[{"data":1,"prerenderedAt":-1},["ShallowReactive",2],{"decision-ecli-de-neuris-kore700832025":3,"decision-more-ecli-de-neuris-kore700832025":18},{"id":4,"ecli":5,"caseNumber":6,"courtId":7,"courtName":8,"courtSlug":9,"decisionDate":10,"fullText":11,"language":12,"source":13,"sourceUrl":14,"summary":15,"slug":16,"metadata":17},"10642","ECLI:DE:NEURIS:KORE700832025","XI ZB 14\u002F21",46,"Bundesgerichtshof","bundesgerichtshof","2024-11-12T00:00:00.000Z","#  Rechtsbeschwerde in einem Kapitalanleger-Musterverfahren \n\n## Leitsatz\n\n1\\. Zur Vertriebsverantwortung von Gründungsgesellschaftern.42 43 44\n\n2\\. Zur Pflicht, einen Nachtrag zum Verkaufsprospekt zu veröffentlichen.62\n\n## Tenor\n\nAuf die Rechtsbeschwerde des Musterklägers wird der Musterentscheid des 13. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts vom 30. Juli 2021 in der Fassung des Beschlusses vom 10. August 2021 aufgehoben, soweit das Oberlandesgericht die Feststellungsziele 1a, 1b, 1c, 1d, 1e und 1i mangels Entscheidungserheblichkeit zurückgewiesen und die Feststellungen zu den Feststellungszielen 4, 5, 6, 8 und 9 getroffen hat.\n\nDie Feststellungsziele 1a, 1b, 1c, 1d, 1e und 1i sowie die Feststellungsziele 4, 5, 6 und 9 werden als unbegründet zurückgewiesen.\n\nEs wird in Bezug auf das Feststellungsziel 8 festgestellt, dass gemäß § 13 Abs. 1 Nr. 1 VerkProspG, § 44 Abs. 1 BörsG in der bis zum 31. Mai 2012 geltenden Fassung (im Folgenden: aF) diejenigen Anleger, deren Beitritt zu der Fondsgesellschaft H. T. H. GmbH & Co. KG auf der Grundlage des Verkaufsprospekts mit Prospektaufstellungsdatum vom 23. November 2007 in der Fassung des ersten Nachtrags vom 27. Januar 2010 (einschließlich vorangegangener Kurzinformationen) erfolgte, die Anspruchsvoraussetzungen der spezialgesetzlichen Prospekthaftung wegen etwaiger Fehler des Nachtrags nach § 13 VerkProspG, § 44 Abs. 1 BörsG aF nicht erfüllen, wenn sie mehr als sechs Monate nach dem ersten öffentlichen Angebot der Beteiligung am 12. März 2010, das heißt am oder nach dem 13. September 2010, beigetreten sind.\n\nIm Übrigen wird das Feststellungsziel 8 als unbegründet zurückgewiesen.\n\nIm Übrigen wird die Rechtsbeschwerde des Musterklägers zurückgewiesen.\n\nDie Rechtsbeschwerden der Musterbeklagten werden zurückgewiesen.\n\nVon den Gerichtskosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens haben der Musterkläger 50% und die Musterbeklagten jeweils 25% zu tragen.\n\nIhre außergerichtlichen Kosten im Rechtsbeschwerdeverfahren tragen der Musterkläger und die Musterbeklagten jeweils selbst.\n\nDer Streitwert für das Rechtsbeschwerdeverfahren wird hinsichtlich der Gerichtskosten auf 11.065.556,63 € festgesetzt.\n\nDer Gegenstandswert für die außergerichtlichen Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens wird für den Prozessbevollmächtigten des Musterklägers auf 453.442,50 € und für den Prozessbevollmächtigten der Musterbeklagten auf 11.065.556,63 € festgesetzt.\n\n## Gründe\n\nA.\n\n1\\. Die Parteien streiten im Rahmen eines Verfahrens nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) in der bis zum 19. Juli 2024 geltenden Fassung (im Folgenden: aF) darüber, ob der bei der Emission des geschlossenen Immobilienfonds H. T. H. GmbH & Co. KG (im Folgenden: Fonds oder Fondsgesellschaft) am 23\\. November 2007 aufgestellte und am 4. Dezember 2007 veröffentlichte Verkaufsprospekt (im Folgenden: Prospekt) fehlerhaft ist und ob die Musterbeklagten hierfür in Anspruch genommen werden können. Gegenstand des Fonds ist die Investition in US-amerikanische Immobilien über eine Beteiligungsgesellschaft. \n\n2\\. Die Musterbeklagten sind Gründungsgesellschafterinnen der Fondsgesellschaft. Die Musterbeklagte zu 1 ist geschäftsführende Kommanditistin, die Musterbeklagte zu 2 ist Komplementärin der Fondsgesellschaft. Zur Geschäftsführung ist in dem Gesellschaftsvertrag vom 26. Oktober 2007 geregelt: \"§ 7 Geschäftsführung und Vertretung (1) Zur Geschäftsführung ist allein die Geschäftsführende Kommanditistin berechtigt und verpflichtet. […] Die Komplementärin ist von der Geschäftsführung ausgeschlossen. Die Vertretung der Gesellschaft erfolgt durch die Komplementärin. […] (4) Die Komplementärin ist berechtigt, im Namen der Gesellschaft mit der Fondsinitiatorin [das ist die H. T. G. A. GmbH] und\u002Foder mit deren Konzerngesellschaften, insbesondere mit sich selbst, und der Geschäftsführenden Kommanditistin nachstehende Verträge abzuschließen, in denen sich diese verpflichten, nachfolgende Leistungen gegenüber der Gesellschaft zu erbringen: a) Vertrag über die Einwerbung von Eigenkapital zwischen der Gesellschaft und der Fondsinitiatorin (Vertriebsvereinbarung). […]\" \n\n3\\. Auf Seite 106 f. des Prospekts ist unter der Überschrift \"Vertrag über die Vermittlung von Eigenkapital (Vertriebsvereinbarung)\" ausgeführt: \"Die F. KG hat H. T. mit Vertrag vom 26. Oktober 2007 mit dem Vertrieb von Kommanditanteilen der F. KG bis zu einem Volumen von maximal 106.995.000 USD zuzüglich 5 % Agio beauftragt, wofür H. T. eine Vermittlungsprovision in Höhe von 4 % des eingeworbenen Eigenkapitals (ohne Agio) sowie darüber hinaus einen Betrag in Höhe des von den Kommanditisten auf ihre Pflichteinlage zu zahlenden 5%igen Agios als Provision erhält. […]\" \n\n4\\. Nach dem Fondskonzept beteiligt sich die Fondsgesellschaft als Limited Partner an der P. P. F. (C. ), L.P. (im Folgenden: Beteiligungsgesellschaft), die zusammen mit der P. G. R. E. F. , L.P. (im Folgenden: Parallelbeteiligungsgesellschaft) in US-amerikanische Immobilien investiert. Die P. G. , L.L.C. fungiert als General Partner und führt die Geschäfte der Beteiligungsgesellschaft und der Parallelbeteiligungsgesellschaft, an denen sie auch jeweils beteiligt ist. Die H. T. A. M. H. GmbH kontrolliert dabei den General Partner. Die H. T. A. M. H. GmbH und die H. T. G. A. GmbH werden jeweils von der H. H. T. H. GmbH beherrscht. An dieser Gesellschaft beteiligte sich ab dem 8. Juli 2009 Herr A. P. B. (im Folgenden: B.), der zugleich der CEO der P. G. Inc. ist, die ihrerseits wiederum den General Partner beherrscht. B. ist ferner CEO des General Partners. \n\n5\\. Der Prospekt enthält - soweit für das Rechtsbeschwerdeverfahren von Interesse - folgende Angaben: \n\n6\\. Auf Seite 11 f. stellt der Prospekt die Anlagestrategie wie folgt vor: \"Das Joint Venture wird überwiegend in Büroimmobilien in innerstädtischen Geschäftslagen in den V. Staaten und zum geringeren Teil in andere Nutzungsarten, wie z. B. Wohnen, Hotel, Einzelhandel und gemischt genutzte Immobilien, investieren. Aus Sicht von P. werden […] Investitionen in entwicklungsfähige Immobilien im aktuellen Marktumfeld besonders interessant. Ziel ist es, aus der Entwicklung der Objekte einen Wertzuwachs zu generieren und durch einen gewinnbringenden Verkauf zu realisieren. […] Das P. -Managementteam hat beträchtliche Erfahrungen in der Entwicklung neuer Gebäude und der Renovierung bestehender Objekte. Diese Fähigkeiten kombiniert mit P. Vermietungsressourcen (in-house) ermöglicht es, solche Gelegenheiten wahrzunehmen. Außerdem kommen viele dieser Entwicklungsobjekte als Teil eines größeren Portfolios auf den Markt. Käufer, die sich auf Bestandsobjekte innerhalb solcher Portfolios konzentrieren, preisen die Entwicklungsobjekte häufig nicht richtig ein. P. ist in der Lage, den Wert der Objekte korrekt einzuschätzen und aus diesen komplexen Transaktionen Gewinn zu ziehen.\" \n\n7\\. In dem Kapitel \"Risiken\" heißt es auf Seite 20 unter der Überschrift \"Struktur und Wahlrechte\": \"Die gesellschaftsrechtliche Struktur der F. KG und der Beteiligungsgesellschaft wurde unter bestimmten Annahmen errichtet. Die Annahmen müssen jedoch nicht für alle Anleger gleichermaßen vorteilhaft sein. Die während der Fondslaufzeit durch den General Partner der Beteiligungsgesellschaft ausgeübten Wahlrechte können darüber hinaus für einzelne Anleger negative Auswirkungen haben.\" \n\n8\\. Auf Seite 21 wird zum \"Blind-Pool-Risiko\" angegeben: \"Beim vorliegenden Konzept steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht fest, wann und in welche Investitionsobjekte investiert werden wird (Blind-Pool). Die Entscheidung über etwaige Investitionen trifft der General Partner der Beteiligungsgesellschaft, beraten durch ein Investorenkomitee. Der einzelne Anleger hat insoweit keine Möglichkeit der Einflussnahme. Das Geschäftsergebnis hängt also wesentlich davon ab, wie erfolgreich der General Partner der Beteiligungsgesellschaft mit seinen Entscheidungen sein wird.\" \n\n9\\. Seite 23 führt unter der Überschrift \"Anlagen in REITs\" aus: \"Die Beteiligungsgesellschaft kann in Papiere investieren, die von REITs (Real Estate Investment Trusts) emittiert werden. Viele REITs setzen Fremdfinanzierung ein, was das Anlagerisiko (und den Marktwert eines REITs in Zeiten steigender Zinssätze nachteilig berühren könnte) erhöht, ebenso wie die anderen, normalerweise mit Fremdfinanzierung verbundenen Risiken. REIT-Werte können zurückgehen, zum Beispiel, weil Kreditnehmer ihrer Tilgungsverpflichtung nicht mehr nachkommen oder aufgrund einer Abstufung des Kredit-Ratings des Herausgebers des REITs. Es besteht das Risiko, dass ein REIT auf Grund einer Änderung seiner steuerlichen Behandlung an Wert verliert.\" \n\n10\\. Auf derselben Seite wird unter der Überschrift \"Bindung an Entscheidungen der Organe der Beteiligungsgesellschaft\" dargestellt: \"Die F. KG ist lediglich als einer von mehreren Gesellschaftern an der Beteiligungsgesellschaft beteiligt. Sie hat keinen bestimmenden Einfluss auf die Beteiligungsgesellschaft. Die wesentlichen Entscheidungen der Beteiligungsgesellschaft werden von dem General Partner getroffen.\" \n\n11\\. Auf Seite 35 wird unter der Überschrift \"Die Investmentspezialisten\" B. als \"President and Chief Executive Officer\" des General Partners erwähnt. \n\n12\\. Seite 64 führt unter der Überschrift \"Investitionen in ausländische Immobilienanlagen\" unter anderem aus: \"Die F. KG wird sich als Limited Partner an der P. P. F. (C. ), Limited Partnership, einer nach dem Recht der C. I. bestehenden Personengesellschaft (nachfolgend **\"Beteiligungsgesellschaft\"**) […] beteiligen. Die Beteiligungsgesellschaft wiederum wird sich an bestimmten noch auszuwählenden Immobilieninvestitionen beteiligen […]. Die Art, Größe, Lage, Ausstattung sowie der Wert der Objekte des Immobilienportfolios werden vor Beitritt zur Beteiligungsgesellschaft nicht festgelegt sein (**\"Blind-Pool-Konzept\"**). Die Investitionen in Immobilien können durch Direkterwerb einzelner Objekte oder Beteiligung an Grundstücksgemeinschaften, REITs, REMICs und sonstigen Immobilienunternehmen erfolgen, soweit es sich für amerikanische Besteuerungszwecke nicht um intransparente Körperschaften handelt, hiervon ausgenommen sind REITs und andere öffentlich gehandelte Gesellschaften. Beteiligungen an intransparenten Körperschaften sollen nur in geringem Umfang oder in einer parallelen Fondsstruktur möglich sein. Zu einem überwiegenden Anteil sollen Immobilieninvestitionen der Beteiligungsgesellschaft in steuerlich transparenten Gesellschaften (nachfolgend **\"Objektgesellschaften\"**) gehalten werden. […] Das wirtschaftliche Gewicht der Tätigkeit der Beteiligungsgesellschaft soll im Wesentlichen auf der Erzielung von Wertsteigerungen im Immobilienvermögen, insbesondere auch durch gegebenenfalls kurzfristige Veräußerung der Immobilien liegen. Die Erzielung von Einkünften aus der langfristigen Vermietung der jeweiligen Immobilien steht nicht im Vordergrund. Nachfolgend wird allein auf die Besteuerungsfolgen bei der Beteiligung an steuerlich transparenten Objektgesellschaften abgestellt. […] Falls die Objektgesellschaften nach dem US-amerikanischen und\u002Foder dem deutschen Steuerrecht als nichttransparent anzusehen sind, sind die nachfolgenden Ausführungen nicht einschlägig. Sofern eine der beteiligten Gesellschaften nicht als transparent angesehen wird, erfolgt die Besteuerung der jeweiligen Einkünfte auf Ebene dieser Gesellschaft. Unter anderem sind die Liquiditätsausschüttungen in diesem Fall nicht mehr steuerneutral, sondern als steuerpflichtige Dividenden zu qualifizieren. Bei unterschiedlicher Qualifikation derselben Gesellschaft in beiden Staaten könnte sich eine Doppelbesteuerung aus diesem Qualitätskonflikt ergeben.\" \n\n13\\. Auf Seite 69 ist unter der Überschrift \"Besteuerung in einzelnen US-Bundesstaaten sowie lokale Steuern in den USA\" ausgeführt: \"Die einzelnen US-Bundesstaaten, in denen die jeweiligen Immobilien des Immobilienportfolios der F. KG belegen sein werden, können zusätzliche Einkommensteuern erheben. Anleger können daher auch verpflichtet sein, Einkommensteuererklärungen in US-Bundesstaaten abzugeben. Darüber hinaus erheben einzelne US-Bundesstaaten Vermögensteuer, Umsatzsteuer und besondere Steuern auf immaterielle Wirtschaftsgüter, die auf den Verkauf von Anteilen an Personengesellschaften anwendbar sein können. Die Art sowie die tatsächlichen Auswirkungen solcher US-Bundesstaatensteuern sowie weiterer lokaler US-Steuern auf das vorliegende Beteiligungsangebot können aufgrund des Blind-Pool-Konzepts erst nach Identifikation der Immobilieninvestitionen bestimmt werden.\" \n\n14\\. In dem Kapitel \"Rechtliche Grundlagen\" heißt es auf Seite 80 des Prospekts: \"[…] Die H. T. A. M. H. GmbH […] hat die unabhängige Aufsicht und Qualitätskontrolle des Asset- und Property-Managements der Projekte - welches durch den General Partner der Beteiligungsgesellschaft vorgenommen wird - übernommen.\" \n\n15\\. Seite 81 f. informiert wie folgt: \"Zweck der Beteiligungsgesellschaft und auch der Parallelgesellschaft ist jeweils die Investition in (i) diversifiziertes Grundvermögen, welches im Wesentlichen aus Grundeigentum (fee ownership) oder einem dem deutschen Erbbaurecht ähnlichen Modell (leasehold) an bestehenden oder zu entwickelnden Büroimmobilien in Geschäftsquartieren in den USA […] besteht, (ii) Poolinvestitionen, Gemeinschaftsunternehmen, Grundpfandrechte, Eigenkapital- und Fremdkapitalinvestitionen in private und öffentliche Immobilienunternehmen bezogen auf vorgenannte Vermögensgegenstände, öffentlich gehandelte REITs (Real Estate Investment Trusts) und REMICs (Real Estate Mortgage Investment Conduits) sowie (iii) sonstige nach Maßgabe des Gesellschaftsvertrags der Beteiligungsgesellschaft zulässige Geschäfte, welche der General Partner für sinnvoll erachtet.