijf detentiecentrum) = € 1.200,-.\n\n6.2.. Eiser krijgt een vergoeding van zijn proceskosten. Verweerder moet deze vergoeding betalen. Deze vergoeding bedraagt € 1.868,- omdat de gemachtigde van eiser geacht wordt beroep te hebben ingesteld en aan de zitting heeft deelgenomen. Verder zijn er geen kosten gemaakt die vergoed kunnen worden.\n\nBeslissing\n\nDe rechtbank:\n\n- verklaart het beroep gegrond;\n\n- veroordeelt de Staat der Nederlanden tot het betalen van € 1.200,- aan schadevergoeding aan eiser, te betalen door de griffier en beveelt de tenuitvoerlegging van deze schadevergoeding;\n\n- beveelt de opheffing van de maatregel van vreemdelingenbewaring met ingang van vandaag;\n\n- veroordeelt verweerder tot betaling van € 1.868,- aan proceskosten aan eiser.\n\nDeze uitspraak is gedaan door mr. S.N. Abdoelkadir, rechter, in aanwezigheid van mr. M. Stehouwer, griffier.\n\nUitgesproken in het openbaar en bekendgemaakt op:\n\nInformatie over hoger beroep\n\nEen partij die het niet eens is met deze uitspraak, kan een hogerberoepschrift sturen naar de Afdeling bestuursrechtspraak van de Raad van State waarin wordt uitgelegd waarom deze partij het niet eens is met de uitspraak. Het hogerberoepschrift moet worden ingediend binnen één week na de dag waarop deze uitspraak is verzonden of na de dag van plaatsing daarvan in het digitale dossier.\n\n Het beroep tegen een maatregel van bewaring wordt ook aangemerkt als een verzoek om toekenning van schadevergoeding. Dit volgt uit artikel 106, eerste lid, van de Vw.\n\n Dit volgt uit artikel 106, eerste lid, van de Vw.\n\n Dit volgt uit artikel 59, eerste lid, aanhef en onder a, van de Vw.\n\n Dit volgt uit artikel 59c van de Vw.\n\n Dit volgt uit artikel 5.5 van het Vb.\n\n Dit volgt uit artikel 5.6, eerste lid, van het Vb.","https:\u002F\u002Fdeeplink.rechtspraak.nl\u002Fuitspraak?id=ECLI:NL:RBDHA:2026:18726","ecli-nl-rbdha-2026-18726",{"courtName":72,"legalDomain":63,"decisionType":32,"procedureType":33},"Rotterdam"]