\" \n\n16\\. Eine nahezu wortgleiche Formulierung findet sich auf Seite 96 sowie in § 2 Abs. 2 des auf Seite 125 abgedruckten Gesellschaftsvertrags der Fondsgesellschaft. Dort werden die Investitionen zusätzlich mit dem Schlagwort \"Portfolio-Investitionen\" zusammengefasst. \n\n17\\. Unter der Überschrift \"Alternative Investitionsstrukturen\" führt der Prospekt auf Seite 99 aus: \"Vorbehaltlich bestimmter im Gesellschaftsvertrag der Beteiligungsgesellschaft enthaltener Beschränkungen (insbesondere der Vorschrift, dass der General Partner diese Strukturen kontrollieren muss) und rechtlicher, steuerlicher, regulatorischer und sonstiger Erwägungen im Sinne der Investoren ist der General Partner befugt, alternative Investitionsstrukturen zu entwickeln und nutzen. Er kann bestimmen, dass Teile oder sämtliche Portfolio-Investitionen über alternative Investitionsvehikel außerhalb der Beteiligungsgesellschaft vorgenommen werden und die Beteiligungsgesellschaft veranlassen, diese alternativen Investitionsstrukturen mit dem notwendigen Kapital auszustatten.\" \n\n18\\. Ferner heißt es unter der Überschrift \"Investoren\" auf Seite 99 f.: \"Sofern der General Partner dies als wirtschaftlich vorteilhaft für die Beteiligungsgesellschaft erachtet, kann er - neben der Parallelgesellschaft - einen oder mehrere so genannte strategische Investoren zur Teilnahme an der Investition der Beteiligungsgesellschaft zulassen. Zu den strategischen Investoren können die P. Group, Inc., deren verbundene Unternehmen, die vorherigen P. Fonds […], zukünftige Fonds der P. -Gruppe, aber auch Dritte gehören. Schließlich kann der General Partner bei Investitionen der Beteiligungsgesellschaft sowohl das Fondsmanagementteam als auch leitende Angestellte und Mitarbeiter der P. Group, Inc. und ihrer verbundenen Unternehmen als Co-Investoren neben der Beteiligungsgesellschaft zu denselben Konditionen zulassen, mit der Einschränkung, dass das Investitionsvolumen der Co-Investoren nicht mehr als 20 % der für anderweitige Investitionen verfügbaren Summe betragen darf. Auch bestimmte Limited Partner (nicht jedoch der General Partner selbst) können vom General Partner als Co-Investoren für bestimmte Investitionsprojekte zugelassen werden. Die Bedingungen dieses Co-Investments werden vom General Partner festgelegt.\" \n\n19\\. Seite 100 klärt über die \"Geschäftsführung\" auf: \"Die Geschäftsführung der Beteiligungsgesellschaft obliegt allein dem General Partner. Der General Partner ist befugt, für und im Namen der Beteiligungsgesellschaft alle Ziele und Zwecke der Beteiligungsgesellschaft umzusetzen, Handlungen vorzunehmen und Verträge zu erfüllen, die der General Partner nach eigenem Ermessen für notwendig oder zweckmäßig hält, stets unter Beachtung der übrigen Vorschriften des Gesellschaftsvertrags der Beteiligungsgesellschaft.\" \n\n20\\. Auf Seite 103 f. wird unter der Überschrift \"Austritt und Ausschluss des General Partners\" ausgeführt: \"[…] Die Limited Partner können den General Partner jederzeit mit einer Mehrheit von 75 % aus wichtigem Grund abberufen und einen neuen General Partner bestellen. Alternativ zu der Abberufung kann dieselbe Mehrheit von Limited Partnern die Beteiligungsgesellschaft nach den Vorschriften des Gesellschaftsvertrags der Beteiligungsgesellschaft auflösen und liquidieren. Dies gilt unter der Bedingung, dass der General Partner vor seiner Abberufung bzw. vor der Auflösung der Beteiligungsgesellschaft die Möglichkeit erhält, das den wichtigen Grund bildende Ereignis zu beseitigen und außerdem unter gewissen Umständen die Abberufung des alten und Bestellung eines neuen General Partners der Zustimmung der Darlehensgeber der Beteiligungsgesellschaft bedarf.\" \n\n21\\. Seite 109 beschreibt den \"Asset-Management-Vertrag\": \"Die F. KG und die H. T. A. M. H. GmbH haben am 26. Oktober 2007 einen so genannten Asset-Management-Vertrag abgeschlossen, wonach die H. T. A. M. H. GmbH für die F. KG die unabhängige Aufsicht und Qualitätskontrolle des Asset- und Property-Managements übernimmt, welches durch den General Partner der Beteiligungsgesellschaft bzw. von diesem beauftragten Dienstleister bezüglich der Projekte wahrgenommen wird. Die Tätigkeit der H. T. A. M. H. GmbH umfasst insbesondere eine turnusmäßige strukturierte Berichterstattung\u002FReports an die F. KG. Ferner gehören zu den Pflichten der H. T. A. M. H. GmbH die Beratung der F. KG in allen Bereichen, welche die immobilienwirtschaftlichen Aspekte der Investition der F. KG beeinflussen, Marktbeobachtungen und Research sowie ggf. Vorschläge von Maßnahmen zur Reaktion auf die Ergebnisse dieser Marktbeobachtung\u002FResearch. Weiterhin übernimmt die H. T. A. M. H. GmbH die Beaufsichtigung der Beteiligungsgesellschaft und deren General Partner, hierbei insbesondere die Abstimmung mit dem General Partner der Beteiligungsgesellschaft oder der Parallelgesellschaft (soweit erforderlich), die regelmäßige Analyse der Financial Statements und die Teilnahme an den Sitzungen des \"Investor Advisory Committee\". […]\" \n\n22\\. Auf derselben Seite heißt es unter der Überschrift \"Kapitalmäßige und personelle Verflechtungen\": \"Die H. T. A. M. H. GmbH, die für die F. KG die unabhängige Aufsicht und Qualitätskontrolle des Asset- und Property-Managements übernommen hat, ist 100%ige Tochtergesellschaft der H. T. .\" \n\n23\\. Am 11. März 2010 wurde zu dem Prospekt ein Nachtrag vom 27. Januar 2010 veröffentlicht. \n\n24\\. In den Ausgangsverfahren verlangen der Musterkläger und die Beigeladenen Schadensersatz. Sie stützen ihre Ansprüche gegen die Musterbeklagten auf vorvertragliche Aufklärungspflichtverletzungen im Zusammenhang mit der Beteiligung an der Fondsgesellschaft. \n\n25\\. Das Landgericht hat mit Beschluss vom 17. Dezember 2018 dem Oberlandesgericht Feststellungsziele zum Zweck der Herbeiführung eines Musterentscheids vorgelegt. Mit ihnen macht der Musterkläger geltend, der Prospekt sei unrichtig, unvollständig und irreführend. Die Prospektaussage auf Seite 103 f., wonach die (deutschen) Limited Partner den General Partner der Beteiligungsgesellschaft \"jederzeit\" abberufen könnten, sei falsch. Der Prospekt verschweige, dass die Fondsgesellschaft als Limited Partner ein von ihr für falsch gehaltenes Verhalten des General Partners zunächst abmahnen und dem General Partner sodann eine Karenzfrist von 180 Tagen einräumen müsse, bevor sie ihn abberufen könne (Feststellungsziel 1a). Die Prospektaussage auf Seite 103 f., wonach die (deutschen) Limited Partner die Beteiligungsgesellschaft \"jederzeit\" auflösen und liquidieren könnten, sei falsch. Der Prospekt verschweige, dass die Fondsgesellschaft als Limited Partner auch insoweit eine Karenzfrist von 180 Tagen abwarten müsse, bevor sie die Beteiligungsgesellschaft auflösen und liquidieren könne (Feststellungsziel 1b). Die Prospektaussage auf Seite 109, wonach die H. T. A. M. H. GmbH \"die unabhängige Aufsicht und Qualitätskontrolle\" bzw. \"die Beaufsichtigung der Beteiligungsgesellschaft und deren General Partner\" übernehme, sei falsch. Der Prospekt verschweige, dass die H. T. A. M. H. GmbH keine, jedenfalls keine effektive Kontrolle über die Beteiligungsgesellschaft oder deren General Partner übernehme (Feststellungsziel 1c). Durch die in den Feststellungszielen 1a, 1b und 1c monierten konkreten Falschaussagen im Prospekt werde durch den Prospekt fälschlich der Eindruck von effektiven Kontrollmöglichkeiten der deutschen Seite innerhalb der Beteiligungsgesellschaft und über deren General Partner erweckt, die die deutsche Seite in Wahrheit nicht habe (Feststellungsziel 1d). Der Prospekt verschweige die Möglichkeit, dass das Vermögen des Fonds im Ganzen in einen REIT (\"real estate investment trust\" börsennotierte Immobilienaktiengesellschaft nach US-Recht) eingebracht werden könne. Im Gegenteil erwecke der Prospekt - insbesondere auf den Seiten 64 und 69 - fälschlich den Eindruck, als sei allenfalls die Zwischenanlage eines Teils der freien Liquidität in REITs möglich (Feststellungsziel 1e). Der Prospekt verschweige, dass bereits im Januar 2008 konkrete Verhandlungen bezüglich der Beteiligung von B. an Gesellschaften der H. T. Gruppe geführt worden seien (Feststellungsziel 1i). \n\n26\\. Mit Erweiterungsbeschluss vom 12. Mai 2021 hat das Oberlandesgericht auf Antrag der Musterbeklagten vom 21. April 2021 das Musterverfahren um einige Feststellungsziele erweitert. Es soll festgestellt werden, dass auf Ansprüche von Anlegern gegen die Musterbeklagten als Gründungsgesellschafterinnen der Fondsgesellschaft wegen Verwendung von etwaig fehlerhaften Verkaufsprospekten (einschließlich Kurzinformationen, sofern diese als Verkaufsprospekt zu qualifizieren sind) ausschließlich die spezialgesetzliche Prospekthaftung gemäß § 13 VerkProspG i.V.m. §§ 44 ff. BörsG in der bis zum 31. Mai 2012 geltenden Fassung (im Folgenden für alle Vorschriften: aF) anwendbar sei (Feststellungsziel 4), dass zwischen der spezialgesetzlichen Prospekthaftung gemäß § 13 VerkProspG i.V.m. §§ 44 ff. BörsG aF einerseits und der bürgerlich-rechtlichen Prospekthaftung im engeren Sinne und\u002Foder im weiteren Sinne gemäß § 280 Abs. 1, § 311 Abs. 2 BGB andererseits keine Anspruchskonkurrenz bestehe (Feststellungsziel 5), dass eine Inanspruchnahme der Musterbeklagten als Gründungsgesellschafterinnen der Fondsgesellschaft und für etwaige Prospektfehler der Verkaufsprospekte (einschließlich Kurzinformationen, sofern diese als Verkaufsprospekt zu qualifizieren sind) ausschließlich nach § 13 VerkProspG i.V.m. §§ 44 ff. BörsG aF und nicht nach der bürgerlich-rechtlichen Prospekthaftung im engeren Sinne und\u002Foder im weiteren Sinne gemäß § 280 Abs. 1, § 311 Abs. 2 BGB in Betracht komme (Feststellungsziel 6), dass gemäß § 13 VerkProspG, § 44 Abs. 1 BörsG aF diejenigen Anleger, deren Beitritt zu der Fondsgesellschaft auf der Grundlage des Verkaufsprospekts vom 23. November 2007 (einschließlich vorangegangener Kurzinformationen) erfolgt sei, die Anspruchsvoraussetzungen der Prospekthaftung nach § 13 VerkProspG i.V.m. §§ 44 ff. BörsG aF nicht erfüllen, wenn sie mehr als sechs Monate nach dem ersten öffentlichen Angebot der Beteiligung am 5. Dezember 2007, das heißt am oder nach dem 6. Juni 2008 (hilfsweise: sechs Monate nach der ersten Zeichnung einer Beteiligung an der Fondsgesellschaft am 3. Januar 2008, das heißt am oder nach dem 4. Juli 2008) beigetreten seien (Feststellungsziel 7), dass gemäß § 13 VerkProspG, § 44 Abs. 1 BörsG aF diejenigen Anleger, deren Beitritt zu der Fondsgesellschaft auf der Grundlage des Verkaufsprospekts in der Fassung des ersten Nachtrags vom 27. Januar 2010 (einschließlich vorangegangener Kurzinformationen) erfolgt sei, die Anspruchsvoraussetzungen der Prospekthaftung nach § 13 VerkProspG i.V.m. §§ 44 ff. BörsG aF nicht erfüllen, wenn sie mehr als sechs Monate nach dem ersten öffentlichen Angebot der Beteiligung am 12. März 2010, das heißt am oder nach dem 13. August 2010 (hilfsweise: sechs Monate nach der ersten Zeichnung einer Beteiligung an der Fondsgesellschaft am 2. August 2010, das heißt am oder nach dem 3. Februar 2011) beigetreten seien (Feststellungsziel 8), dass im Verhältnis der Musterbeklagten zu den Anlegern der Fondsgesellschaft für etwaige Prospekthaftungsansprüche ausschließlich die Verjährungsregelungen des § 13 VerkProspG i.V.m. § 46 BörsG aF Anwendung fänden (Feststellungsziel 9), dass sämtliche etwaige Ansprüche von Anlegern der Fondsgesellschaft, deren Beitritt zu der Fondsgesellschaft auf der Grundlage des Verkaufsprospekts vom 23. November 2007 (einschließlich vorangegangener Kurzinformationen) erfolgt sei, aufgrund der in § 13 VerkProspG i.V.m. § 46 BörsG aF geregelten kenntnisunabhängigen Höchstverjährungsfrist drei Jahre nach der Prospektveröffentlichung am 4. Dezember 2007, das heißt mit Ablauf des 5. Dezember 2010 (hilfsweise: drei Jahre nach der ersten Zeichnung einer Beteiligung an der Fondsgesellschaft am 3. Januar 2008, das heißt mit Ablauf des 4. Januar 2011) verjährt seien (Feststellungsziel 10) und dass sämtliche mögliche Ansprüche von Anlegern der Fondsgesellschaft, deren Beitritt zu der Fondsgesellschaft auf der Grundlage des Verkaufsprospekts in der Fassung des ersten Nachtrags vom 27. Januar 2010 (einschließlich vorangegangener Kurzinformationen) erfolgt sei, aufgrund der in § 13 VerkProspG i.V.m. § 46 BörsG aF geregelten kenntnisunabhängigen Höchstverjährungsfrist drei Jahre nach der Prospektveröffentlichung am 11. März 2010, das heißt mit Ablauf des 12. März 2013 (hilfsweise: drei Jahre nach der ersten Zeichnung einer Beteiligung an der Fondsgesellschaft am 2. August 2010, das heißt mit Ablauf des 3. August 2013) verjährt seien (Feststellungsziel 11). \n\n27\\. Das Oberlandesgericht hat mit Musterentscheid vom 30. Juli 2021 die Feststellungsziele des Musterklägers zurückgewiesen. Ferner hat es die mit den Feststellungszielen 4, 5, 6, 7 (im Hauptantrag), 8 (im Hauptantrag) und 9 der Musterbeklagten begehrten Feststellungen getroffen, hinsichtlich des Feststellungsziels 6 jedoch ohne Verwendung des Wortes \"ausschließlich\", und im Übrigen die Feststellungsziele der Musterbeklagten zurückgewiesen. \n\n28\\. Gegen den Musterentscheid haben der Musterkläger und die Musterbeklagten jeweils Rechtsbeschwerde eingelegt. Der Musterkläger verfolgt sein Feststellungsbegehren vollumfänglich weiter und wendet sich gegen die von dem Oberlandesgericht auf die Feststellungsziele der Musterbeklagten hin getroffenen Feststellungen. Die Musterbeklagten verfolgen mit ihrer Rechtsbeschwerde die von dem Oberlandesgericht zurückgewiesenen Feststellungsziele 10 und 11 sowie die darauf bezogenen Hilfsfeststellungsziele weiter. \n\n29\\. Mit Senatsbeschluss vom 19. Oktober 2021 ist die Musterbeklagte zu 1 auf Seiten der Musterbeklagten zur Musterrechtsbeschwerdeführerin und zur Musterrechtsbeschwerdegegnerin bestimmt worden. \n\nB.\n\n30\\. Die zulässige Rechtsbeschwerde des Musterklägers hat in dem aus dem Tenor ersichtlichen Umfang Erfolg und ist im Übrigen unbegründet. Die zulässigen Rechtsbeschwerden der Musterbeklagten sind unbegründet. \n\nI.\n\n31\\. Das Oberlandesgericht hat zur Begründung des Musterentscheids, soweit für das Rechtsbeschwerdeverfahren relevant, im Wesentlichen ausgeführt: \n\n32\\. Den Feststellungszielen des Musterklägers fehle mangels Entscheidungserheblichkeit das Sachentscheidungsinteresse und sie seien daher zurückzuweisen. Eine Haftung der Musterbeklagten als Gründungsgesellschafter der Fondsgesellschaft aus § 280 Abs. 1, § 241 Abs. 2, § 311 Abs. 2 BGB könne nicht auf die Verwendung eines Prospekts als solche gestützt werden, da sie durch die spezialgesetzliche Prospekthaftung aus § 13 VerkProspG, §§ 44 ff. BörsG aF verdrängt werde. Die Musterbeklagten seien jeweils gemäß § 44 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 BörsG aF als Prospektveranlasser prospektverantwortlich. Auf die mit den Feststellungszielen 1a, 1b, 1c, 1d, 1e und 1i begehrte Feststellung von Prospektfehlern komme es demnach nicht an. \n\n33\\. Aus den vorstehenden Erwägungen seien die Feststellungsziele 4, 5 und 6 zu treffen. Der Vorrang der spezialgesetzlichen Prospekthaftung gelte unabhängig davon, ob die Anleger die Beteiligung innerhalb der in § 13 VerkProspG i.V.m. § 44 BörsG aF genannten Sechsmonatsfrist erworben hätten. Den mit den Feststellungszielen 4 und 5 verbundenen Feststellungen stehe nicht entgegen, dass in bestimmten Konstellationen deliktische Ansprüche oder Schadensersatzansprüche aus Anlageberatungs- und -vermittlungsverschulden wegen Verwendung des Prospekts nicht durch die spezialgesetzliche Prospekthaftung verdrängt würden, da die Feststellungen lediglich auf die Verdrängung von Ansprüchen aus sogenannter bürgerlich-rechtlicher Prospekthaftung gemäß § 280 Abs. 1, § 241 Abs. 2, § 311 Abs. 2 BGB abstellten. Das Wort \"ausschließlich\" sei deshalb nicht in die Feststellung zu dem Feststellungsziel 6 aufzunehmen gewesen. \n\n34\\. Auch die Feststellungen zu den Feststellungszielen 7 und 8 seien zu treffen. Nach dem Wortlaut des § 13 Abs. 1 Nr. 1 VerkProspG aF sei für die Anwendung des § 44 Abs. 1 Satz 1 BörsG aF für die Bemessung des Zeitraums von sechs Monaten auf den Zeitpunkt des ersten öffentlichen Angebots im Inland abzustellen. Maßgeblicher Stichtag sei daher vorliegend der Zeitpunkt des ersten öffentlichen Angebots der Beteiligung am 5\\. Dezember 2007 bzw. nach Veröffentlichung des Nachtrags vom 27. Januar 2010 des ersten öffentlichen Angebots der Beteiligung am 12. März 2010. \n\n35\\. Die mit dem Feststellungsziel 9 begehrte Feststellung sei ebenfalls zu treffen. Die Feststellung sei dabei so zu verstehen, dass mit \"Prospekthaftungsansprüchen\" nur solche aus spezialgesetzlicher Prospekthaftung gemäß § 13 VerkProspG i.V.m. §§ 44 ff. BörsG aF gemeint seien, da solche aus bürgerlich-rechtlicher Prospekthaftung ohnehin nicht anwendbar seien. \n\n36\\. Die mit den Feststellungszielen 10 und 11 haupt- und hilfsweise begehrten Feststellungen seien nicht zu treffen. Feststellungen, die sich auf individuell in der Person des einzelnen Anlegers liegende Umstände bezögen, könnten im Verfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz nicht getroffen werden. Diese Fragen seien in den Ausgangsverfahren zu entscheiden. Das Oberlandesgericht könne im Verfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz nicht beurteilen, ob die Verjährung von in den Ausgangsverfahren geltend gemachten Ansprüchen durch individuelle Maßnahmen oder Ereignisse gehemmt worden sei. \n\nII.\n\n37\\. Diese Ausführungen halten einer rechtlichen Überprüfung nicht in allen Punkten stand. \n\n38\\. 1\\. Rechtsbeschwerde des Musterklägers \n\n39\\. Die zulässige Rechtsbeschwerde des Musterklägers führt zur Aufhebung des Musterentscheids, soweit das Oberlandesgericht die Feststellungen zu den Feststellungszielen 4, 5, 6 und 9 getroffen hat. Insoweit sind die Feststellungsziele als unbegründet zurückzuweisen. Zudem führt die Rechtsbeschwerde zur Aufhebung des Musterentscheids, soweit das Oberlandesgericht die Feststellungsziele 1a, 1b, 1c, 1d, 1e und 1i mangels Entscheidungserheblichkeit zurückgewiesen hat, und zur Zurückweisung der Feststellungsziele 1a, 1b, 1c, 1d, 1e und 1i als unbegründet. Ferner hat die Rechtsbeschwerde Erfolg, soweit das Oberlandesgericht die Feststellung zu dem Feststellungsziel 8 getroffen hat, und führt zur Abänderung der von dem Oberlandesgericht diesbezüglich getroffenen Feststellung sowie zur teilweisen Zurückweisung des Feststellungsziels. Im Übrigen ist die Rechtsbeschwerde des Musterklägers unbegründet. \n\n40\\. a) Die Rechtsbeschwerde ist begründet, soweit das Oberlandesgericht die mit den Feststellungszielen 4, 5, 6 und 9 begehrten Feststellungen getroffen hat. Das Oberlandesgericht ist rechtsfehlerhaft davon ausgegangen, dass für die Ansprüche der Anleger gegen die Musterbeklagten als Gründungsgesellschafterinnen der Fondsgesellschaft wegen Verwendens eines unrichtigen, unvollständigen oder irreführenden Verkaufsprospekts als Mittel der schriftlichen Aufklärung ausschließlich die Vorschriften der spezialgesetzlichen Prospekthaftung aus § 13 VerkProspG, §§ 44 ff. BörsG aF Anwendung finden und eine Haftung der Musterbeklagten unter dem Aspekt einer vorvertraglichen Pflichtverletzung aufgrund der Verwendung eines unrichtigen, unvollständigen oder irreführenden Prospekts als Mittel der schriftlichen Aufklärung gemäß § 280 Abs. 1, § 241 Abs. 2, § 311 Abs. 2 BGB ausgeschlossen ist. \n\n41\\. Zwar sind die Musterbeklagten allein aufgrund ihrer Stellung als Gründungsgesellschafterinnen Prospektverantwortliche im Sinne von § 44 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 BörsG aF (vgl. Senatsbeschluss vom 11. Juli 2023 - XI ZB 20\u002F21, BGHZ 237, 346 Rn. 39 mwN) und haften somit für unrichtige oder unvollständige wesentliche Angaben im Prospekt nach den Grundsätzen der spezialgesetzlichen Prospekthaftung aus § 13 VerkProspG, §§ 44 ff. BörsG aF. Allerdings haben sie aufgrund der von ihnen übernommenen Vertriebsverantwortung besonderes persönliches Vertrauen gegenüber den Anlageinteressenten in Anspruch genommen und haften, wie der Senat nach Erlass des Musterentscheids entschieden und im Einzelnen begründet hat (vgl. Senatsbeschluss vom 11. Juli 2023, aaO Rn. 41 ff.), deswegen neben der spezialgesetzlichen Prospekthaftung den Anlegern auch nach § 280 Abs. 1, § 241 Abs. 2, § 311 Abs. 2 BGB. \n\n42\\. Vertriebsverantwortung kann auch bestehen, wenn ein Altgesellschafter den Vertrieb nicht selbst übernimmt. Vertriebsverantwortung tragen danach, soweit der Vertriebsauftrag von der Fondsgesellschaft erteilt wurde, die geschäftsführungsbefugten Altgesellschafter (Senatsbeschlüsse vom 11. Juli 2023 - XI ZB 20\u002F21, BGHZ 237, 346 Rn. 44 und vom 5. März 2024 - XI ZB 17\u002F22, WM 2024, 887 Rn. 50; BGH, Urteil vom 24. Oktober 2023 - II ZR 57\u002F21, BGHZ 238, 302 Rn. 30). \n\n43\\. Die Musterbeklagte zu 1 fungierte im Zeitpunkt der Prospektaufstellung als geschäftsführende Kommanditistin und hat in dieser Funktion Vertriebsverantwortung übernommen. Diese Verantwortlichkeit bezieht sich nicht allein auf den Zeitpunkt, zu dem die Vertriebsvereinbarung abgeschlossen wurde, sondern auch auf deren Durchführung. Das ergibt sich schon daraus, dass die Aufklärungspflicht sich auch auf Umstände beziehen kann, die nach Erteilung des Auftrags über den Vertrieb der Beteiligungen eintreten (vgl. BGH, Urteil vom 24. Oktober 2023 - II ZR 57\u002F21, BGHZ 238, 302 Rn. 35). Die Musterbeklagte zu 2 war als Komplementärin persönlich haftende Gesellschafterin, aber von der Geschäftsführung ausgeschlossen. Sind die persönlich haftenden Gesellschafter von der Geschäftsführung ausgeschlossen, tragen sie grundsätzlich keine Vertriebsverantwortung (BGH, Urteil vom 24. Oktober 2023, aaO Rn. 31). Vorliegend durfte die Musterbeklagte zu 2 jedoch nach § 7 Abs. 4 Buchstabe a des Gesellschaftsvertrags im Namen der Fondsgesellschaft eine Vertriebsvereinbarung abschließen und tat dies nach dem Vortrag der Musterbeklagten auch. Die Musterbeklagte zu 2 hat entsprechend ihrer gesellschaftsvertraglich eingeräumten Befugnis die Entscheidung über den Vertriebsauftrag für die Fondsgesellschaft getroffen, die für den Vertrieb zuständige Person ausgewählt und auf diese Weise faktisch Vertriebsverantwortung übernommen. Ihr oblag es deshalb, der vertriebsbeauftragten Person die für eine ordnungsgemäße Aufklärung der Beitrittsinteressenten notwendigen Informationen zu verschaffen (vgl. BGH, Urteil vom 24. Oktober 2023, aaO). \n\n44\\. Aufgrund der von ihnen übernommenen Vertriebsverantwortung haben die Musterbeklagten besonderes persönliches Vertrauen in Anspruch genommen und haften deswegen neben der spezialgesetzlichen Prospekthaftung auch aus § 280 Abs. 1, § 241 Abs. 2, § 311 Abs. 2 BGB für Prospektfehler. Die Verjährung dieses Anspruchs richtet sich nach den §§ 195, 199 BGB. Die Feststellungsziele 4, 5, 6 und 9, die eine ausschließliche Geltung der Vorschriften der spezialgesetzlichen Prospekthaftung voraussetzen, sind daher als unbegründet zurückzuweisen. \n\n45\\. b) Da auch eine Haftung der Musterbeklagten aus § 280 Abs. 1, § 241 Abs. 2, § 311 Abs. 2 BGB für Prospektfehler in Betracht kommt, ist entscheidungserheblich, ob die mit den Feststellungszielen 1a, 1b, 1c, 1d, 1e und 1i geltend gemachten Prospektfehler vorliegen. \n\n46\\. Auf den am 23. November 2007 aufgestellten Prospekt finden die Regelung des § 8g VerkProspG aF i.V.m. § 32 Abs. 2 Satz 1 VermAnlG sowie die Vermögensanlagen-Verkaufsprospektverordnung (VermVerkProspV) in der vom 1. Juli 2005 bis zum 31. Mai 2012 geltenden Fassung (im Folgenden für alle zitierten Vorschriften: aF) Anwendung. Nach § 8g Abs. 1 Satz 1 VerkProspG aF muss der Verkaufsprospekt alle tatsächlichen und rechtlichen Angaben enthalten, die notwendig sind, um dem Publikum eine zutreffende Beurteilung des Emittenten und der Vermögensanlagen im Sinne des § 8f Abs. 1 VerkProspG aF zu ermöglichen. Nach § 8g Abs. 2 VerkProspG aF i.V.m. § 2 Abs. 1 Satz 1 VermVerkProspV aF muss der Verkaufsprospekt über die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse, die für die Beurteilung der angebotenen Vermögensanlagen notwendig sind, Auskunft geben und richtig und vollständig sein. Der Prospekt muss daher über alle Umstände, die von wesentlicher Bedeutung sind oder sein können, sachlich richtig und vollständig unterrichten. Dazu gehört eine Aufklärung über Umstände, die den Vertragszweck vereiteln können, und über solche Umstände, von denen zwar noch nicht feststeht, die es aber wahrscheinlich machen, dass sie den vom Anleger verfolgten Zweck gefährden. Für die Frage, ob ein Prospekt nach diesen Grundsätzen unrichtig oder unvollständig ist, kommt es nicht allein auf die darin wiedergegebenen Einzeltatsachen an, sondern wesentlich auch darauf, welches Gesamtbild der Prospekt dem Anleger von den Verhältnissen des Unternehmens vermittelt. Hierbei sind solche Angaben wesentlich, die ein Anleger \"eher als nicht\" bei seiner Anlageentscheidung berücksichtigen würde. Abzustellen ist auf die Kenntnisse und Erfahrungen eines durchschnittlichen Anlegers, der als Adressat des Prospekts in Betracht kommt und der den Prospekt sorgfältig und eingehend liest (st. Rspr.; Senatsbeschlüsse vom 6. Oktober 2020 - XI ZB 28\u002F19, WM 2020, 2411 Rn. 25, vom 12. Januar 2021 - XI ZB 18\u002F17, WM 2021, 672 Rn. 43, vom 22\\. März 2022 - XI ZB 24\u002F20, WM 2022, 1007 Rn. 38, vom 11. Juli 2023 - XI ZB 20\u002F21, BGHZ 237, 346 Rn. 54, vom 14. November 2023 - XI ZB 2\u002F21, WM 2024, 393 Rn. 66 und vom 20. Februar 2024 - XI ZB 33\u002F21, BKR 2024, 536 Rn. 38). Maßgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung der Richtigkeit und Vollständigkeit des Prospekts ist grundsätzlich der Zeitpunkt, zu dem der Prospekt aufgestellt wurde (Senatsbeschlüsse vom 23. Februar 2021 - XI ZB 29\u002F19, WM 2021, 1047 Rn. 65 und vom 14. Juni 2022 - XI ZB 33\u002F19, WM 2022, 1633 Rn. 65), und damit hier der 23. November 2007. \n\n47\\. Der Prospekt, den der Senat selbst auslegen kann (st. Rspr.; Senatsbeschlüsse vom 14\\. Juni 2022 - XI ZB 33\u002F19, WM 2022, 1633 Rn. 66 mwN und vom 5. März 2024 - XI ZB 17\u002F22, WM 2024, 887 Rn. 63), weist die mit den Feststellungszielen 1 geltend gemachten Prospektfehler nicht auf. \n\n48\\. aa) Die mit den Feststellungszielen 1a und 1b begehrten Feststellungen sind nicht zu treffen. Entgegen der Auffassung des Musterklägers suggeriert der Prospekt auf Seite 103 f. nicht, dass die Limited Partner voraussetzungslos und mit sofortiger Wirkung \"jederzeit\" den General Partner abberufen oder die Beteiligungsgesellschaft auflösen und liquidieren können. \n\n49\\. Zwar verwendet der Prospekt das Adverb \"jederzeit\". Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist jedoch für die Beurteilung, ob ein Prospekt unrichtig oder unvollständig ist, auf das Gesamtbild abzustellen, das er dem verständigen Anleger unter Berücksichtigung der von ihm zu fordernden sorgfältigen und eingehenden Lektüre vermittelt (Senatsbeschlüsse vom 22. März 2022 - XI ZB 24\u002F20, WM 2022, 1007 Rn. 38 und vom 20. Februar 2024 - XI ZB 33\u002F21, BKR 2024, 536 Rn. 38 mwN). Nach diesen Grundsätzen darf der Anleger das Wort \"jederzeit\" nicht losgelöst von den folgenden Prospektangaben verstehen. Der Prospekt informiert den Anleger darüber, dass es für die Abberufung des General Partners eines wichtigen Grundes bedarf und die Liquidation der Beteiligungsgesellschaft sich \"nach den Vorschriften des Gesellschaftsvertrags\" richtet, also beides nicht voraussetzungslos möglich ist. Überdies unterrichtet der Prospekt über die weiteren Bedingungen für eine wirksame Abberufung und Liquidation. So muss der General Partner die Möglichkeit erhalten, das den wichtigen Grund für die Abberufung bildende Ereignis zu beseitigen, und gegebenenfalls die Zustimmung der Darlehensgeber der Beteiligungsgesellschaft eingeholt werden. Der Prospekt verdeutlicht damit, dass \"jederzeit\" das Beschlussverfahren eingeleitet werden kann. \n\n50\\. Die Angabe, dem General Partner sei eine Karenzfrist von 180 Tagen einzuräumen, war vor diesem Hintergrund in dem Prospekt nicht erforderlich, da es sich nicht um einen wesentlichen Umstand handelt, der für die Anlageentscheidung von ausschlaggebender Bedeutung war. Dem verständigen Anleger ist ohne Weiteres bewusst, dass sich fundamentale Entscheidungen wie die Abberufung des General Partners oder die Auflösung und Liquidation der Beteiligungsgesellschaft nur innerhalb eines größeren zeitlichen Rahmens realisieren lassen und der Zeitraum, binnen dessen der General Partner die Möglichkeit haben muss, das den wichtigen Grund bildende Ereignis zu beseitigen, ausreichend bemessen sein muss. \n\n51\\. bb) Die Feststellungsziele 1c und 1d sind ebenfalls unbegründet. Der Prospekt verschweigt entgegen der Ansicht des Musterklägers nicht, dass die H. T. A. M. H. GmbH keine, jedenfalls keine effektive Kontrolle über die Beteiligungsgesellschaft oder deren General Partner übernehme (Feststellungsziel 1c), und erweckt auch nicht den Eindruck von effektiven Kontrollmöglichkeiten der deutschen Seite innerhalb der Beteiligungsgesellschaft und über deren General Partner (Feststellungsziel 1d). Aus dem Prospekt wird deutlich, inwieweit eine Kontrolle überhaupt möglich ist und welche Maßnahmen durch eine solche Kontrolle ausgelöst werden können. \n\n52\\. (1) Auf Seite 109 des Prospekts wird dargestellt, wie die von der H. T. A. M. H. GmbH vorzunehmende \"unabhängige Aufsicht und Qualitätskontrolle des Asset- und Property-Managements\" ausgestaltet ist. Dazu gehören eine strukturierte Berichterstattung an die Fondsgesellschaft, die Beratung der Fondsgesellschaft, Marktbeobachtungen und Research, das Unterbreiten von Vorschlägen aufgrund dieser Marktbeobachtungen, hinsichtlich der Aufsicht über den General Partner insbesondere die \"Abstimmung\" mit demselben oder der Parallelgesellschaft (\"soweit erforderlich\"), die regelmäßige Analyse der Financial Statements und die Teilnahme an Sitzungen eines Investorenkomitees. Die Aufsichts- und Kontrollfunktion der H. T. A. M. H. GmbH ist ersichtlich nicht mit Eingriffs- oder Weisungsbefugnissen verbunden und erschöpft sich somit in einer im Wesentlichen beobachtenden und berichtenden Tätigkeit. Die H. T. A. M. H. GmbH fungiert als Berater der Fondsgesellschaft und als kommunikatives Bindeglied zwischen Fondsgesellschaft und General Partner. \n\n53\\. (2) Der Prospekt spiegelt auch keine \"effektiven Kontrollmöglichkeiten der deutschen Seite innerhalb der Beteiligungsgesellschaft\" und über den General Partner vor. Die weitreichende Befugnis des General Partners zur alleinigen Entscheidung über Geschäftsführungsmaßnahmen wird unter den Risikohinweisen des Prospekts aufgezeigt. Seite 21 klärt den Anleger darüber auf, dass die Entscheidung über etwaige Investitionen der General Partner der Beteiligungsgesellschaft (beraten durch ein Investorenkomitee) trifft, ohne dass der einzelne Anleger eine Möglichkeit der Einflussnahme hätte. Noch deutlicher beschreibt Seite 23 unter der Überschrift \"Bindung an Entscheidungen der Organe der Beteiligungsgesellschaft\" die Rolle der Fondsgesellschaft und die Konzentration der Entscheidungsbefugnis auf den General Partner. Es wird explizit darauf hingewiesen, dass die Fondsgesellschaft keinen bestimmenden Einfluss auf die Beteiligungsgesellschaft hat und die wesentlichen Entscheidungen der Beteiligungsgesellschaft von dem General Partner getroffen werden. Der weitreichende Umfang dieser Entscheidungsbefugnis und die zentrale Position des General Partners zeigen sich auf Seite 100 des Prospekts. Dort erfährt der Anleger, dass die Geschäftsführung der Beteiligungsgesellschaft allein dem General Partner obliegt und dieser befugt ist, für und im Namen der Beteiligungsgesellschaft alle Ziele und Zwecke der Beteiligungsgesellschaft umzusetzen, Handlungen vorzunehmen und Verträge zu erfüllen, die er nach eigenem Ermessen für notwendig oder zweckmäßig hält. \n\n54\\. (3) Soweit der Musterkläger meint, der Prospekt erwecke den unzutreffenden Eindruck von effektiven Kontrollmöglichkeiten, weil er auf Seite 103 f. von der jederzeitigen Möglichkeit der Limited Partner spreche, den General Partner abzuberufen oder die Beteiligungsgesellschaft aufzulösen und zu liquidieren, wird auf die Ausführungen zu den Feststellungszielen 1a und 1b Bezug genommen. Auch mit diesen Angaben ist keine Irreführung der Anleger verbunden. \n\n55\\. cc) Die mit dem Feststellungsziel 1e begehrte Feststellung ist nicht zu treffen. Weder verschweigt der Prospekt die Möglichkeit der Investition des gesamten Fondsvermögens in einen REIT noch erweckt er den Eindruck, das Fondsvermögen werde nur zu einem Teil und vorübergehend in einen REIT investiert. \n\n56\\. Unter der Überschrift \"Anlagestrategie\" führt der Prospekt den Anleger auf Seite 11 f. auf allgemeine Weise in die Ziele der Fondsgesellschaft und der Anlage ein. Es ist von Investitionen in entwicklungsfähige Immobilien die Rede, ohne dass näher ausgeführt wird, wie diese Investitionen rechtstechnisch ausgestaltet sind. Soweit der Prospekt auf die beträchtlichen Erfahrungen des P. -Managementteams in der Entwicklung neuer Gebäude und der Renovierung bestehender Objekte hinweist, stellt der Prospekt keinen Direkterwerb von Objekten in Aussicht. Denn bereits im folgenden Absatz schildert der Prospekt, dass viele dieser Entwicklungsobjekte als Teil eines größeren Portfolios auf den Markt kommen. Schon an dieser frühen Stelle wird dem Anleger im Prospekt die Möglichkeit vor Augen geführt, dass sich der Immobilienerwerb auch durch die Beteiligung an Gesellschaften realisieren kann, die ihrerseits ein Immobilienportfolio halten. \n\n57\\. Dass im Zeitpunkt der Prospektaufstellung die Art der Investition noch offen ist, ergibt sich auch aus dem Hinweis der Seite 21 des Prospekts auf das Blind-Pool-Risiko. Wenn noch nicht feststeht, wann und in welche \"Investitionsobjekte\" investiert werden soll, liegt es nahe, dass auch noch nicht feststeht, wie in die Objekte investiert werden soll. Unmissverständlich führt der Prospekt zu dieser Frage auf Seite 23 aus, dass die Beteiligungsgesellschaft in von REITs emittierte Papiere investieren kann. Ähnlich sind die Ausführungen auf Seite 64 des Prospekts zu verstehen. Dort wird ebenfalls das Blind-Pool-Konzept hervorgehoben und ausgeführt, dass die Investitionen auch durch Beteiligung an REITs erfolgen können. Eine Gewichtung der verschiedenen Investitionsarten nimmt der Prospekt nicht vor, was im Lichte des ebenfalls erläuterten Blind-Pool-Konzepts auch nicht möglich wäre. \n\n58\\. Für die Annahme des Musterklägers, das Fondsvermögen werde überwiegend für Investments in einzelne Immobilien verwendet und nur zu einem geringen Teil sowie vorübergehend in REITs investiert, ergeben sich aus der Gesamtschau des Prospektinhalts keine Anhaltspunkte. Dass nur eine Art der Investition realisiert und das Fondsvermögen in einen einzigen REIT investiert wird, war nach dem Prospekt nicht ausgeschlossen. Anders als der Musterkläger meint, erwecken auch die Ausführungen auf Seite 64 des Prospekts, dass zu einem überwiegenden Anteil Immobilieninvestitionen der Beteiligungsgesellschaft in steuerlich transparenten Gesellschaften gehalten werden sollen, nicht den Eindruck, dass eine Vollinvestition in einen REIT nicht möglich sei. Zum einen schränkt der dieser Aussage vorangehende Absatz eine Beteiligung an bestimmten Immobilienunternehmen zwar auch ein, \"soweit es sich für amerikanische Besteuerungszwecke nicht um intransparente Körperschaften handelt\", allerdings nimmt er REITs und andere öffentlich gehandelte Gesellschaften von dieser Einschränkung ausdrücklich aus. Zum anderen zeigen die Ausführungen zu steuerlichen Aspekten, dass sie zwar auf die Beteiligung an steuerlich transparenten Objektgesellschaften abstellen, dass aber andere Beteiligungen nicht ausgeschlossen sind. So werden auch die steuerlichen Konsequenzen bei der Beteiligung an intransparenten Gesellschaften thematisiert. Auf Seite 69 wird noch einmal klargestellt, dass das Blind-Pool-Konzept auch Auswirkungen auf die steuerliche Konzeption hat, indem \"erst nach Identifikation der Immobilieninvestitionen\" bestimmt werden kann, ob und wie sich bestimmte Steuerarten auf das Beteiligungsangebot auswirken können. \n\n59\\. Die Investition des Fondsvermögens in einen nicht von dem General Partner kontrollierten REIT steht entgegen der Auffassung des Musterklägers nicht im Gegensatz zu den unter den Überschriften \"Alternative Investitionsstrukturen\" und \"Investoren\" gemachten Angaben auf Seite 99 f. des Prospekts. Die dort gemachten Vorgaben, namentlich ein dem General Partner verbleibendes Kontrollrecht, beziehen sich zum einen ausdrücklich auf \"alternative Investitionsstrukturen\", zu denen - wie sich aus den Seiten 23, 64, 81 f., 96 und 125 des Prospekts ergibt - die Investition in einen REIT nicht zählt. Zum anderen befassen sich die Seiten 99 f. des Prospekts mit den Anforderungen an eine Teilnahme von Co-Investoren an den Investitionen der Beteiligungsgesellschaft. Davon zu unterscheiden ist die Investition der Beteiligungsgesellschaft in eine andere Gesellschaft wie einen REIT. \n\n60\\. dd) Auch das Feststellungsziel 1i, wonach der Prospekt verschweige, dass bereits im Januar 2008 konkrete Verhandlungen bezüglich der Beteiligung von B. an Gesellschaften der H. T. Gruppe geführt worden seien, ist als unbegründet zurückzuweisen. \n\n61\\. Legt man der Prüfung allein die Formulierung des Feststellungsziels zugrunde, scheitert es schon daran, dass der am 23. November 2007 aufgestellte Prospekt über Vorgänge im Januar 2008 noch gar nicht informieren konnte. Auch wenn man das Feststellungsziel 1i so auslegen würde, dass der Musterkläger die Feststellung begehrt, es hätte unverzüglich in einem Nachtrag zum Prospekt angegeben werden müssen, dass bereits im Januar 2008 konkrete Verhandlungen bezüglich der Beteiligung von B. als Alleingesellschafter an der H. H. T. H. GmbH geführt worden seien, ist es unbegründet. \n\n62\\. (1) Gemäß § 11 Satz 1 VerkProspG aF müssen Veränderungen, die seit der Gestattung der Veröffentlichung des Verkaufsprospekts eingetreten sind, während der Dauer des öffentlichen Angebots unverzüglich in einem Nachtrag zum Verkaufsprospekt gemäß § 9 Abs. 2 Satz 1 und 2 VerkProspG aF veröffentlicht werden. Die Nachtragspflicht erfasst dabei nur solche Veränderungen, die aus der Sicht eines durchschnittlichen Anlegers von wesentlicher Bedeutung für die Beurteilung des Emittenten oder der Vermögensanlagen im Sinne des § 8f Abs. 1 VerkProspG aF sind, wenn und weil sie geeignet sind, den Anleger zu einer modifizierten Anlageentscheidung oder zu einem gänzlichen Absehen von einer Beteiligung zu veranlassen (Senatsbeschluss vom 14. November 2023 - XI ZB 2\u002F21, WM 2024, 393 Rn. 70 mwN). Der Begriff der Veränderung von wesentlicher Bedeutung ist nach dem Schutzzweck der Vorschrift, dem Anleger während des gesamten Platzierungszeitraums eine Anlageentscheidung aufgrund möglichst aktueller Informationen zu ermöglichen (BT-Drucks. 14\u002F8017, S. 110), weit auszulegen. Ein Indiz für das Vorliegen einer nachtragspflichtigen Veränderung besteht sonach darin, dass sie sich auf eine Mindestangabe nach § 8g VerkProspG aF, § 2 Abs. 1 Satz 2, §§ 3 ff. VermVerkProspV aF bezieht (Senatsbeschluss vom 14. November 2023, aaO). \n\n63\\. (2) Aus der VermVerkProspV aF ergibt sich nicht die Pflicht, bereits den Umstand, dass Verhandlungen mit B. über eine Beteiligung geführt werden, anzugeben. \n\n64\\. (a) Gemäß § 7 Abs. 2 VermVerkProspV aF muss der Prospekt Angaben enthalten über den Umfang der unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungen der Gründungsgesellschafter an bestimmten Unternehmen. Da B. kein Gründungsgesellschafter war, unterfiel seine Beteiligung an der H. H. T. H. GmbH von vornherein nicht der Vorschrift des § 7 Abs. 2 Nr. 3 VermVerkProspV aF. \n\n65\\. B. gehört auch nicht zu den Personen, über die nach § 12 VermVerkProspV aF bestimmte Angaben zu machen sind. Überdies fällt das Halten von Gesellschaftsanteilen nicht unter § 12 Abs. 2 VermVerkProspV aF, da eine Beteiligung nicht von dem Begriff der Tätigkeit umfasst wird. Erst durch das Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts vom 6. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2481) ist die Vorschrift des § 12 Abs. 3 VermVerkProspV eingefügt worden, wonach auch Beteiligungen in wesentlichem Umfang anzugeben sind (vgl. Senatsbeschlüsse vom 18. Mai 2021 - XI ZB 19\u002F18, WM 2021, 1426 Rn. 45, vom 22. März 2022 - XI ZB 24\u002F20, WM 2022, 1007 Rn. 48 und vom 9. April 2024 - XI ZB 28\u002F20, WM 2024, 1068 Rn. 87). \n\n66\\. (b) Der Umstand, dass B. CEO der P. Group Inc. ist und über die Beteiligung an der H. H. T. H. GmbH eine mittelbare Beherrschung an der H. T. A. M. H. GmbH erlangt hat, wäre jedoch aufgrund der Vorschrift des § 2 Abs. 1 Satz 1 VermVerkProspV aF in einem Nachtrag anzugeben gewesen. Der II. Zivilsenat hat bezogen auf einen Parallelfonds und einen Prospekt vom 8. Mai 2009 in der Fassung des ersten Nachtrags vom 24. August 2009 entschieden, dass es durch die - bei ihm streitgegenständliche (vgl. BGH, Urteil vom 24. Oktober 2023 - II ZR 57\u002F21, BGHZ 238, 302 Rn. 1 f.) - Übernahme der Beteiligung in der Person von B. zu einer (personellen) Verflechtung kommt, die einen aufklärungsbedürftigen Interessenkonflikt begründet (vgl. BGH, Urteil vom 24. Oktober 2023, aaO Rn. 44 ff.). Denn B. kommt dadurch eine Doppelrolle zu, dass er durch die Beteiligung mittelbar beherrschender Gesellschafter der H. T. A. M. H. GmbH wird und zugleich weiterhin wesentlicher Funktionsträger innerhalb der Gesellschaft bleibt, welche die Investitionsentscheidungen zu treffen hat (vgl. BGH, Urteil vom 24. Oktober 2023, aaO Rn. 45 und 49). \n\n67\\. (c) Allerdings wird erst durch den Vertrag über den Erwerb der Beteiligung die auf den Seiten 80 und 109 des Prospekts getroffene Aussage, die von der H. T. A. M. H. GmbH ausgeübte Aufsicht und Qualitätskontrolle des Asset- und Property-Managements des General Partners sei unabhängig, objektiv falsch. Denn erst zu diesem Zeitpunkt erlangt B. die mittelbar beherrschende Stellung und somit die Möglichkeit zur Beeinflussung des Kontrollorgans, das letztlich gerade die Tätigkeit von B. im Rahmen der dem Kontrollorgan eingeräumten (beschränkten) Befugnisse kontrollieren und die Fondsgesellschaft beraten sollte. Ebenfalls entsteht erst durch den Erwerb der Beteiligung die kapitalmäßige und personelle Verflechtung, welche die Gefahr einer Interessenkollision zum Nachteil der Gesellschaft und der beitretenden Gesellschafter begründet (vgl. BGH, Urteil vom 24. Oktober 2023 - II ZR 57\u002F21, BGHZ 238, 302 Rn. 39). \n\n68\\. Das Feststellungsziel ist hingegen nur auf die Feststellung gerichtet, dass in einem Nachtrag bereits hätte mitgeteilt werden müssen, dass im Januar 2008 konkrete Verhandlungen über die Beteiligung liefen. Konkrete Verhandlungen bedeuten nicht, dass es zu einem Abschluss des Geschäfts kommen muss. Dies ergibt sich auch aus dem Vortrag des Musterklägers, wonach die Beteiligung von B. am H. T. Konzern am 8. Juli 2009 nicht \"aus heiterem Himmel\" erfolgt, sondern dass eine mindestens anderthalb Jahre währende due-diligence-Phase vorausgegangen sei. Die Übernahme sei spätestens im Januar 2008 absehbar gewesen. Auf der Grundlage dieses Vortrags war aber im Januar 2008 erst der Beginn der due-diligence-Phase und somit einer Phase, die gerade der Klärung diente, ob und zu welchen Bedingungen die Beteiligung erfolgen sollte. \n\n69\\. c) Die Rechtsbeschwerde des Musterklägers hat keinen Erfolg, soweit sie sich gegen die mit dem Feststellungsziel 7 verbundene Feststellung richtet. \n\n70\\. Das Oberlandesgericht hat zutreffend festgestellt, dass Ansprüche aus spezialgesetzlicher Prospekthaftung nicht bestehen, wenn der Anleger seine Beteiligung erst nach Ablauf der in § 13 Abs. 1 Nr. 1 VerkProspG, § 44 Abs. 1 Satz 1 BörsG aF bestimmten Sechsmonatsfrist gezeichnet hat. Ebenfalls rechtsfehlerfrei hat es den Fristablauf auf den 5. Juni 2008 datiert. \n\n71\\. Die Frist beginnt gemäß § 13 Abs. 1 Nr. 1 VerkProspG, § 44 Abs. 1 Satz 1 BörsG aF mit dem Zeitpunkt des ersten öffentlichen Angebots im Inland. Nach § 9 Abs. 1 VerkProspG aF muss der Verkaufsprospekt mindestens einen Werktag vor dem öffentlichen Angebot veröffentlicht werden. Nach den Feststellungen des Oberlandesgerichts wurde der Prospekt am 4. Dezember 2007 veröffentlicht und das erste öffentliche Angebot erfolgte am 5. Dezember 2007 und damit an dem gemäß § 9 Abs. 1 VerkProspG aF frühestmöglichen Tag. Die Sechsmonatsfrist endete gemäß §§ 186, 187 Abs. 1 und § 188 Abs. 2 BGB mit Ablauf des 5. Juni 2008. Ansprüche von Anlegern aus spezialgesetzlicher Prospekthaftung, die ab dem 6. Juni 2008 beigetreten sind, sind deshalb gemäß § 13 Abs. 1 Nr. 1 VerkProspG, § 44 Abs. 1 Satz 1 BörsG aF ausgeschlossen. \n\n72\\. d) Die Rechtsbeschwerde ist hinsichtlich der zu dem Feststellungsziel 8 getroffenen Feststellung begründet, soweit das Oberlandesgericht den Ablauf der Sechsmonatsfrist aus § 13 Abs. 1 Nr. 1 VerkProspG, § 44 Abs. 1 Satz 1 BörsG aF nicht erst zum 12. September 2010, sondern bereits zum 12. August 2010 angenommen hat. \n\n73\\. aa) Die Formulierung des Feststellungsziels 8 \"Beitritt […] auf der Grundlage des Verkaufsprospekts mit Prospektaufstellungsdatum vom 23. November 2007 in der Fassung des 1. Nachtrags vom 27. Januar 2010\" ist nach einer an dem objektiv vernünftigen Interesse der Parteien orientierten Auslegung (vgl. Senatsurteil vom 17. Oktober 2023 \\- XI ZR 72\u002F22, WM 2023, 2137 Rn. 15; BGH, Beschluss vom 27. August 2019 - VI ZB 32\u002F18, NJW 2019, 3727 Rn. 9, jeweils mwN) so auszulegen, dass sich die den Gegenstand des Feststellungsziels bildende Haftungsfrist in Abgrenzung zu dem Feststellungsziel 7 nur auf Ansprüche aus spezialgesetzlicher Prospekthaftung wegen eines Fehlers des Nachtrags vom 27. Januar 2010 beziehen soll. \n\n74\\. bb) Gemäß § 11 Satz 2 VerkProspG aF sind die Vorschriften über den Verkaufsprospekt, mithin auch die Frist aus § 13 Abs. 1 Nr. 1 VerkProspG, § 44 Abs. 1 Satz 1 BörsG aF, auf einen Nachtrag zu dem Prospekt entsprechend anzuwenden. Die Frist wird für die Anleger, die nach dem Nachtrag die Vermögensanlage gezeichnet haben, mit dem ersten durch den Nachtrag modifizierten öffentlichen Angebot in Gang gesetzt. Nach den Feststellungen des Oberlandesgerichts wurde der Nachtrag vom 27. Januar 2010 am 11. März 2010 veröffentlicht und das durch den Nachtrag modifizierte erste öffentliche Angebot erfolgte am 12. März 2010, so dass die Sechsmonatsfrist mit Ablauf des 12. September 2010 endete. Ansprüche von Anlegern aus spezialgesetzlicher Prospekthaftung wegen etwaiger Fehler des Nachtrags, die ab dem 13. September 2010 beigetreten sind, sind deshalb gemäß § 13 Abs. 1 Nr. 1 VerkProspG, § 44 Abs. 1 Satz 1 BörsG aF ausgeschlossen. Die Feststellung des Oberlandesgerichts ist entsprechend aufzuheben und neu zu treffen. Dabei stellt der Senat entsprechend der Auslegung des Feststellungsziels klar, dass sich die Haftungsfrist auf Ansprüche aus spezialgesetzlicher Prospekthaftung wegen etwaiger Fehler des Nachtrags bezieht. \n\n75\\. 2\\. Rechtsbeschwerden der Musterbeklagten \n\n76\\. Die zulässigen Rechtsbeschwerden der Musterbeklagten sind unbegründet. Das Oberlandesgericht hat zutreffend die Feststellungsziele 10 und 11 sowie die darauf bezogenen Hilfsfeststellungsziele zurückgewiesen. \n\n77\\. a) Die Verjährung sämtlicher Ansprüche von Anlegern der Fondsgesellschaft aufgrund der in § 13 VerkProspG, § 46 BörsG aF geregelten kenntnisunabhängigen Verjährungshöchstfrist von drei Jahren kann nicht festgestellt werden. Die Feststellungsziele 10 und 11 einschließlich ihrer korrespondierenden Hilfsfeststellungsziele beziehen sich ausdrücklich auf \"sämtliche etwaige\" bzw. \"sämtliche mögliche\" Ansprüche der Anleger gegen die Musterbeklagten wegen Verwendung eines unrichtigen, unvollständigen oder irreführenden Prospekts als Mittel der schriftlichen Aufklärung. Wie bereits ausgeführt, haften die Musterbeklagten jedoch wegen der von ihnen übernommenen Vertriebsverantwortung neben der spezialgesetzlichen Prospekthaftung vorliegend auch aus § 280 Abs. 1, § 241 Abs. 2, § 311 Abs. 2 BGB wegen Verwendung eines unrichtigen, unvollständigen oder irreführenden Prospekts als Mittel der schriftlichen Aufklärung. Diese Ansprüche verjähren aber nach §§ 195, 199 BGB und nicht nach der den Gegenstand der Feststellungsziele 10 und 11 bildenden spezialgesetzlichen Verjährungsvorschrift des § 13 VerkProspG, § 46 BörsG aF. \n\n78\\. b) Die mit den Feststellungszielen 10 und 11 begehrten Feststellungen können nicht als Minus auf die Feststellung der Verjährung nur der spezialgesetzlichen Ansprüche aus § 13 VerkProspG, § 44 BörsG aF gemäß § 13 VerkProspG, § 46 BörsG aF reduziert werden. Die Musterbeklagten begehren die Feststellung eines konkreten Datums als spätesten Zeitpunkt des Eintritts der Verjährung. Das Oberlandesgericht hat zutreffend erkannt, dass die Feststellungsziele 10 und 11 mit diesem Inhalt unzulässig sind. Wie der Senat bereits entschieden und eingehend begründet hat, können Tatsachen oder Rechtsfragen zu einzelnen Verjährungsfragen nach allgemeinen Grundsätzen nur dann Gegenstand eines Musterverfahrens sein, wenn sie verallgemeinerungsfähig sind (Senatsbeschlüsse vom 10\\. Juni 2008 - XI ZB 26\u002F07, BGHZ 177, 88 Rn. 15, vom 21. Oktober 2014 - XI ZB 12\u002F12, BGHZ 203, 1 Rn. 138 und vom 6. Oktober 2020 - XI ZB 28\u002F19, WM 2020, 2411 Rn. 51; vgl. auch Senatsurteil vom 6. Oktober 2021 - XI ZR 234\u002F20, BGHZ 231, 215 Rn. 111 für das Musterverfahren nach §§ 606 ff. ZPO aF). Betreffen sie ganz oder teilweise individuelle Fragen, die in der Person des Gläubigers liegen und bei mehreren Gläubigern für jeden persönlich festgestellt werden müssen, können sie im Musterverfahren nicht getroffen werden (vgl. Senatsbeschlüsse vom 10. Juni 2008, aaO Rn. 25, vom 21. Oktober 2014, aaO und vom 6. Oktober 2020, aaO; Senatsurteil vom 6. Oktober 2021, aaO; vgl. auch Senatsbeschluss vom 26. Juli 2022 - XI ZB 23\u002F20, WM 2022, 2137 Rn. 120). \n\n79\\. aa) Soweit die Musterbeklagten geltend machen, dass die Feststellungsziele gegebenenfalls mit der Klarstellung hätten getroffen werden müssen, dass die Ansprüche zu den genannten Zeiten verjährt seien, \"wenn nicht zuvor eine Verjährungshemmung eingetreten ist\", bestätigt dies gerade, dass in jedem Ausgangsverfahren eine auf die jeweiligen Fallumstände bezogene Klärung der Frage notwendig ist, wann die Verjährung eingetreten ist. \n\n80\\. Das Ende der Verjährungshöchstfrist kann nicht für alle Anleger allgemein festgestellt werden, da individuelle Tatbestände der Hemmung, Ablaufhemmung oder des Neubeginns der Verjährung in Frage kommen, die für jeden Anleger unterschiedlich sein können. Die Vorschriften der §§ 203 ff. BGB sind auch auf Ansprüche aus spezialgesetzlicher Prospekthaftung anwendbar (Assmann in Assmann\u002FSchlitt\u002Fvon Kopp-Colomb, WpPG\u002FVerkProspG, 2\\. Aufl., § 13 VerkProspG Rn. 114; Unzicker, Kommentar zum Verkaufsprospektgesetz und zur Vermögensanlagen-Verkaufsprospektverordnung, 2010, § 13 VerkProspG Rn. 91; Habersack in Habersack\u002FMülbert\u002FSchlitt, Handbuch der Kapitalmarktinformation, 2008, § 28 Rn. 55). \n\n81\\. bb) Soweit die Musterbeklagten ausführen, bei der Formulierung der Feststellungsziele zugrunde gelegt zu haben, dass in den Ausgangsverfahren kein Anleger behauptet habe, rechtzeitig verjährungshemmende Maßnahmen ergriffen zu haben, führt dies nicht zu einer anderen Beurteilung. Der fehlende Vortrag in den Ausgangsverfahren kann auch darauf beruhen, dass die Anleger sich auf Ansprüche aus § 280 Abs. 1, § 241 Abs. 2, § 311 Abs. 2 BGB stützen und keinen Anlass sehen, auf eine mögliche Verjährung näher einzugehen. Zudem können gemäß § 8 Abs. 1 Satz 1 KapMuG aF Verfahren ausgesetzt werden, die bis zur rechtskräftigen Entscheidung über die Feststellungsziele im Musterverfahren anhängig werden und somit auch Verfahren, die erst nach Formulierung der Feststellungsziele anhängig geworden sind. \n\nIII.\n\n82\\. Die Entscheidung über die Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens folgt aus § 26 Abs. 1, § 26 Abs. 2 Satz 2 und § 26 Abs. 3 KapMuG aF i.V.m. §§ 91, 92 Abs. 1 ZPO. Es liegen wechselseitig eingelegte Rechtsbeschwerden auf Musterkläger- und Musterbeklagtenseite vor. Unter Abwägung des Obsiegens und Unterliegens bei den jeweiligen Feststellungszielen werden dem Musterkläger 50% der Gerichtskosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens und den Musterbeklagten zu 1 und 2 jeweils 25% der Gerichtskosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens auferlegt. Ihre außergerichtlichen Kosten haben die Parteien jeweils selbst zu tragen. \n\n83\\. Die Entscheidung über die Festsetzung des Streitwerts für die Gerichtskosten folgt aus § 51a Abs. 2 GKG in der bis zum 19. Juli 2024 geltenden Fassung. Der Gesamtwert der in sämtlichen ausgesetzten Ausgangsverfahren geltend gemachten Ansprüche beträgt vorliegend 11.065.556,63 €. \n\n84\\. Die Festsetzung des Gegenstandswerts für die außergerichtlichen Kosten richtet sich nach § 23b RVG. Danach ist der Gegenstandswert für die Bestimmung der außergerichtlichen Kosten des Prozessbevollmächtigten des Musterklägers auf 453.442,50 € und für die Bestimmung der außergerichtlichen Kosten des Prozessbevollmächtigten der Musterbeklagten auf 11.065.556,63 € festzusetzen. Grüneberg Matthias Derstadt Sturm Ettl","de","jurionline_de","","Rechtsbeschwerde in einem Kapitalanleger-Musterverfahren","ecli-de-neuris-kore700832025",null,[19,34,44,54,64],{"id":20,"ecli":21,"caseNumber":14,"courtId":22,"courtName":14,"decisionDate":23,"fullText":24,"language":25,"source":26,"sourceUrl":27,"summary":14,"slug":28,"metadata":29},"410","ECLI:NL:RBLIM:2026:6423",66,"2026-07-08T00:00:00.000Z","RECHTBANK limburg\n\nZittingsplaats Roermond\n\nBestuursrecht\n\nzaaknummer: ROE 25 \u002F 2565\n\nuitspraak van de meervoudige kamer van 8 juli 2026 in de zaak tussen\n\n [belanghebbende] , gevestigd te [plaats], belanghebbende\n\n(gemachtigde: M.O.E. Uyen)\n\nen\n\nde heffingsambtenaar van de Belastingsamenwerking Gemeenten en Waterschappen, de heffingsambtenaar (gemachtigde: A. van den Dool).\n\nProcesverloop\n\nDe heffingsambtenaar heeft op grond van de Wet waardering onroerende zaken (Wet woz) de waarde van de onroerende zaken van belanghebbende voor het belastingjaar 2025 vastgesteld (het primaire besluit).\n\nBelanghebbende heeft tegen het primaire besluit bezwaar gemaakt.\n\nDe heffingsambtenaar heeft het bezwaar van belanghebbende gegrond verklaard (het bestreden besluit). Aan belanghebbende is een proceskostenvergoeding van in totaal € 161,74 toegekend.\n\nBelanghebbende heeft tegen het bestreden besluit beroep ingesteld.\n\nDe heffingsambtenaar heeft verweer gevoerd.\n\nOp 4 mei 2026, aangevuld op 11 mei 2026, zijn van belanghebbende nadere gronden en stukken ontvangen.\n\nHet onderzoek ter zitting heeft vervolgens plaatsgevonden op 15 mei 2026. Belanghebbende heeft zich laten vertegenwoordigen door mr. L.H.G.M. Driessen, kantoorgenote van haar gemachtigde bij Previcus B.V. te Boxmeer. De heffingsambtenaar heeft zich laten vertegenwoordigen door zijn gemachtigde.\n\nOverwegingen\n\n1. De rechtbank stelt vast dat de woz-waarde tussen partijen niet meer in geschil is. Het beroep van belanghebbende richt zich enkel tegen de toegekende proceskostenvergoeding en spitst zich toe op de vraag of de heffingsambtenaar bij de vaststelling van de proceskostenvergoeding in bezwaar toepassing heeft mogen geven aan de vermenigvuldigingsfactor 0,125 van artikel 30a, eerste lid, van de Wet woz, zoals dit artikellid luidt met ingang van 1 januari 2025.\n\n2. De heffingsambtenaar heeft in het bestreden besluit de proceskostenvergoeding van € 161,74 als volgt gespecificeerd:\n\n- indienen bezwaarschrift: 1 punt x waarde per punt € 647,- x factor 0,125 = € 80,87 +\n\n- bijwonen hoorzitting: 1 punt x waarde per punt € 647,- x factor 0,125 = € 80,87 = € 161,74.\n\n3. Belanghebbende vindt dat de heffingsambtenaar een te lage proceskostenvergoeding heeft toegekend. Zij verzoekt de rechtbank om artikel 30a van de Wet woz buiten toepassing te laten, omdat haar gemachtigde een bijzonder geval is als bedoeld in het zogenoemde 30a-arrest van de Hoge Raad van 17 januari 2025 (ECLI:NL:HR:2025:46).\n\n4. In het 30a-arrest heeft de Hoge Raad geoordeeld dat bijzondere gevallen zich onderscheiden doordat zij niet voldoen aan de volgende kenmerken: dat aan de belanghebbende rechtsbijstand wordt verleend door een beroepsmatig optredende gemachtigde, dan wel een kantoor, waarvan het bedrijfsmodel eruit bestaat dat\n\n( i) wordt opgetreden op basis van no cure no pay,\n\n(ii) daarbij zodanige afspraken met de cliënten worden gemaakt dat het bedrag van eventuele proceskostenvergoedingen aan de gemachtigde of aan het kantoor wordt afgedragen, en\n\n(iii) de procedures op een zodanige wijze worden gevoerd dat de daarin toegekende proceskostenvergoedingen de in redelijkheid gemaakte kosten ver overtreffen.\n\n5. De daarbij te hanteren regels zijn nader uitgewerkt in de arresten van de Hoge Raad van 25 april 2025 (ECLI:NL:HR:2025:670) en 18 juli 2025 (ECLI:NL:HR:2025:1175).\n\n5.1.. Volgens de Hoge Raad rusten op de belanghebbende de stelplicht en bewijslast van feiten die meebrengen dat buiten redelijke twijfel komt vast te staan dat, beoordeelt naar de situatie op het moment waarop het desbetreffende rechtsmiddel is aangewend, het bedrijfsmodel van de betreffende gemachtigde of diens kantoor kennelijk niet allehiervoor bedoelde drie kenmerken heeft en dat aldus sprake is van een bijzonder geval. Er is dus (al) sprake van een bijzonder geval als één van de drie kenmerken niet van toepassing is.\n\n5.2.. Bij de beoordeling van het bedrijfsmodel gaat het niet specifiek om de werkzaamheden die de gemachtigde heeft verricht in de procedure waarop de proceskostenvergoeding ziet. Met het bedrijfsmodel is namelijk meer in het algemeen de wijze bedoeld waarop de gemachtigde zijn inkomsten verwerft met het beroepsmatig verlenen van rechtsbijstand.\n\n5.3.. Indien het bedrijfsmodel van een gemachtigde of een kantoor inhoudt dat wordt opgetreden op basis van no cure no pay (i), of op een grondslag die daarmee in wezen overeenkomt en daarmee dus op één lijn kan worden gesteld, en dat daarbij afspraken met de cliënten worden gemaakt als hiervoor onder (ii) bedoeld, zal aldus moeten worden beoordeeld of dit bedrijfsmodel voldoet aan het hiervoor onder (iii) vermelde kenmerk van vergaande overdekking. Daartoe moet een vergelijking worden gemaakt tussen enerzijds het totale bedrag aan proceskostenvergoedingen dat aan de gemachtigde of aan het kantoor wordt afgedragen, en anderzijds het totale bedrag van de kosten van de gemachtigde of van het kantoor die kunnen worden toegerekend aan het voeren van de procedures waarop die proceskostenvergoedingen betrekking hebben. Het komt dus erop aan of het totale bedrag van de afgedragen proceskostenvergoedingen het totale bedrag van de zojuist bedoelde kosten verre overtreft. De omstandigheid dat vaak geheel of ten dele gebruik wordt gemaakt van gestandaardiseerde tekstblokken die niet zijn toegespitst op de desbetreffende zaak, vormt een aanwijzing dat het bedrijfsmodel wel het derde kenmerk van vergaande overdekking heeft, en zal daarom in het algemeen volstaan om aan te nemen dat de belanghebbende niet in dit door hem te leveren bewijs is geslaagd.\n\n6. In het arrest van 26 september 2025 (ECLI:NL:HR:2025:1375) heeft de Hoge Raad nader uitgewerkt wanneer sprake is van een bedrijfsmodel dat eruit bestaat dat wordt opgetreden op basis van no cure no pay (i). Bij optreden op basis van no cure no pay moet worden uitgegaan van afspraken tussen de belanghebbende en de rechtsbijstandverlener op grond waarvan de belanghebbende geen financieel risico loopt bij inschakeling van de rechtsbijstandverlener, omdat geen instapvergoeding verschuldigd is noch een percentage van de bespaarde belasting als vergoeding moet worden afgestaan (zie Kamerstukken II 2023\u002F24, 36 427, nr. 3, blz. 2). Bij de beoordeling van de vraag of het bedrijfsmodel van een beroepsmatig optredende gemachtigde, dan wel een kantoor, eruit bestaat dat wordt opgetreden op basis van no cure no pay, komt het dus erop aan of die gemachtigde dan wel diens kantoor afspraken maakt met klanten op grond waarvan zij geen financieel risico lopen bij het verstrekken van de opdracht tot het verlenen van rechtsbijstand in een belastingprocedure. De verschuldigdheid van een instapvergoeding staat niet in alle gevallen eraan in de weg dat afspraken met een rechtsbijstandsverlener worden aangemerkt als afspraken op basis van no cure no pay. Onder het beroepsmatig verlenen van rechtsbijstand op basis van no cure no pay wordt namelijk ook begrepen het beroepsmatig verlenen van rechtsbijstand op een grondslag die daarmee in wezen overeenkomt en daarmee dus op één lijn kan worden gesteld. Dan moet worden gedacht aan de betaling van een zodanig laag bedrag dat die betaling als een pro forma of symbolische bijdrage moet worden beschouwd.\n\n7. De rechtbank stelt vast dat de gemachtigde van belanghebbende in deze zaak niet heeft bestreden dat haar bedrijfsmodel de hiervoor onder (ii) en (iii) vermelde kenmerken heeft.\n\n8. Belanghebbende bestrijdt dat het bedrijfsmodel van haar gemachtigde ten tijde van het instellen van bezwaar (en beroep) eruit bestaat dat wordt opgetreden op basis van no cure no pay (i). Hiertoe heeft de gemachtigde verwezen naar een beschrijving van haar per 1 januari 2025 gewijzigde bedrijfsmodel (“Bijzonder geval: bedrijfsmodel Previcus en artikel 30a Wet WOZ”).\n\n8.1.. Volgens die beschrijving is de werkwijze met ingang van 1 januari 2025 fundamenteel gewijzigd. Het aantal dossiers is vanaf 2025 aanzienlijk afgenomen van 128.000 zaken naar circa 1.291 zaken. De zaken worden (vrijwel) niet meer op basis van no cure no pay uitgevoerd, maar volgens een regulier model waarin een cliënt, ongeacht de uitkomst van de zaak, een vaste startvergoeding betaalt (doorgaans gebaseerd op het aantal aanslagbiljetten) en\u002Fof een deel van de gerealiseerde besparing afdraagt (in bijna alle gevallen 40% van de besparing). De vóór 2025 aangebrachte zaken worden nog op basis van no cure no pay uitgevoerd. Bovendien worden vanaf 2025 alle aanslagbiljetten op voorhand gescreend en worden enkel de zaken doorgezet waarbij op voorhand onvoldoende duidelijk is dat er geen fouten zijn gemaakt. Er is, aldus de beschrijving, geen sprake meer van een grote massa waar de wetswijziging (Wet herwaardering proceskostenvergoeding WOZ en Bpm) op zag. De gemachtigde richt zich voortaan op de zakelijke markt, waarbij vrijwel altijd ook prijsafspraken met belanghebbenden worden gemaakt die losstaan van eventueel toegekende proceskostenvergoedingen.\n\n8.2.. De gemachtigde heeft de prijsafspraken over 2025 als volgt in een overzicht opgenomen.\n\n8.3.. De vermelding in de volmacht dat de vergoeding voor de werkzaamheden uitsluitend het totaal van de proceskostenvergoedingen bedraagt, klopt, aldus de beschrijving, niet meer. De onderliggende overeenkomsten bepalen dat cliënten zelf vergoedingen verschuldigd zijn. De proceskostenvergoeding speelt daarin nog slechts een kleine aanvullende rol.\n\n9. Op 4 mei 2026 heeft de gemachtigde van belanghebbende de facturen en betaalbewijzen in een groot aantal zaken, waarin zij als gemachtigde optreedt, ingezonden. Op 11 mei 2026 is daarvan een overzicht overgelegd. Die stukken bevestigen het beeld dat de beschrijving van het bedrijfsmodel geeft. Uit de facturen en betaalbewijzen blijkt namelijk dat de gemachtigde van een groot deel van haar cliënten een “besparingsfee” van minimaal 30% van de eventuele belastingbesparing vraagt, zij die “besparingsfee” aan haar cliënten factureert en die “besparingsfee” vervolgens ook door de cliënten wordt betaald.\n\n10. Daarnaast komt uit de facturen en betaalbewijzen naar voren dat de meeste cliënten (bovenop de “besparingsfee”) tevens een (in hoogte variërende) “startfee” zijn verschuldigd. Op zitting heeft de gemachtigde toegelicht dat, indien overeengekomen, de “startfee” altijd wordt gefactureerd en betaald. Dat dit niet in alle gevallen gebeurt blijkt uit de overgelegde facturen en betaalbewijzen, en komt, aldus de gemachtigde, doordat de “startfee”, die ongeacht de uitkomst is verschuldigd, in die gevallen eerder is gefactureerd en betaald. Dat is anders bij de “besparingsfee”, die niet eerder dan na het nemen van het bestreden besluit in rekening kan worden gebracht, omdat dan pas de (hoogte van de) besparing duidelijk is.\n\n11. De heffingsambtenaar heeft zich ter zitting op het standpunt gesteld dat het pas op 4 mei 2026 door de gemachtigde van belanghebbende indienen van facturen en betaalbewijzen (die op 6 mei 2026 door de rechtbank zijn vrijgegeven), die al in 2025 beschikbaar waren, in strijd is met een goede procesorde. De rechtbank overweegt dat partijen in beginsel vrij zijn om gedurende de procedure hun standpunten aan te vullen. Die vrijheid wordt echter begrensd door de beginselen van de goede procesorde. Hoewel de late indiening van reeds voorhanden zijnde stukken niet de schoonheidsprijs verdient, ziet de rechtbank hierin geen grond om die stukken vanwege strijd met een goede procesorde buiten beschouwing te laten. Hiertoe acht de rechtbank van belang dat de stukken een onderbouwing vormen van een eerder door de gemachtigde ingenomen standpunt, een reactie zijn op het verweerschrift en dat de aard en de omvang van de stukken niet zodanig zijn dat van de heffingsambtenaar om adequaat hierop te kunnen reageren een nader diepgaand (feiten)onderzoek wordt gevergd. De inhoudelijke reactie van de heffingsambtenaar op de stukken in de pleitnota bevestigen dit oordeel.\n\n12. De rechtbank stelt voorop dat voor haar de facturen en de betaalbewijzen leidend zijn voor de beoordeling van de vraag of kenmerk (i) op de gemachtigde van belanghebbende van toepassing is. Naar het oordeel van de rechtbank zijn (alleen) die stukken, en niet (ook) de overeenkomst, de website en de algemene voorwaarden van de gemachtigde (op 9 februari 2025), waarvan gesteld is dat die op dat moment nog niet in overeenstemming met het gewijzigde bedrijfsmodel waren gebracht, relevant voor de vraag of sprake is van een bedrijfsmodel op basis van no cure no pay. Omdat het bedrijfsmodel van de gemachtigde (en niet de vergoedingen in de aan de rechtbank voorliggende zaken) moet worden beoordeeld, blijft die beoordeling, anders dan de heffingsambtenaar stelt, niet beperkt tot de gemeenten binnen het ambtsgebied van de heffingsambtenaar. Daaruit volgt ook dat op grond van het (incidenteel) ontbreken van facturen en betaalbewijzen in aan de rechtbank voorliggende zaken niet zonder meer kan worden geconcludeerd dat kenmerk (i) op het bedrijfsmodel van de gemachtigde van toepassing is.\n\n13. De rechtbank is van oordeel dat met voldoende gegevens is onderbouwd dat de gemachtigde in 2025 voor een groot deel van de procedures een “besparingsfee” in rekening heeft gebracht. Door het betalen van een “besparingsfee” loopt een belanghebbende bij de inschakeling een gemachtigde voor het voeren van een procedure een financieel risico (zie hiervoor het arrest van de Hoge Raad van 26 september 2025). Deze door de gemachtigde gevraagde vergoeding (van 30-40%) acht de rechtbank, nog daargelaten dat de Hoge Raad dat enkel ten aanzien van “instapvergoedingen” heeft geoordeeld, ook niet dusdanig laag dat kan worden gesproken van rechtsbijstandverlening op een grondslag die in wezen overeenkomt met rechtsbijstandverlening op basis van no cure no pay. Op grond van het vorenstaande heeft belanghebbende, naar het oordeel van de rechtbank, buiten redelijke twijfel bewezen dat het bedrijfsmodel van de gemachtigde ten tijde van het instellen van bezwaar niet het kenmerk van optreden op basis van no cure no pay heeft (i). Daaraan doet niet af dat een belanghebbende vooraf ermee heeft ingestemd dat een eventuele vergoeding van proceskosten aan de gemachtigde toekomt. Dat geldt ook voor het ontbreken van facturen en betaalbewijzen van op een eerder moment in rekening gebrachte “startfees” en de door de heffingsambtenaar gestelde inconsistenties in de hoogte hiervan.\n\n14. Uit het vorenstaande volgt dat sprake is van een bijzonder geval en de heffingsambtenaar ten onrechte toepassing heeft gegeven aan artikel 30a, eerste lid, van de Wet woz.\n\n15. Dit betekent dat het beroep van belanghebbende gegrond is. De rechtbank vernietigt het bestreden besluit voor zover dat ziet op de toegekende proceskostenvergoeding en bepaalt met toepassing van artikel 8:72, derde lid, aanhef en onder b, van de Algemene wet bestuursrecht de proceskostenvergoeding voor de bezwaarfase op € 1.332,- (2 x € 666,-).\n\n16. Aan het standpunt van belanghebbende dat aan het bestreden besluit een motiveringsgebrek kleeft, wordt niet toegekomen.\n\n17. Omdat het beroep gegrond is, moet de heffingsambtenaar het griffierecht aan belanghebbende vergoeden.\n\n18. De rechtbank acht termen aanwezig om de heffingsambtenaar te veroordelen in de proceskosten die belanghebbende redelijkerwijs heeft moeten maken in verband met de behandeling van het beroep, een en ander eveneens overeenkomstig de normen van het Besluit proceskosten bestuursrecht. Aan belanghebbende is door een derde beroepsmatig rechtsbijstand verleend. Voor de in aanmerking te nemen proceshandelingen worden 2 punten (1 punt voor het indienen van het beroepschrift en 1 punt voor het verschijnen op zitting met een waarde van € 934,- per punt) toegekend. De rechtbank bepaalt in overeenstemming met het Richtsnoer proceskostenvergoeding belastingkamers gerechtshoven 2024 (neergelegd in de uitspraak van het gerechtshof ’s-Hertogenbosch van 7 augustus 2024, ECLI:NL:GHSHE:2024:2524) de wegingsfactor op 0,5. Gelet hierop bedraagt het vanwege de in deze zaak verleende rechtsbijstand te vergoeden bedrag in totaal € 934,-.\n\nBeslissing\n\nDe rechtbank:\n\n- verklaart het beroep gegrond;\n\n- vernietigt het bestreden besluit voor zover dat ziet op de toegekende proceskostenvergoeding, stelt de proceskostenvergoeding voor de bezwaarfase vast op € 1.332,- en bepaalt dat deze uitspraak in de plaats treedt van het vernietigde besluit;\n\n- draagt de heffingsambtenaar op het betaalde griffierecht van € 385,- aan belanghebbende te vergoeden;\n\n- veroordeelt de heffingsambtenaar in de proceskosten van belanghebbende wegens verleende rechtsbijstand in beroep tot een bedrag van € 934,-.\n\nDeze uitspraak is gedaan door mr. B.F.A. van Huijgevoort, voorzitter, en mrs. E.P.J. Rutten en J.H. van Hoof leden, in aanwezigheid van mr. D.D.R.H. Lechanteur, griffier.De beslissing is in het openbaar uitgesproken op 8 juli 2026.\n\ngriffier rechter\n\nAfschrift verzonden aan partijen op: 8 juli 2026.\n\nRechtsmiddel\n\nTegen deze uitspraak kunnen partijen binnen zes weken na de verzenddatum hoger beroep instellen bij het gerechtshof ’s-Hertogenbosch (belastingkamer).\n\nU kunt digitaal beroep instellen via www.rechtspraak.nl. Daar klikt u op “Formulieren en inloggen”. Hoger beroep instellen kan eventueel ook nog steeds door verzending van een brief aan het gerechtshof ’s-Hertogenbosch (belastingkamer).\n\nBij het instellen van het hoger beroep dient het volgende in acht te worden genomen:\n\n1. bij het hogerberoepschrift wordt een afschrift van deze uitspraak overgelegd;\n\n2 - het hogerberoepschrift moet, indien het op papier wordt ingediend, ondertekend zijn. Verder moet het ten minste het volgende vermelden:\n\na. de naam en het adres van de indiener;\n\nb. de datum van verzending;\n\nc. een omschrijving van de uitspraak waartegen het hoger beroep is ingesteld;\n\nd. de redenen waarom u het niet eens bent met de uitspraak (de gronden van het hoger beroep).","nl","rechtspraak_nl","https:\u002F\u002Fdeeplink.rechtspraak.nl\u002Fuitspraak?id=ECLI:NL:RBLIM:2026:6423","ecli-nl-rblim-2026-6423",{"courtName":30,"legalDomain":31,"decisionType":32,"procedureType":33},"Roermond","Bestuursrecht; Belastingrecht","uitspraak","Uitspraak",{"id":35,"ecli":36,"caseNumber":37,"courtId":38,"courtName":14,"decisionDate":23,"fullText":39,"language":40,"source":41,"sourceUrl":14,"summary":42,"slug":43,"metadata":17},"85","ECLI:RO:2026:JudecatoriaSECTORUL5BUCURESTI:17050-302-2025-a1","17050\u002F302\u002F2025\u002Fa1",97,"Admite cererea de îndreptare a erorii materiale din cuprinsul sentin?ei civile nr. 2484\u002F06.03.2026, pronunţată de Judecătoria Sectorului 5 Bucure?ti în dosar nr. 17050\u002F302\u002F2025, formulată din oficiu.       \nDispune îndreptarea erorii materiale strecurată în cuprinsul sentin?ei civile nr. 2484\u002F06.03.2026 pronun?ată în cadrul dosarului nr. 17050\u002F302\u002F2025, în sensul re?inerii că pârâtul Vasile Constantin are codul numeric personal ............, iar nu ............., astfel cum în mod eronat s-a consemnat.   \nPrezenta încheiere face parte integrantă din cuprinsul sentin?ei civile nr. 2484\u002F06.03.2026 pronun?ată în cadrul dosarului nr. 17050\u002F302\u002F2025.   \nÎndreptarea se va efectua în toate exemplarele sentin?ei.\n\tCu drept de apel în 30 de zile de la comunicare. 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Voorts is beslist op de vorderingen van de benadeelde partijen, zoals nader omschreven in het vonnis waarvan beroep.\n\nNamens de verdachte is tegen het vonnis hoger beroep ingesteld.\n\nOmvang van het hoger beroep\n\nDe verdachte is door de rechtbank Rotterdam vrijgesproken van hetgeen aan hem onder 1 is tenlastegelegd. Het hoger beroep is door de verdachte onbeperkt ingesteld en is derhalve mede gericht tegen de in eerste aanleg gegeven beslissing tot vrijspraak. Gelet op hetgeen is bepaald in artikel 404, vijfde lid, van het Wetboek van Strafvordering staat voor de verdachte tegen deze beslissing geen hoger beroep open. Het hof zal de verdachte mitsdien niet-ontvankelijk verklaren in het ingestelde hoger beroep, voor zover dat is gericht tegen de in het vonnis waarvan beroep gegeven vrijspraak.\n\nWaar hierna wordt gesproken van \"de zaak\" of \"het vonnis\", wordt daarmee bedoeld de zaak of het vonnis voor zover op grond van het vorenstaande aan het oordeel van dit hof onderworpen.\n\nTenlastelegging\n\nAan de verdachte is – voor zover aan het oordeel van het hof onderworpen – tenlastegelegd dat:\n\n2. hij op of omstreeks 01 januari 2023 te 's-Gravendeel, gemeente Hoeksche Waard, openlijk, te weten, op of aan de Smidsweg en\u002Fof de Langestraat, in elk geval op of aan (een) openbare weg(en), in vereniging geweld heeft gepleegd tegen een of meer verbalisanten van de politie Eenheid Rotterdam, te weten [hoofdagent] (hoofdagent) en\u002Fof [aspirant] (aspirant) en\u002Fof één of meer verbalisanten, zijnde groepsleden van de Mobiele Eenheid van politie Eenheid Rotterdam, te weten [verbalisant 1] en\u002Fof [verbalisant 2] en\u002Fof [verbalisant 3] en\u002Fof [verbalisant 4] en\u002Fof [verbalisant 5] en\u002Fof [verbalisant 6] en\u002Fof [verbalisant 7] en\u002Fof [verbalisant 8] en\u002Fof [verbalisant 9] en\u002Fof [verbalisant 10] en\u002Fof [verbalisant 11] en\u002Fof [verbalisant 12] en\u002Fof [verbalisant 13] en\u002Fof [verbalisant 14] en\u002Fof [verbalisant 15] en\u002Fof [verbalisant 16] en\u002Fof [verbalisant 17] en\u002Fof [verbalisant 18] en\u002Fof [verbalisant 19] en\u002Fof [verbalisant 20] , althans een of meer (andere) verbalisanten door\n\n- één of meer stuks zwaar (illegaal) vuurwerk (betreffende onder meer: cobra's \u002F nitraten \u002F shells) en\u002Fof vuurwerkbommen op\u002Ftegen, althans in de richting van\u002Fnaar voornoemde verbalisanten af te schieten en\u002Fof te gooien, waarbij voornoemd(e) vuurwerk\u002Fvuurwerkbommen vlakbij\u002Fnaast het\u002Fde lichamen en\u002Fof het\u002Fde hoofden\u002Fgezichten van voornoemde verbalisanten tot ontploffing is\u002Fzijn gekomen en\u002Fof\n\n- ( met kracht) één of meer stenen en\u002Fof glaswerk op\u002Ftegen, althans in de richting van voornoemde verbalisanten te gooien en\u002Fof\n\n- ( dreigend) zich op te dringen aan voornoemde ambtenaren en\u002Fof\n\n- ( daarbij) (dreigend) een of meerdere ploertendoders, althans slagvoorwerpen, aan voornoemde ambtenaren te tonen\u002Fvoor te houden en\u002Fof\n\n- ( daarbij) aan die [aspirant] en\u002Fof [hoofdagent] en\u002Fof een of meer (andere) verbalisanten de weg te versperren, althans de doorgang te beletten en\u002Fof (daarbij) te verhinderen dat die [aspirant] en\u002Fof [hoofdagent] en\u002Fof anderen met\u002Fin een (politie)voertuig weg konden rijden en\u002Fof\n\n- naar\u002Fin de richting van voornoemde ambtenaren te schelden, met de woorden: \"Kankerlijers\", \"Kanker op joh\" en\u002Fof \"Kankerpolitie\" en\u002Fof\n\n- ( met kracht) op\u002Ftegen het (politie)schild van die [verbalisant 2] te trappen\u002Fschoppen;\n\n3. hij op of omstreeks 31 december 2022 te 's-Gravendeel, gemeente Hoeksche Waard opzettelijk en wederrechtelijk een vuilnisbak\u002Fprullenbak, in elk geval enig goed, dat\u002Fdie geheel of ten dele aan Gemeente Hoeksche Waard, in elk geval aan een ander dan aan verdachte toebehoorde(n) heeft vernield, beschadigd, onbruikbaar gemaakt.\n\nVordering van de advocaat-generaal\n\nDe advocaat-generaal heeft gevorderd dat het vonnis waarvan beroep ten aanzien van de bewezenverklaring zal worden bevestigd en dat de verdachte ter zake van het onder 2 en 3 tenlastegelegde zal worden veroordeeld tot een gevangenisstraf voor de duur van 107 dagen, met aftrek van voorarrest, waarvan 60 dagen voorwaardelijk en met een proeftijd van 2 jaren.\n\nHet vonnis waarvan beroep\n\nHet vonnis waarvan beroep kan niet in stand blijven omdat het hof zich daarmee niet verenigt.\n\nVrijspraak\n\nDe advocaat-generaal heeft zich op het standpunt gesteld dat het onder 2 tenlastegelegde wettig en overtuigend kan worden bewezenverklaard, nu de verdachte met zijn handelen een bijdrage van voldoende gewicht heeft geleverd aan het openlijk geweld tegen de desbetreffende verbalisanten. Zo heeft de verdachte voorafgaand aan de jaarwisseling deel genomen aan een WhatsApp-groep waarin werd gesproken over het voornemen onrust te veroorzaken ten tijde van de jaarwisseling. Voorts heeft de verdachte in de nacht van de jaarwisseling – nadat hij door leden van de Mobiele Eenheid (ME) was ingesloten –op zijn telefoon een video-opname gemaakt waarin er samen met medeverdachte [medeverdachte] (hierna: [medeverdachte] ) wordt gepraat over het doodschoppen van een ME’er. Vijftien minuten nadat hij deze video had opgenomen, is [medeverdachte] aangehouden voor het schoppen tegen het schild van een ME’er.\n\nHet hof overweegt als volgt.\n\nHet hof stelt voorop dat van het \"in vereniging\" plegen van geweld sprake is, indien de betrokkene een voldoende significante of wezenlijke bijdrage levert aan het geweld, zij het dat deze bijdrage zelf niet van gewelddadige aard hoeft te zijn. De enkele omstandigheid dat iemand aanwezig is in een groep die openlijk geweld pleegt is niet zonder meer voldoende om hem te kunnen aanmerken als iemand die \"in vereniging\" geweld pleegt. Beoordeeld zal moeten worden of de door de verdachte geleverde – intellectuele en\u002Fof materiële – bijdrage aan het delict van voldoende gewicht is.\n\nMet de advocaat-generaal en de verdediging is het hof van oordeel dat op grond van het verhandelde ter terechtzitting niet kan worden bewezen dat de verdachte omstreeks de jaarwisseling geweld heeft gebruikt jegens de verbalisanten, zoals het gooien met stenen of vuurwerk. Het hof is voorts van oordeel dat evenmin bewezen kan worden dat de verdachte op enige wijze geweldshandelingen die door andere personen zijn gepleegd heeft ondersteund of anderszins heeft bijgedragen aan het ontstaan of het voortduren van het geweld jegens de verbalisanten. Het hof neemt hierbij in aanmerking dat [medeverdachte] bij de raadsheer-commissaris als getuige is gehoord en heeft verklaard dat hetgeen de verdachte in de video-opname heeft gezegd, los stond van zijn handelen daarna en dat de verdachte niet in de buurt was toen [medeverdachte] tegen het schild van verbalisant [verbalisant 2] aan schopte. De enkele aanwezigheid in de groep die door de politie\u002FME was ingesloten en het feit dat de verdachte deel uit maakte van een WhatsApp-groep acht het hof evenmin een bijdrage van voldoende gewicht. Gelet op het voorgaande is niet vast komen te staan dat de verdachte een voldoende significante of wezenlijke bijdrage heeft geleverd aan het tenlastegelegde geweld tegen de desbetreffende verbalisanten, zodat het ten laste gelegde niet kan worden bewezen en de verdachte daarvan zal worden vrijgesproken.\n\nBewezenverklaring\n\nHet hof acht wettig en overtuigend bewezen dat de verdachte het onder 3 tenlastegelegde heeft begaan, met dien verstande dat:\n\n3. hij op of omstreeks31 december 2022 te 's-Gravendeel, gemeente Hoeksche Waard opzettelijk en wederrechtelijk eenvuilnisbak\u002Fprullenbak, in elk geval enig goed,dat\u002Fdiegeheel of ten deleaan Gemeente Hoeksche Waard, in elk geval aan een ander dan aan verdachtetoebehoorde(n)heeft vernield, beschadigd, onbruikbaar gemaakt;.\n\nHetgeen meer of anders is tenlastegelegd, is niet bewezen. De verdachte moet daarvan worden vrijgesproken.\n\nBewijsvoering\n\nHet hof grondt zijn overtuiging dat de verdachte het bewezenverklaarde heeft begaan op de feiten en omstandigheden die in de bewijsmiddelen zijn vervat en die reden geven tot de bewezenverklaring.\n\nIn die gevallen waarin de wet aanvulling van het arrest vereist met de bewijsmiddelen dan wel, voor zover artikel 359, derde lid, tweede volzin, van het Wetboek van Strafvordering wordt toegepast, met een opgave daarvan, zal zulks plaatsvinden in een aanvulling die als bijlage aan dit arrest zal worden gehecht.\n\nStrafbaarheid van het bewezenverklaarde\n\nHet onder 3 bewezenverklaarde levert op\n\nopzettelijk en wederrechtelijk enig goed dat geheel of ten dele aan een ander toebehoort, vernielen.\n\nStrafbaarheid van de verdachte\n\nEr is geen omstandigheid aannemelijk geworden die de strafbaarheid van de verdachte uitsluit. De verdachte is dus strafbaar.\n\nStrafmotivering\n\nHet hof heeft de op te leggen straf bepaald op grond van de ernst van het feit en de omstandigheden waaronder dit is begaan en op grond van de persoon en de persoonlijke omstandigheden van de verdachte, zoals daarvan is gebleken uit het onderzoek ter terechtzitting.\n\nDaarbij heeft het hof in het bijzonder het volgende in aanmerking genomen.\n\nDe verdachte heeft zich op oudejaarsavond schuldig gemaakt aan vernieling van een prullenbak door hierop zwaar vuurwerk tot ontploffing te brengen. Een dergelijk feit is gevaarzettend en geschikt om gevoelens van angst en onveiligheid in de maatschappij teweeg te brengen. De verdachte heeft met zijn handelen de gemeente en daarmee de gemeenschap financiële schade berokkend en hij heeft hiermee overlast veroorzaakt.\n\nHet hof heeft acht geslagen op een de verdachte betreffend uittreksel Justitiële Documentatie van 1 juni 2026, waaruit blijkt dat de verdachte niet eerder voor een vergelijkbaar feit is veroordeeld.\n\nTen aanzien van de redelijke termijn als bedoeld in artikel 6, eerste lid, van het Europees Verdrag tot bescherming van de rechten van de mens en de fundamentele vrijheden (EVRM) overweegt het hof dat deze is aangevangen op 6 maart 2023. In eerste aanleg is de redelijke termijn niet overschreden. Het hof stelt vast dat de behandeling van de zaak in hoger beroep niet heeft plaatsgevonden binnen de daartoe gestelde redelijke termijn,. Namens de verdachte is immers op 4 juli 2023 hoger beroep ingesteld en het hof wijst op 8 juli 2026 eindarrest. De redelijke termijn van de berechting in hoger beroep is derhalve met meer dan één jaar overschreden. Het hof ziet, ook gelet op de duur van de procedure als geheel, aanleiding te volstaan met de constatering van dit verzuim, gelet op de gekozen strafmodaliteit en de hoogte van de op te leggen straf.\n\nHet hof is – alles afwegende – van oordeel dat een onvoorwaardelijke taakstraf van na te melden duur een passende en geboden reactie vormt. Anders dan de verdediging heeft bepleit acht het hof een geldboete, gelet op de context waarin en de wijze waarop de vernieling plaatsvond – tijdens de jaarwisseling en met (illegaal) vuurwerk – niet passend. Evenmin zal om die reden toepassing worden gegeven aan het bepaalde in artikel 9a van het Wetboek van Strafrecht.\n\nVorderingen tot schadevergoeding\n\nIn het onderhavige strafproces hebben tweeëntwintig verbalisanten zich als benadeelde partij gevoegd ter zake van het onder 2 ten laste gelegde. De benadeelde partijen [verbalisant 17] , [verbalisant 12] , [verbalisant 8] , [verbalisant 9] , [verbalisant 19] , [verbalisant 20] , [verbalisant 18] , [verbalisant 15] , [verbalisant 10] , [verbalisant 4] , [verbalisant 1] , [verbalisant 16] , [verbalisant 3] , [aspirant] , [verbalisant 7] , [hoofdagent] , [verbalisant 14] , [verbalisant 5] en [verbalisant 6] vorderen per persoon een vergoeding van € 350,00 aan immateriële schade. De benadeelde partijen [verbalisant 13] en [verbalisant 11] vorderen per persoon een vergoeding van € 400,00 aan immateriële schade en de benadeelde partij [verbalisant 2] vordert een vergoeding van € 750,00 aan immateriële schade.\n\nNu de verdachte ter zake van het onder 2 tenlastegelegde wordt vrijgesproken, zullen de benadeelde partijen niet-ontvankelijk worden verklaard in hun vordering.\n\nGelet daarop zullen de benadeelde partijen worden veroordeeld in de kosten die de verdachte tot aan deze uitspraak in verband met de verdediging tegen die vorderingen heeft moeten maken, welke kosten het hof vooralsnog begroot op nihil.\n\nToepasselijke wettelijke voorschriften\n\nHet hof heeft gelet op de artikelen 9, 22c, 22d en 350 van het Wetboek van Strafrecht, zoals zij rechtens gelden dan wel golden.\n\nBESLISSING\n\nHet hof:\n\nVerklaart de verdachte niet-ontvankelijk in het hoger beroep, voor zover gericht tegen de beslissing ter zake van het onder 1 tenlastegelegde.\n\nVernietigt het vonnis waarvan beroep voor zover thans aan het oordeel van het hof onderworpen en doet in zoverre opnieuw recht:\n\nVerklaart niet bewezen dat de verdachte het onder 2 tenlastegelegde heeft begaan en spreekt de verdachte daarvan vrij.\n\nVerklaart, zoals hiervoor overwogen, bewezen dat de verdachte het onder 3 tenlastegelegde heeft begaan.\n\nVerklaart niet bewezen hetgeen de verdachte meer of anders is tenlastegelegd dan hierboven is bewezenverklaard en spreekt de verdachte daarvan vrij.\n\nVerklaart het onder 3 bewezenverklaarde strafbaar, kwalificeert dit als hiervoor vermeld en verklaart de verdachte strafbaar.\n\nVeroordeelt de verdachte tot een taakstrafvoor de duur van60 (zestig) uren, indien niet naar behoren verricht te vervangen door30 (dertig) dagen hechtenis.\n\nBeveelt dat de tijd die door de verdachte vóór de tenuitvoerlegging van deze uitspraak in enige in artikel 27, eerste lid, van het Wetboek van Strafrecht bedoelde vorm van voorarrest is doorgebracht, bij de uitvoering van de opgelegde taakstraf in mindering zal worden gebracht, volgens de maatstaf van 2 uren taakstraf per in voorarrest doorgebrachte dag, voor zover die tijd niet reeds op een andere straf in mindering is gebracht.\n\nVordering van de benadeelde partijen:\n\n- [verbalisant 17] ,\n\n- [verbalisant 12] ,\n\n- [verbalisant 13] ,\n\n- [verbalisant 8] ,\n\n- [verbalisant 9] ,\n\n- [verbalisant 19] ,\n\n- [verbalisant 20] ,\n\n- [verbalisant 11]\n\n- [verbalisant 18] ,\n\n- [verbalisant 15] ,\n\n- [verbalisant 10] ,\n\n- [verbalisant 4] ,\n\n- [verbalisant 1] ,\n\n- [verbalisant 16] ,\n\n- [verbalisant 3] ,\n\n- [verbalisant 2]\n\n- [aspirant] ,\n\n- [verbalisant 7] ,\n\n- [hoofdagent] ,\n\n- [verbalisant 14] ,\n\n- [verbalisant 5] , en\n\n- [verbalisant 6]\n\nVerklaart de hiervoor genoemde benadeelde partijen telkens niet-ontvankelijk in hun vordering tot schadevergoeding.\n\nVeroordeelt de hiervoor genoemde benadeelde partijen telkens in de door verdachte gemaakte kosten en begroot deze telkens op nihil.\n\nDit arrest is gewezen door mr. F.W. Pieters, als voorzitter, mr. E.C. van Veen en mr. M.C. Bruining, leden, in bijzijn van de griffier mr. V.V. de Lange.\n\nHet is uitgesproken op de openbare terechtzitting van het hof van 8 juli 2026.","https:\u002F\u002Fdeeplink.rechtspraak.nl\u002Fuitspraak?id=ECLI:NL:GHDHA:2026:2250","ecli-nl-ghdha-2026-2250",{"courtName":52,"legalDomain":53,"decisionType":32,"procedureType":33},"Den Haag","Strafrecht",{"id":55,"ecli":56,"caseNumber":14,"courtId":57,"courtName":14,"decisionDate":23,"fullText":58,"language":25,"source":26,"sourceUrl":59,"summary":14,"slug":60,"metadata":61},"348","ECLI:NL:RBDHA:2026:18721",65,"RECHTBANK DEN HAAG\n\nZittingsplaats Groningen\n\nBestuursrecht\n\nzaaknummer: NL26.20806\n uitspraak van de enkelvoudige kamer in de zaak tussen\n \n [naam], eiseres,\n\nV-nummer: [v-nummer:],\n\n(gemachtigde: mr. I.M. Zuidhoek),\n\nen\n\nde minister van Asiel en Migratie, de minister.\n\nInleiding\n\n1. In deze uitspraak beoordeelt de rechtbank het beroep van eiseres tegen het niet in behandeling nemen van de aanvraag tot het verlenen van een verblijfsvergunning asiel voor bepaalde tijd. De minister heeft de aanvraag met het bestreden besluit van 7 april 2026 niet in behandeling genomen omdat daarvoor Frankrijk verantwoordelijk is.\n\n1.1.. De rechtbank doet op grond van artikel 8:54 van de Algemene wet bestuursrecht (Awb) uitspraak zonder zitting.\n\nBeoordeling door de rechtbank\n\n2. De rechtbank beoordeelt het niet in behandeling nemen van de asielaanvraag van eiseres. Zij doet dat mede aan de hand van de argumenten die eiseres heeft aangevoerd, de beroepsgronden.\n\n3. De rechtbank verklaart het beroep ongegrond. Dat betekent dat eiseres ongelijk krijgt en het bestreden besluit in stand blijft. Hierna legt de rechtbank uit hoe zij tot dit oordeel komt en welke gevolgen dit oordeel heeft.\n\nToepasselijk recht\n\n4. Op deze zaak is het recht van toepassing dat gold vóór 12 juni 2026.\n\nTotstandkoming van het besluit\n\n5. De Europese Unie heeft gezamenlijke regelgeving over het in behandeling nemen van asielaanvragen. Die staat in de Dublinverordening.Op grond van de Dublinverordening neemt de minister een asielaanvraag niet in behandeling als is vastgesteld dat een andere lidstaat verantwoordelijk is voor de behandeling daarvan.In dit geval heeft Nederland bij Frankrijk een verzoek om terugname gedaan. Frankrijk heeft dit verzoek aanvaard.\n\nMag de minister ten opzichte van Frankrijk uitgaan van het interstatelijk vertrouwensbeginsel?\n\n6. Eiseres stelt zich op het standpunt dat er in Frankrijk voor haar een onveilige situatie zal optreden. Dit is het gevolg van de aanwezigheid van veel Libanezen in Frankrijk, waaronder ook de familie van haar moeder die haar eerder al bedreigde. Bovendien heeft eiseres in Nederland een community gevonden waar zij zich veilig bij voelt en in Frankrijk heeft zij niemand, dit is voor haar een angstaanjagend vooruitzicht. Dit terwijl in Nederland er een sterke en diverse LHBT-gemeenschap is waar zij zich veilig voelt. Volgens eiseres is er in Frankrijk bovendien nog steeds een groot probleem met betrekking tot de opvang van asielzoekers. Ze verwijst naar het AIDA-rapport over Frankrijk, update 2024.Er is een tekort aan opvangplekken en eiseres loopt bij terugkeer een reëel risico om in een situatie van materiële deprivatie terecht te komen. Volgens eiseres is het bestreden besluit niet zorgvuldig voorbereid en berust het evenmin op een deugdelijke motivering.\n\n6.1.. De beroepsgrond slaagt niet. Naar het oordeel van de rechtbank mag de minister ten aanzien van Frankrijk uitgaan van het interstatelijk vertrouwensbeginsel. De Afdelingheeft meermaals bevestigd dat ten aanzien van Frankrijk in algemene zin kan worden uitgegaan van het interstatelijk vertrouwensbeginsel. Hierbij is ook het AIDA rapport, update 2024, betrokken. De rechtbank overweegt ambtshalve dat ook het recente AIDA rapport, update 2025, geen wezenlijk ander beeld geeft van de opvangvoorzieningen in Frankrijk dan de informatie die is betrokken door de Afdeling in eerdere uitspraken.\n\n6.2.. Uit de AIDA rapporten blijkt niet dat sprake is van structurele tekortkomingen in de opvang of asielprocedure, ook niet ten aanzien van de LHTBI-gemeenschap. Eiseres heeft bovendien niet aannemelijk gemaakt dat zij bij overdracht aan Frankrijk persoonlijk geen opvang, rechtsbescherming of toegang tot de procedure zal krijgen. Eiseres heeft niet eerder een asielaanvraag in Frankrijk ingediend waardoor zij geen persoonlijke ervaring heeft met de kwaliteit van de asielprocedure en de opvangvoorzieningen in Frankrijk.\n\n6.3.. Naar het oordeel van de rechtbank heeft de minister zich niet ten onrechte op het standpunt gesteld dat eiseres niet aannemelijk heeft gemaakt dat sprake is van bijzondere, individuele omstandigheden op basis waarvan de minister de aanvraag toch zou moeten behandelen.\n\nConclusie en gevolgen\n\n7. Het beroep is kennelijk ongegrond. Dat betekent dat het bestreden besluit in stand blijft en eiseres overgedragen kan worden aan Frankrijk. Eiseres krijgt geen vergoeding van haar proceskosten.\n\nBeslissing\n\nDe rechtbank verklaart het beroep ongegrond.\n\nDeze uitspraak is gedaan door mr. A. Sibma, rechter, in aanwezigheid van mr. S. Strating, griffier, en openbaar gemaakt door middel van gepseudonimiseerde publicatie op rechtspraak.nl.\n\nDe uitspraak is openbaar gemaakt en bekendgemaakt op:\n\nInformatie over verzet\n\nAls partijen het niet eens zijn met deze uitspraak, kunnen zij een verzetschrift sturen naar de rechtbank waarin zij uitleggen waarom zij het niet eens zijn met deze uitspraak. Het verzetschrift moet worden ingediend binnen zes weken na de dag waarop deze uitspraak is verzonden. Als partijen graag een zitting willen om het verzetschrift toe te lichten, moeten zij dit in het verzetschrift vermelden.\n\n Zie artikel 84 van de Asiel- en migratiebeheerverordening inzake het overgangsrecht.\n\n Verordening (EU) nr. 604\u002F2013.\n\n Dit staat ook in artikel 30, eerste lid, van de Vreemdelingenwet 2000.\n\n Update 2024 van juni 2025.\n\n Afdeling bestuursrechtspraak van de Raad van State.\n\n Update 2025 van mei 2026.\n\n Zie ook de uitspraak van deze rechtbank, zittingsplaats Arnhem, van 3 juli 2026. (ECLI:NL:RBDHA:2026:18469, r.o. 7.1) en de uitspraak van deze rechtbank, zittingsplaats Middelburg, van 25 juni 2026 (ECLI:NL:RBDHA:2026:17711).","https:\u002F\u002Fdeeplink.rechtspraak.nl\u002Fuitspraak?id=ECLI:NL:RBDHA:2026:18721","ecli-nl-rbdha-2026-18721",{"courtName":62,"legalDomain":63,"decisionType":32,"procedureType":33},"Groningen","Bestuursrecht; Vreemdelingenrecht",{"id":65,"ecli":66,"caseNumber":14,"courtId":67,"courtName":14,"decisionDate":23,"fullText":68,"language":25,"source":26,"sourceUrl":69,"summary":14,"slug":70,"metadata":71},"418","ECLI:NL:RBDHA:2026:18726",61,"RECHTBANK DEN HAAG\n\nZittingsplaats Rotterdam\n\nBestuursrecht\n\nzaaknummer: NL26.36068uitspraak van de enkelvoudige kamer in de zaak tussen\n\n [naam eiser] , eiser\n\nV-nummer: [V-nummer]\n\n(gemachtigde: mr. J.S. Dobosz),\n\nen\n\nde minister van Asiel en Migratie, verweerder\n\n(gemachtigde: mr. C. van der Zijde).\n\nSamenvatting\n\n1. Deze uitspraak gaat over de maatregel van vreemdelingenbewaring die aan eiser is opgelegd. Deze maatregel is opgelegd op grond van artikel 59, eerste lid, aanhef en onder a, van de Vreemdelingenwet 2000. Eiser is het niet eens met die maatregel. Hij voert daartegen een beroepsgrond aan. Onder meer aan de hand van deze beroepsgrond beoordeelt de rechtbank de rechtmatigheid van die maatregel en de vraag of aan eiser een schadevergoeding moet worden toegekend.\n\n1.1.. De rechtbank komt in deze uitspraak tot het oordeel dat het beroep gegrond is. Het opleggen van de maatregel van vreemdelingenbewaring is onrechtmatig. De rechtbank kent daarom een schadevergoeding toe. Hieronder legt de rechtbank uit hoe zij tot dit oordeel komt en welke gevolgen dit heeft.\n\n1.2.. In deze uitspraak gebruikt de rechtbank de volgende afkortingen voor de wet- en regelgeving:\n\nAwb: Algemene wet bestuursrecht\n\nVw: Vreemdelingenwet 2000\n\nVb: Vreemdelingenbesluit 2000\n\nProcesverloop\n\n2. Met het bestreden besluit van 29 juni 2026 heeft verweerder aan eiser de maatregel van vreemdelingenbewaring opgelegd en de rechtbank daarvan in kennis gesteld.\n\n2.1.. Deze kennisgeving wordt gelijkgesteld met een door eiser ingesteld beroep. Het beroep wordt ook aangemerkt als een verzoek om schadevergoeding.\n\n2.2.. De rechtbank heeft het beroep op 7 juli 2026 op zitting behandeld. Hieraan hebben deelgenomen: eiser, de gemachtigde van eiser, K.A. Ozdzinska als tolk en de gemachtigde van verweerder.\n\nBeoordeling door de rechtbank\n\nToetsingskader\n\n3. Verweerder kan als het belang van de openbare orde of de nationale veiligheid dat vordert, de vreemdeling die geen rechtmatig verblijf heeft in vreemdelingenbewaring stellen.Verweerder stelt een vreemdeling slechts in vreemdelingenbewaring, voor zover geen minder dwingende maatregelen doeltreffend kunnen worden toegepast en de vreemdelingenbewaring blijft achterwege of wordt beëindigd, indien deze niet langer noodzakelijk is met het oog op het doel van de vreemdelingenbewaring.Deze vreemdeling kan in vreemdelingenbewaring worden gesteld op grond dat het belang van de openbare orde of nationale veiligheid zulks vordert, indien a) een onderduikrisico bestaat, of b) de vreemdeling de voorbereiding van het vertrek of de uitzettingsprocedure ontwijkt of belemmert.De maatregel kan alleen worden opgelegd wegens het bestaan van een onderduikrisico, indien ten minste twee van de gronden, genoemd in artikel 5.6, tweede lid, van het Vb zich voordoen.\n\nGronden\n\n4. Eiser heeft de gronden die aan de maatregel ten grondslag zijn gelegd niet bestreden. De gronden, die de ambtshalve toetsing van de rechtbank doorstaan, zijn tezamen voldoende om de maatregel van bewaring te kunnen dragen.\n\nRechtmatig verblijf\n\n5. Eiser heeft aangevoerd dat er sprake is van een rechtmatig verblijf van eiser in Nederland op grond van artikel 7 van de Richtlijn 2004\u002F38\u002FEG. Eiser is een maand voorafgaand aan de onderhavige zaak opgehouden op 3 juni 2026. Hij heeft ter onderbouwing het proces-verbaal van ophouding overgelegd. Op deze dag is onderzoek gedaan naar de arbeidssituatie van eiser. Gebleken is dat eiser arbeid verricht voor een Nederlands uitzendbureau en beschikte over een arbeidscontract. Eiser is vervolgens heengezonden wegens bestendig verblijf. Verweerder kon ten aanzien van de onderhavige maatregel van bewaring op 29 juni 2026 niet zonder meer terugvallen op het standpunt dat sprake is van voortgezet onrechtmatig verblijf. Dit is onverenigbaar met de bevinding op 3 juni 2026. De maatregel van bewaring is dan ook onvoldoende zorgvuldig voorbereid en onvoldoende gemotiveerd.\n\n5.1.. Verweerder heeft aan de maatregel ten grondslag gelegd dat eiser geen rechtmatig verblijf in Nederland heeft, nu zijn verblijfsrecht als Unieburger bij beschikking van 6 maart 2025 is beëindigd. De rechtbank stelt voorop dat de enkele omstandigheid dat het verblijfsrecht van een Unieburger eerder is beëindigd, niet zonder meer meebrengt dat deze op een later moment geen rechten meer aan het Unierecht kan ontlenen. Indien sprake is van gewijzigde feiten en omstandigheden dient verweerder de verblijfsrechtelijke positie van de betrokkene opnieuw te beoordelen alvorens tot het oordeel te komen dat hij geen rechtmatig verblijf heeft.\n\n5.2.. De rechtbank oordeelt als volgt. In de maatregel van bewaring is vermeld dat eiser heeft verklaard werkzaam te zijn voor een Nederlands uitzendbureau en dit ook heeft aangetoond, dat eiser werkzaam is in België waar hij ook wordt voorzien van woonruimte door de werkgever en dat hij in België mag verblijven. Naar het oordeel van de rechtbank vormen deze omstandigheden concrete aanwijzingen dat de feitelijke situatie van eiser sinds de beschikking van 6 maart 2025 is gewijzigd. Van verweerder mocht daarom worden verwacht dat hij kenbaar zou onderzoeken welke betekenis deze gewijzigde omstandigheden hebben voor de actuele verblijfsrechtelijke positie van eiser. Uit de maatregel van bewaring, het gehoor voorafgaand aan deze maatregel en de overige stukken in het dossier is niet gebleken dat een dergelijk onderzoek heeft plaatsgevonden. Daarbij betrekt de rechtbank dat uit het proces-verbaal van ophouding van eiser op 3 juni 2026 blijkt dat eiser is heengezonden, omdat sprake was van ‘mogelijk bestendig verblijf’. Uit het proces-verbaal van verhoor op die dag blijkt dat het werken voor een Nederlands uitzendbureau hier ook aan de orde is geweest. Vervolgens wordt nog geen maand later in de onderhavige maatregel van bewaring zonder kenbare motivering aangenomen dat eiser geen rechtmatig verblijf heeft. Niet valt in te zien waarom verweerder er zonder nader onderzoek van uit heeft kunnen gaan dat eiser geen aan het Unierecht ontleend verblijfsrecht had. De motivering dat eiser geen rechtmatig verblijf heeft, is onder deze omstandigheden onvoldoende draagkrachtig. Gelet hierop is de maatregel in strijd met artikel 3:2 en 3:46 van de Awb tot stand gekomen en is dan ook onrechtmatig. Deze beroepsgrond slaagt.\n\nConclusie en gevolgen\n\n6. Het beroep tegen de maatregel van vreemdelingenbewaring is gegrond. Deze maatregel is vanaf het moment van het opleggen daarvan onrechtmatig. De rechtbank beveelt de opheffing van deze maatregel met ingang van vandaag.\n\n6.1.. Op grond van artikel 106 van de Vw kan de rechtbank indien zij de opheffing van de maatregel van vreemdelingenbewaring beveelt aan eiser een schadevergoeding ten laste van de Staat toekennen. De rechtbank acht gronden aanwezig om een schadevergoeding toe te kennen voor 10 dagen onrechtmatige (tenuitvoerlegging van de) vreemdelingenbewaring ten bedrage van 0 x € 160,- (verblijf politiecel) en 10 x € 120,- (verblijf detentiecentrum) = € 1.200,-.\n\n6.2.. Eiser krijgt een vergoeding van zijn proceskosten. Verweerder moet deze vergoeding betalen. Deze vergoeding bedraagt € 1.868,- omdat de gemachtigde van eiser geacht wordt beroep te hebben ingesteld en aan de zitting heeft deelgenomen. Verder zijn er geen kosten gemaakt die vergoed kunnen worden.\n\nBeslissing\n\nDe rechtbank:\n\n- verklaart het beroep gegrond;\n\n- veroordeelt de Staat der Nederlanden tot het betalen van € 1.200,- aan schadevergoeding aan eiser, te betalen door de griffier en beveelt de tenuitvoerlegging van deze schadevergoeding;\n\n- beveelt de opheffing van de maatregel van vreemdelingenbewaring met ingang van vandaag;\n\n- veroordeelt verweerder tot betaling van € 1.868,- aan proceskosten aan eiser.\n\nDeze uitspraak is gedaan door mr. S.N. Abdoelkadir, rechter, in aanwezigheid van mr. M. Stehouwer, griffier.\n\nUitgesproken in het openbaar en bekendgemaakt op:\n\nInformatie over hoger beroep\n\nEen partij die het niet eens is met deze uitspraak, kan een hogerberoepschrift sturen naar de Afdeling bestuursrechtspraak van de Raad van State waarin wordt uitgelegd waarom deze partij het niet eens is met de uitspraak. Het hogerberoepschrift moet worden ingediend binnen één week na de dag waarop deze uitspraak is verzonden of na de dag van plaatsing daarvan in het digitale dossier.\n\n Het beroep tegen een maatregel van bewaring wordt ook aangemerkt als een verzoek om toekenning van schadevergoeding. Dit volgt uit artikel 106, eerste lid, van de Vw.\n\n Dit volgt uit artikel 106, eerste lid, van de Vw.\n\n Dit volgt uit artikel 59, eerste lid, aanhef en onder a, van de Vw.\n\n Dit volgt uit artikel 59c van de Vw.\n\n Dit volgt uit artikel 5.5 van het Vb.\n\n Dit volgt uit artikel 5.6, eerste lid, van het Vb.","https:\u002F\u002Fdeeplink.rechtspraak.nl\u002Fuitspraak?id=ECLI:NL:RBDHA:2026:18726","ecli-nl-rbdha-2026-18726",{"courtName":72,"legalDomain":63,"decisionType":32,"procedureType":33},"Rotterdam"]